Titel:

Eneff:Stadt FlexQuartier Gießen:
Integrale Planung und Errichtung eines hochflexiblen Hybridspeichers mit Sektorkopplung für ein energieeffizientes netzdienliches Neubau-Quartier

Laufzeit: 01.12.2018 bis 30.11.2022
Projektvolumen: 3.967.473 EURO
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Stefan Lechner (Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik
Projektpartner: Stadtwerke Gießen AG (SWG), Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N), Stadt Gießen, Smart Power GmbH 
Förderprogramm:

6. Energieforschungsprogramm im Förderbereich Energieoptimierte Gebäude und Quartiere - denzentrale und solare Energieversorgung.

Gefördert vom: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 
Förderkennzeichen: 03ET1607A

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Kurzfassung der Projektbeschreibung

Das Verbundprojekt „EnEff:Stadt FlexQuartier Gießen“ entwickelt und untersucht die Netzdienlichkeit eines ca. 7,5 ha großen Quartiers durch Flexibilisierung und Sektorkopplung. Auf einer Konversionsfläche entwickelt die Universitätsstadt Gießen zusammen mit der THM, der Stadtwerke Gießen AG und dem Netzbetreiber MIT.N GmbH sowie der Smart Power GmbH ein Energieeffizienzquartier mit systemdienlich aktivierbaren Speichertechnologien. Anstelle eines konventionell energieverbrauchenden Wohngebiets entsteht ein intelligentes und vielseitig systemdienlich regelbares Quartier, welches als Vorreiter zukünftiger energie-aktiver dezentraler Einheiten Verantwortung für die Systemsicherheit übernimmt und zum Gelingen der Energiewende beiträgt.

Die Sektorkopplung in der Energiezentrale des Quartiers wird realisiert durch Entwicklung einer neuartigen Hochtemperatur-Speichertechnologie (Power-to-Heat-and-Power), in Kombination mit einem multifunktionalen Batteriespeicher für Strom und einem zentralen Warmwasser-Schichtenspeicher für Abwärme. Auf diese Weise entsteht eine hochflexible und effiziente Speicher- und Nutzungskette entlang des Exergieniveaus. Elektromobilität wird als zusätzlicher Baustein realisiert, so dass alle Verbrauchssektoren berücksichtigt werden.

Aus der primärenergieschonenden Versorgung des Quartiers mit hohen Anteilen PV-Strom resultieren temporäre Energieüberschüsse, welche in dem Hybridspeichersystem sowohl kurz- als auch mittelfristig speicherbar sind. Eine weitere Besonderheit ist der Einsatz des Speichersystems für Energie- und Systemdienstleistungen über die Quartiersgrenzen hinaus, z. B. für positive und negative Regelenergie oder zur Einspeisung in das Gießener Fernwärmenetz.

Mitteilungen: 2018

THM-Bericht, THM-Videoblog, Gießener Anzeiger