Titel:

Transformation kommunaler Energieversorgungs-Infrastrukuren unter dem Einfluss dem Einfluss der deutschen Einergiewende

Laufzeit:  01.08.2018  bis 31.07.2021
Projektvolumen: 697.836 EURO
Projektleiter: Prof. Dr. -Ing. Thomas Setz, (Fachbereich Elektro- und Informationstechnik)
Projektpartner: Stadtwerke Gießen AG (SWG), Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N)
Förderprogramm: Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen (FHprofUnt)
Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Förderkennzeichen:  13FH085PX6

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Kurzfassung der Projektbeschreibung

 

Im Projekt Kommun:E werden umsetzbare Lösungen für kommunale Energieversorger erarbeitet, die im Einklang stehen mit erhöhter Energieeffizienz, mit mindestens 80 % Anteil EE beim Bruttostromverbrauch im Jahr 2050 (§1 EEG 2014) sowie mit einer erheblichen Ausweitung des EE-Anteils in den Sektoren Wärme und Mobilität. Als übergeordnetes Kriterium gilt selbstverständlich die sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Verbraucher nach §1 Abs.1 EnWG.

Das vorliegende Projektvorhaben verfolgt das Aufzeigen von lokalen Energieszenarien und die Beschreibung von dazu passenden infrastrukturellen Entwicklungspfaden zur konkreten Umsetzung der kommunalen Energiewende am Beispiel der Stadtwerke Gießen AG (SWG).

Das Versorgungsgebiet der Mittelhessen Netz GmbH umfasst derzeit zu etwa gleichen Teilen innerstädtische, vorstädtische und ländliche Regionen. Dadurch steht die zukünftige Versorgungsaufgabe des Energieversorgers in idealer Wese beispielhaft für die vielfältigen, strukturbedingten Herausforderungen zur Umsetzung der Energiewende in allen deutschen Kommunen.

 

Mit Hilfe realer Daten zu Erzeugung, Verbrauch und Kosten sowie zu den Energienetzen für Strom, Wärme und Gas werden konkret umsetzbare Ausbaualternativen entworfen und wirtschaftlich vorteilhafte Lösungen ausgewiesen. Notwendige Aspekte der Energiespeicherung, Synergien durch Sektorenkopplung und der Einsatz von im Labor erprobten Smart Grid Technologien werden dabei berücksichtigt.

Die gewonnenen und zu veröffentlichenden wissenschaftlichen Ergebnisse sind teilweise direkt auf andere Kommunen übertragbar und deshalb von übergeordnetem Interesse. Teilweise bilden sie auch die Basis für individuelle Folgeuntersuchungen in anderen kommunalen Versorgungsgebieten und dienen somit einer weiteren Verwertung der Projektergebnisse durch die Partner.

Somit können nicht nur langfristig wirkende Fehlinvestitionen vermieden werden, die selbst wiederum das Geschäftsfeld kommunaler Energieversorger nachhaltig beschädigen würden, sondern auch bei fortschreitender Energiewende funktionierende Geschäftsfelder bestimmt und bereits heute mit passend geplanter Infrastruktur gesichert werden. Das Forschungsvorhaben trägt damit zur Stärkung der kommunalen Energieversorger als wesentliche dezentrale Akteure der Energiewende bei.