895040 Hanske WIkommasIch kann jedem nur empfehlen, berufsbegleitend zu studieren, weil man das theoretisch Erlernte sofort praktisch umsetzen kann.

Ich habe 2007 nach dem Abitur technisches Gebäudemanagement studiert. Nach dem Bachelor entschied ich, erst noch Berufserfahrung zu sammeln, bevor ich einen Master mache. So kam ich zur Deutschen Bahn, wo ich seit 2010 arbeite. Nun wollte ich einen Master machen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich dafür gerne einen  generalistischen Ansatz hätte. Vor allem die Themen Kostenstrukturen oder Finanzen hatte ich im ersten Studium nicht intensiv behandelt, nun aber das Gefühl, dass sie in meinem Job immer wichtiger werden. Also habe ich mich entschlossen, Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren. Nun musste ich nur noch das passende Programm für mich finden. Da ich in Frankfurt wohne, bin ich schnell auf das MBA-Programm der Technischen Hochschule Mittelhessen gestoßen. Ich bin auch ein Mensch, der nicht nur ein Fernstudium machen, sondern auch Präsenztage haben wollte. Deshalb hat sich der Studiengang in Friedberg angeboten, weil ich dorthin nur eine halbe Stunde Anfahrtszeit habe. Also bin ich hingefahren und habe mir eine Probevorlesung angesehen. Alles hat mir total zugesagt. Deshalb habe ich mich für das Programm entschieden.

Ich arbeite bei der DB Regio, dem Nahverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn. Dort bin ich als Seniorreferentin für das Performancemanagement im Instandhaltungsbereich tätig.

Ich habe das Programm wegen der vielen Präsenztermine ausgewählt. Das Studium lief ja so ab, dass man Lehrbriefe zugeschickt bekommen hat, die man durcharbeitete. Das waren meist 150 Seiten. Dann kamen die Präsenzveranstaltungen, in denen man Fragen stellen und das Wissen vertiefen konnte. Das hatte ich so erwartet und hat sich voll erfüllt. Positiv überrascht war ich über den tollen Zusammenhalt zwischen den Studierenden. Das war im Bachelor anders, wo man sich eher gegenseitig als Konkurrenten um einen Job gesehen hat. Hier war die Atmosphäre sehr angenehm.

Abschließend ist festzuhalten, dass ein Fernstudium neben dem Beruf gut überlegt sein sollte und definitiv der Studiengang den eigenen Interessen entsprechen muss, da der Zeitaufwand zur Vorbereitung der Prüfungen ein großes Engagement und Disziplin erfordert. Aber der Einsatz und das erfolgreiche Abschließen tragen meiner Meinung nach wesentlich zur weiteren Entwicklung im Berufsleben bei und ermöglicht neue berufliche Chancen.

Die Studenten waren sehr unterschiedlich. Insgesamt kamen viele Kommilitonen aus der Automobilindustrie, der Anlagentechnik und dem Maschinenbau. Es gab aber auch Chemiker. Die Gruppe war sehr durchmischt.

Ich kann jedem nur empfehlen, berufsbegleitend zu studieren, weil man das theoretisch Erlernte sofort praktisch umsetzen kann. Mir wurde ganz vieles klar, warum etwas in meinem Job gemacht wird. Ich habe viel gelernt, fühle mich in meiner Arbeit sicherer und verstehe die Zusammenhänge besser. Ich will in Zukunft einen Karrieresprung machen, wobei mir der MBA helfen kann – ob hier an meinem Arbeitsplatz oder in anderen Bereichen. Durch den MBA stehen mir auf jeden Fall mehr Türen offen als durch den Bachelor. Hauptsächlich zu den Kommilitonen ist der Kontakt über Xing oder Whatsapp sehr rege. Der Austausch und die gegenseitige Hilfsbereitschaft sind groß. Ich habe eine Dreier-Gruppe mit zwei anderen Mädels gebildet, die sich ständig über Whatsapp austauscht. Zu den Dozenten habe ich weniger Kontakt, weil man sie nur bei den Vorlesungen einen Tag lang kennenlernt.

Die Hochschule ist sehr modern und die Bibliothek gut sortiert. Sollte man dort wirklich mal ein Buch nicht finden, kann man es über die THM Gießen bestellen. Oder man kann Ebooks herunterladen und einzelne Aspekte direkt für die Masterarbeit verwenden. Die Betreuung durch das Fernstudienzentrum war super. Die drei Damen dort antworten sofort auf Fragen. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.

Ich habe am Anfang den Faktor Zeit etwas unterschätzt. Man muss schon viel Zeit mitbringen, gerade wenn man wie ich seinen Job zu hundert Prozent weitermacht. Das heißt, dass man viel am Wochenende oder abends lernt. Es kommt natürlich auch auf den eigenen Anspruch an. Ich wollte das Studium erfolgreich abschließen, deshalb habe ich pro Woche 15 Stunden fürs Lernen investiert.

An die Hochschule passt der, der gerne Präsenztermine wahrnimmt. Er muss aber nicht an den Veranstaltungen teilnehmen, wenn er nur von zuhause aus studieren will. Insgesamt muss man bereit sein, Zeit zu investieren, weil man neben dem Job lernen muss. Ich finde aber, es lohnt sich, die 10.000 Euro für das Programm aufzubringen. Denn das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist sehr gut.