Abstract
Das auf einer Deponie anfallenden Deponiegas und Deponiesickerwasser bewirken die meisten Umwelteinflüsse.
Aus diesem Grund fordert die Deponieverordnung (DepV) eine Fassung und Aufbereitung dieser Stoffe. Das energetisch hochwertige Deponiegas wird seit 1998 auf dem Deponiepark umweltfreundlich genutzt. Nach der Aufbereitung dient das Gas als Brennstoff für mittlerweile 7 Gasmotoren und wird dabei in Elektrizität und Wärme umgewandelt. Diese Art der Verwertung des Deponiegases weist nicht nur ökologische Vorteile, sondern leistet einen enormen Beitrag zu einer wirtschaftlichen Nachsorge der Altdeponien.Die Deponiegasmenge ist aufgrund des fehlenden Eintrages an Frischsubstrat rückläufig. Man spricht von einer Degression von ca. -5 % bis -10 % des Gases pro Jahr. Aus diesem Grund können die Gasmotoren nicht mit der vollen Leistung betrieben werden. Um dieser Tatsache entgegen zu wirken wurde im Jahr 2008 auf dem Gelände des Deponieparks eine Biogasanlage gebaut und in Betrieb genommen. Das Biogas wird mittels Gasmischer mit Deponiegas zu einem „Mischgas“ vermischt und den Gasmotoren zur Verstromung zugeführt.
Im Jahr 2012 lag die Abnahme des Deponiegases bei knapp -10 %. Allein die Biogasanlage kann diesen Rückgang nicht mehr kompensieren. Das hat zur Folge, dass aus Brennstoffmangel die Gasmotoren teilweise im Teillastbetrieb gefahren werden müssen und ein Gasmotor mit einer elektrischen Nennleistung von 625 kWel. kaum betrieben werden kann. Damit die Gasmotoren auch in der Zukunft unter optimalen Bedingungen und mehr oder weniger unabhängig von Deponiegasmenge und -qualität betrieben werden können, soll ein Erdgas bzw. ein Biomethananschluss Abhilfe schaffen. Zweck dieser Arbeit ist es die Beimischung des Biomethans unter Berücksichtigung rechtlicher, wirtschaftlicher, technologischer und ökologischer Rahmenbedingungen zu untersuchen, um weiterhin für eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Verwertung des Deponiegases zu sorgen.
