
Vom 09. bis 13. Juni fand in Hamburg die 25ste Auflage der renommierten "International Conference on Emergency Medicine" statt. Neben vielen interessanten, innovativen und relevanten Vorträgen zu den verschiedensten Themen der Notfallmedizin aus Deutschland und aller Welt fand auch die 21ste Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) statt. Mittendrin: unser Mitarbeiter Josias Heinz, dessen Schwerpunkt der Bereich Rettungsdienst und Katastrophenschutz ist. Themenschwerpunkte der Konferenz waren neben den klassischen Themen der Notfallmedizin wie "Beatmung und Atemwegsmanagement", "Traumaversorgung", "Wiederbelebung", "Kardiologie" und Patientensicherheit & Qualitätsmanagement" auch Vorträge zu den verschiedenen Systemen der weltweiten Notfallversorgung, Umweltmedizinische Notfälle sowie Entwicklung, Ausbildung und Technischer Fortschritt in der Notfallmedizin. Einen besonderen, sehr aktuellen Schwerpunkt legte die Konferenz zudem auf das Thema "Katastrophen-Notfallmedizin, Militärmedizin und Notfallversorgung in abgelegenen Gebieten."
Sehr leidenschaftlich und zukunftsgewandt wurde insbesondere bei den verschiedenen Veranstaltungen der youngDGINA, also der "Jugendorganisation" der DGINA, zu aktuellen Themen des deutschen Systems vorgetragen, diskutiert und gelernt. Neben praktischen Workshops für angehende und frische Notfallmediziner aller Ausbildungsstufen wurden vor allem die Diskussionen zur weiteren Professionalisierung der Notfallmedizin, z.B. durch die Einführung des "Facharztes für Notfallmedizin", aber auch die Auswirkungen und Notwendigkeiten der kommenden Krankenhaus- und Notfallreform angeboten und geführt.
Zwischen hochkompetenten und ebenso motivierten internationalen Akteuren der Notfallmedizin konnte Josias Heinz ein Poster zu den Themengebieten "Katastrophen-Notfallmedizin" und "Technische Entwicklung" beisteuern und präsentieren. Unter dem Titel "Analysis of the usability of audio-visual options of transmitting for telemedical triage in major incidents" (Analyse der Nutzbarkeit audio-visueller Übertragungsmöglichkeiten zur telemedizinischen Sichtung in Großschadenslagen) wurden hierbei die übergeordneten Ergebnisse seiner gleichnamigen Masterarbeit einem interessierten und fachkundigen Publikum dargelegt. Grundidee war hierbei, zu untersuchen welche Gerätekombination aus handelsüblichen Smartphones, Kameras und Headsets sich am besten dazu eignet, in schwer zugänglichen Katastrophengebieten eine Triage („Sichtung“) der betroffenen und verletzten Personen unter Verwendung eines telemedizinischen Systems durchzuführen.
Aus dem Vortrag ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Experten aus verschiedenen Ländern, die sich ebenfalls mit ganz ähnlichen Themen beschäftigen und es konnten spannende und bereichernde Erkenntnisse erlangt und Kontakte geknüpft werden. Erfreulich war, zu sehen wie nah an den aktuellen Fragestellungen die Arbeit ansetzt und wie relevant die Ergebnisse und weitere Forschung zum Thema nicht nur auf nationaler Ebene sein werden.“