Aktuelles

Liebe Studierende,

der Prüfungsplan für das Wintersemester 2022/2023 ist online:

Prüfungsplan WiSe 2022/2023


Lehre am Fachbereich Gesundheit im Wintersemester 2022/2023

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Studierende,

die vergangenen zwei Jahre der Pandemie und die aktuellen Krisen haben uns gezeigt, dass wir uns in allen Bereichen der neuen Lebenswirklichkeit anpassen müssen.

Der Fachbereich Gesundheit hat sehr früh begonnen sein Lehrkonzept mit digitalen Werkzeugen anzupassen, was auch der Philosophie der digitalen Transformation am Fachbereich entspricht. Kernelement ist das Videokonferenzsystem PILOS, welches auf Basis von BigBluButton an die Bedürfnisse des Studienbetriebs angepasst wurde und auf Servern des Fachbereichs, datenschutzkonform betrieben wird.  Das Konzept sieht grundsätzlich digitale Veranstaltungen in Echtzeit vor, bei der Lehrende und Studierende direkt über Ton und Bild miteinander agieren.

Dieses Format ist vor allem für Lehrveranstaltungen mit großen Teilnehmerzahlen, z.B. Vorlesungen und Seminaren gut geeignet. Im Bereich von Praktika z.B. in Laboren ist Präsenz sinnvoll und notwendig. Daher haben wir uns für eine innovative Kombination aus Online- und Präsenzlehre entschieden. Im Stundenplan finden Sie daher Wochentage in Präsenz und Wochentage die für Online-Lehre reserviert sind.

In enger Abstimmung mit den Studierenden hat sich dieses Konzept in den letzten Semestern bewährt, um auch der Lebenssituation vieler Studierender gerecht zu werden. Wir bieten die notwendige Flexibilität familienfreundlich zu studieren und auch örtlich weniger gebunden zu sein. Es hat sich gezeigt, dass die Lernergebnisse besser ausfallen, als bei kompletter Präsenzlehre. Auch aus Aspekten der Nachhaltigkeit können wir so die Mobilität auf das Notwendige fokussieren und Kosten für die Studierenden reduzieren.  Aufgrund der vielen IT gestützten- Prozesse in den Studiengängen am Fachbereich und dem digitalen Wandel im Gesundheitswesen, gehört der Umgang mit digitalen Werkzeugen z.B. im Kontext der Telemedizin mittlerweile zum Alltag. Pilos wird z.B. auch in der Medizin eingesetzt. Daher ist der sichere Umgang mit diesem Medium essentieller Bestandteil ihres zukünftigen Berufsbilds. Die ideale Kombination aus Online und Präsenzlehre bereitet Sie somit auf ihren späteren Berufseinstieg vor. Das Arbeiten aus dem „HomeOffice“ wird integraler Bestandteil des zukünftigen Arbeitens, worauf wir Sie optimal vorbereiten möchten. Auch mit einem Andauern der pandemischen Lage müssen wir weiter rechnen, so dass die Nutzung der digitalen Lehre auch hier zur Infektionsprävention beiträgt und die Teilnahme von zu Hause möglich ist, wenn es jemanden einmal nicht so gut gehen sollte.

Viele junge Menschen nutzen heute soziale Medien für ihre Kontakte und Austausch, so dass sich auch die Interaktion untereinander verändert hat. Wir stellen allen Studierenden kostenlos das Videokonferenzsystem Pilos zu Verfügung, um z.B. Lerngruppen zu bilden oder sich einzeln oder in Gruppen auszutauschen.

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen hat gerade begonnen und Sie haben die Möglichkeit diese Prozesse mit zu gestalten.

Wir heißen Sie als Teil unserer Gemeinschaft herzlich willkommen.

Dekanat des Fachbereich GES

 


Studentische AG zur Lehre der Zukunft am FB GES veröffentlicht Empfehlung


Die THM blickt zurück auf drei Jahre Coronapandemie und damit verbunden veränderte Lern- und Vorlesungskonzepte im Onlineformat. Mit dem letzten Sommersemester ergab sich, mit einem hybriden Vorlesungsmodell, ein Schritt zurück in Richtung bekannte Normalität.

Anlehnend an die Erfahrungen dieses letzten Semesters bildete sich eine aus Studierenden des Fachbereichs Gesundheit bestehende Arbeitsgruppe, die sich dafür stark machen möchte, die Vorteile der neuen Onlinemodelle für alle transparent darzulegen, sodass diese im Idealfall in der weiteren Planung des Hochschulalltags Berücksichtigung finden. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist die Stärkung der digitalen Studienmodelle, die bisher im öffentlichen Raum nur gering beleuchtet wurden. Wesentlich für das Verständnis der Argumentation ist die Tatsache, dass die Studierenden der THM sich deutlich in Alter, Berufssituation, Familienstand und Wohnsituation unterscheiden, was zu einer starken Differenz der Bedürfnisse innerhalb des Studienalltags führt.

Digitalisierung ist schon lange ein Thema in der Gesellschaft und wurde mit Beginn der Coronapandemie nach unserem Empfinden auf eigene Weise verschnellert. Das zeigt auch der zunehmende Rückgang an Studierendenzahlen an öffentlichen Hochschulen, sowie der Zuwachs derer an diversen Fernuniversitäten.

Für viele Studierende war die Rückkehr an die THM im Frühjahr 2022 mit vielen Freiheiten und Möglichkeiten verbunden. Doch auch wenn die aktuelle Variante des Virus keine sehr hohen Todeszahlen mehr mit sich zieht, gilt es darauf hinzuweisen, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist.

Der Großteil der Mitglieder der Arbeitsgruppe ist neben dem Studium beruflich im Gesundheitswesen tätig und kennt daher aus eigener Erfahrung (z.B. der Arbeit auf Intensivstationen, die an COVID erkrankte Patienten behandeln) die potentiellen Folgen einer Infektion.

Im Sommersemester ließ sich feststellen, dass die Bereitschaft zum Abstandhalten und Tragen einer Maske auf freiwilliger Basis im Laufe der Zeit immer weiter nachgelassen hat. Dies hat zahlreiche Studierende sehr beunruhigt und das gute Gefühl geschmälert, an Präsenzveranstaltungen teilnehmen zu wollen. Ebenso ist es bei Vorlesungen mit hohen Besucherzahlen zu vermehrten Ansteckungen der Studierenden und somit zu einem Ausfall aufgrund von Quarantäne- und Isolationsbestimmungen gekommen.

Doch es ist nicht nur der Vorlesungsalltag selbst, der durch die Entwicklung der letzten drei Jahre beeinflusst wurde, sondern zeitgleich auch die privaten Rahmenbedingungen. Es war deutlich zu spüren, dass das hybride Semester im Vergleich zu den vorangegangenen Onlinesemestern eine Verschlechterung der Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie mit sich brachte. Studierenden mit Kindern war es teilweise nicht möglich Vorlesungen zu besuchen, da sich die Betreuungssituationen mit Beginn der Pandemie zusätzlich verschlechtert haben. Verkürzte KiTa-Öffnungszeiten, Homeschoolingverpflichtungen, sowie enger gefasste Krankheitsregelungen erfordern in diesen Zeiten die flexiblere Anwesenheitsmöglichkeit der Eltern und kollidieren somit nicht selten mit den in Präsenz gehaltenen Vorlesungsterminen. Bei Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht gestaltet es sich dabei besonders schwierig Prioritäten zu setzen. Hier spielen selbstverständlich auch die nötigen Fahrtzeiten zur Hochschule eine große Rolle, die je nach Wohnort durchaus bis zu 1,5 Stunden pro Fahrt (oder mehr) mit öffentlichen Verkehrsmitteln betragen können und besonders an Tagen ins Gewicht fallen, die mit nur ein oder zwei Veranstaltungen belegt sind.

Für Schwangere bedeutet ein Studium innerhalb der Pandemielage zusätzliche Unsicherheit. Zum einen bleibt die Sorge um eine potenzielle Studienverlängerung bei Unterbrechung zugunsten der Versorgung des Neugeborenen, zum anderen stellte eine Betroffene konkrete Fragen nach familienfreundlichen Möglichkeiten innerhalb des Vorlesungsalltages. Das Mitbringen eigener Kinder ist in Sondersituationen aktuell, anders als vor der Pandemie, schwierig bis unmöglich. Welche Optionen gibt es also für junge Eltern in Notsituationen das eigene Kind zu betreuen oder auf Räumlichkeiten zum Stillen zurückzugreifen? Und welche Maßnahmen werden ergriffen, um insbesondere Säuglinge beim Betreten der Hochschulgebäude vor Ansteckung zu schützen?

Besonders an dieser Stelle liegen die Vorteile eines Onlinesemesters für Eltern klar auf der Hand.

Auch zeigte sich das Onlinemodell in der Vergangenheit besonders förderlich für Studieninteressierte, die unter regulären Vorlesungsbedingungen keine Möglichkeit gehabt hätten, sich für ein Studium zu entscheiden. Besonders unter dem Aspekt der Familienfreundlichkeit und der Förderung von Frauen in höheren Positionen könnte hier ein Statement gesetzt werden. Dies bemerkten einige Mitglieder der Arbeitsgruppe, da sie häufig von Kolleginnen angesprochen werden, die auch gerne ein Studium absolvieren würden, jedoch keine Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium sehen.

Weiterhin optimiert die digitale Lehre die Vereinbarkeit von Studium und Beruf. Insbesondere ältere Studierende müssen für ihren Lebensunterhalt in der Regel selbst aufkommen und erhalten keine Unterstützungen in Form von BAföG oder Elternzahlungen.

Beim Bekanntwerden von positiven Coronafällen innerhalb der Hochschule bedeutet das für viele Berufstätige einen möglichen Arbeitsausfall (und somit teilweise auch Lohnausfall). Onlinelehre minimiert an dieser Stelle das Risiko der wirtschaftlichen Einschränkungen und bietet z.B. durch den Wegfall der Fahrtzeiten eine große Erleichterung für Berufstätige. Fahrtzeiten können somit häufig 1:1 in Arbeitsstunden investiert werden. Je nach Berufssparte ist es sogar möglich, Vorlesungen im Onlineformat direkt in den Arbeitsalltag zu integrieren, wie beispielsweise von Mitarbeitern im Rettungsdienst erläutert wurde. Dort ist es je nach Arbeitsaufkommen teilweise möglich, Vorlesungen während der Arbeitszeit zu besuchen, welche somit nicht separat nachgearbeitet werden müssen. Daraus ergibt sich eine solide Grundlage der Weiterbildungsunterstützung für diese große Zielgruppe.

An dieser Stelle sind auch die Vorlesungsausfälle durch in Quarantäne befindliche Dozierenden zu nennen. Sofern hier keine tatsächliche Beeinträchtigung besteht, ließen sich diese mit dem Beibehalten der neuen Lehrstrukturen vereinzelt minimieren.

Die Onlinelehre hat sich außerdem sehr positiv auf das Lernklima vieler Studierenden ausgewirkt und ermöglicht ein deutlich flexibleres Lernen. Durch das Bereitstellen von Panopto-Videos, welche die Dozierenden teilweise zur Verfügung stellen, können Inhalte besser aufgearbeitet und umfassender verstanden werden. Insbesondere der Einsatz von Live-Veranstaltungen, welche die Lehre der THM von vielen Vergleichshochschulen unterscheidet, konnte in der Vergangenheit im Onlineformat gut abgebildet werden. Die personelle Teilnahme an den Veranstaltungen war stets höher und konstanter (verglichen mit Präsenzveranstaltungen), da die Einwahl von praktisch jedem Ort möglich ist. Mittels Kamera und Mikrofon waren interaktive Diskussionen stets möglich und konstruktiv, ohne zeitgleich von Nebengeräuschen beeinträchtigt zu werden. Ebenso können Lerngruppen flexibler gestaltet werden und tragen somit zu besseren Leistungen bei. Dies zeigte sich vor allem in durchschnittlich besseren Klausurergebnissen.

Aktuell beschäftigt zahlreiche Studierende auch die derzeitige Energiekrise, welche dazu führt, dass Gaspreise massiv steigen und die Hochschule die Vorlesungsräume und Hörsäle auf maximal 19 Grad heizen darf. Die Flure und andere potenzielle Aufenthaltsbereiche für die Studierenden während der kalten Wintermonate dürfen gar nicht mehr geheizt werden. Die Mensa wird zwar auf 21 Grad geheizt, jedoch ist hier zu befürchten, dass schlichtweg zu wenig Platz für alle Studierenden vorhanden sein wird. Es ist unstrittig, dass sich die Lernbedingungen für Studierende eher ungünstig entwickeln. Für die THM dürften zeitgleich massive Kosten entstehen, denen ein optimiertes Hybrid- oder Onlineformat hier effektive Abhilfe schaffen könnte. Auch würde der Wegfall der Fahrtwege den Studierenden zugutekommen, die durch den Anstieg der Benzinpreise zusätzlich belastet sind. Aufgrund der Energiesparmaßnahmen ist bereits von ersten Petitionen seitens der Studierenden die Rede.

Zum Abschluss ist es von Interesse auf ein häufiges Argument der Präsenzbefürworter innerhalb der Hochschulen einzugehen. Es geht dabei um die Aussage, dass Präsenzsemester soziale Kontakte ermöglichen und man „nicht auf ein typisches Studentenleben verzichten“ wolle. An dieser Stelle möchten wir aus unserer Sicht betonen, dass soziale Kontakte im digitalen Zeitalter ohnehin sehr häufig über Onlinemedien und Messengerdienste gestartet und gehalten werden. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass die Kommunikation mit Kommilitonen auch während der Onlinesemester problemlos funktioniert hat. Zum anderen darf man sicher hinterfragen, für welche Aspekte des Studierendenlebens die Hochschulen verantwortlich sein bzw. welche Prioritäten gesetzt werden müssen. Wir sind der Meinung, dass es sich bei einer Hochschule um eine Erwachsenenbildung handelt, die zum Ziel hat, Menschen auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. An dieser Stelle darf Eigeninitiative zum Lernen, Organisationsfähigkeit und Anpassungsvermögen an neue Studienmodelle vorausgesetzt werden.

Selbstverständlich sind wir uns darüber bewusst, dass es Studierende gibt, welche die Onlinelehre vor große Herausforderungen stellt, weil beispielsweise das häusliche Umfeld nur wenige Möglichkeiten für ein ungestörtes Lernen bietet. Für Betroffene sollten hier in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Lösungen gefunden werden, zum Beispiel das Bereitstellen von adäquaten Räumlichkeiten.

Wir möchten diese Empfehlung nutzen, um uns konkret für eine Beibehaltung der Onlinevorlesungen oder zumindest die Optimierung der Hybridsemester auszusprechen, sodass oben genannte Bedürfnisse aller Studierenden Beachtung finden können. Im Rahmen der Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit und Karriereförderung halten wir dies für angemessen.

Ihre Studierenden der AG Lehre der Zukunft

Sabrina Hilberg
Sprecherin der AG Lehre der Zukunft

 

 


STEP Woche SS16 10.19Liebe Studierende des ersten Semesters Bachelor und Master,

wir möchten Sie am Fachbereich Gesundheit herzlich willkommen heißen und wünschen Ihnen einen guten Start ins Semester.

Das Wintersemester 2022/2023 startet am 01.10.2022.

Vorlesungsbeginn ist der 10.10.2022.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen des Fachberechs GES zum Studienstart.

Die THM bietet ab September 2022 ein umfangreiches STudienEinführungsProgramm (STEP) an: 

Allgemeine Informationen der THM zum Studienstart finden Sie hier: www.thm.de/willkommen

Herzliche Grüße
Ihr Fachbereich Gesundheit Team

 

STEP Woche SS16 10.19Liebe Studierende des Fachbereichs Gesundheit,

wir begrüßen alle Studierende zum Wintersemester 2022/2023 und wünschen Ihnen allen ein schönes und erfolgreiches Semester.

Das Wintersemester 2022/2023 startet am 01.10.2022.

Vorlesungsbeginn ist der 10.10.2022.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen wichtige Informationen zu dem bevorstehenden Wintersemester mitteilen.

Herzliche Grüße
Ihr Fachbereich Gesundheit Team

 

 

 

 


Die Entwicklung einer neuartigen Beatmungstechnologie für Neugeborene fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,7 Millionen Euro. Unter Federführung der Gießener Thora Tech GmbH sind an dem Forschungsprojekt neben der Technischen Hochschule Mittelhessen die Justus-Liebig-Universität (JLU) und Acutronic Medical beteiligt.

Zwischen 3000 und 6000 Neugeborene leiden pro Jahr in Deutschland am Mekoniumaspirationssyndrom. Mekonium ist der Darminhalt des Fötus, der vor oder während der Geburt über das Fruchtwasser in die Atemwege eindringen kann. Folge ist eine schwere Dysfunktion der Lunge, die eine maschinelle Beatmung nötig macht. Bisher steht dafür die hochriskante extrakorporale Membranoxygenierung zur Verfügung, bei der das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff versorgt wird. Risiken dieser Therapie liegen in möglichen zerebralen Blutungen und neurologischen Entwicklungsstörungen.

Die Projektpartner arbeiten deshalb an einem Beatmungsgerät, in dem die Hochfrequenz-Jet-Beatmung eingesetzt wird. Es ist speziell auf die frühkindlichen Patienten zugeschnitten und beurteilt gleichzeitig die Lungenbelüftung in Echtzeit. „Die hierfür erforderliche Entwicklung einer auf die Physiologie und Pathologie von Neugeborenen maßgeschneiderten Technologie und die präklinische Machbarkeitsprüfung von Wirkungsnachweisen und Effekten auf Parameter des Gasaustausches, Lungenschädigung und -belüftung erfolgen in einem einzigartigen tierexperimentellen intensivmedizinischen Versuchsaufbau,“ erläutert Prof. Dr. Henning Schneider, der am Fachbereich Gesundheit der THM für das Vorhaben verantwortlich ist.

Andreas Weißflog, Geschäftsführer von Thora Tech, hat die Federführung im Projekt. Zu den Aufgaben der THM gehören im Rahmen des Forschungsprojekts die Entwicklung von Algorithmen, Tests von Labormustern am Lungenmodell und die messtechnische Begleitung einer Tiermodellstudie des Fachbereichs Veterinärmedizin der JLU. Dort sollen an 48 Ferkeln in der klinischen Praxis gängige Beatmungstechniken bei der Behandlung des Mekoniumaspirationssyndroms mit der neuen Technologie verglichen werden. Fachliche Unterstützung kommt auch von der Gießener Universitätskinderklinik, die nach Projektende die klinische Prüfung und Validierung des zu entwickelnden Systems vornimmt.

Thora-Tech-Geschäftsführer Dr. Andreas Weißflog erwartet, dass „das neue Beatmungsgerät und die klinische Anwendung bei entsprechenden Indikationen den intensivmedizinischen Ressourcenbedarf und die Kosten reduzieren helfen und durch Prognoseverbesserung die Eltern psychosozial entlasten.“

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das BMBF fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Kleine Patienten, großer Bedarf – medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“.