Fachbereich Gesundheit im Drohnenflug bei Nacht
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Fliegen mit einer Drohne in der Nacht oder bei Dunkelheit stellt für jeden eine besondere Herausforderung dar. Nicht alle Sinne können hierbei wie am helllichten Tag verwendet werden. Damit die entsprechenden Abläufe bestmöglich geübt werden und die Drohnenpiloten sich auf realitätsnahe Situationen anpassen können, befand sich der Fachbereich Gesundheit im Praktikum um Mitternacht im Nachtflug mit den eigenen Drohnen



Beatmungstechnologie für Neugeborene
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Die Entwicklung einer neuartigen Beatmungstechnologie für Neugeborene fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,7 Millionen Euro. Unter Federführung der Gießener Thora Tech GmbH sind an dem Forschungsprojekt neben der Technischen Hochschule Mittelhessen die Justus-Liebig-Universität (JLU) und Acutronic Medical beteiligt.
Zwischen 3000 und 6000 Neugeborene leiden pro Jahr in Deutschland am Mekoniumaspirationssyndrom. Mekonium ist der Darminhalt des Fötus, der vor oder während der Geburt über das Fruchtwasser in die Atemwege eindringen kann. Folge ist eine schwere Dysfunktion der Lunge, die eine maschinelle Beatmung nötig macht. Bisher steht dafür die hochriskante extrakorporale Membranoxygenierung zur Verfügung, bei der das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff versorgt wird. Risiken dieser Therapie liegen in möglichen zerebralen Blutungen und neurologischen Entwicklungsstörungen.
Die Projektpartner arbeiten deshalb an einem Beatmungsgerät, in dem die Hochfrequenz-Jet-Beatmung eingesetzt wird. Es ist speziell auf die frühkindlichen Patienten zugeschnitten und beurteilt gleichzeitig die Lungenbelüftung in Echtzeit. „Die hierfür erforderliche Entwicklung einer auf die Physiologie und Pathologie von Neugeborenen maßgeschneiderten Technologie und die präklinische Machbarkeitsprüfung von Wirkungsnachweisen und Effekten auf Parameter des Gasaustausches, Lungenschädigung und -belüftung erfolgen in einem einzigartigen tierexperimentellen intensivmedizinischen Versuchsaufbau,“ erläutert Prof. Dr. Henning Schneider, der am Fachbereich Gesundheit der THM für das Vorhaben verantwortlich ist.
Andreas Weißflog, Geschäftsführer von Thora Tech, hat die Federführung im Projekt. Zu den Aufgaben der THM gehören im Rahmen des Forschungsprojekts die Entwicklung von Algorithmen, Tests von Labormustern am Lungenmodell und die messtechnische Begleitung einer Tiermodellstudie des Fachbereichs Veterinärmedizin der JLU. Dort sollen an 48 Ferkeln in der klinischen Praxis gängige Beatmungstechniken bei der Behandlung des Mekoniumaspirationssyndroms mit der neuen Technologie verglichen werden. Fachliche Unterstützung kommt auch von der Gießener Universitätskinderklinik, die nach Projektende die klinische Prüfung und Validierung des zu entwickelnden Systems vornimmt.
Thora-Tech-Geschäftsführer Dr. Andreas Weißflog erwartet, dass „das neue Beatmungsgerät und die klinische Anwendung bei entsprechenden Indikationen den intensivmedizinischen Ressourcenbedarf und die Kosten reduzieren helfen und durch Prognoseverbesserung die Eltern psychosozial entlasten.“
Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das BMBF fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Kleine Patienten, großer Bedarf – medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“.
Anfragen an das Dekanat
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Bei Fragen oder Problemen steht Ihnen das Team des Fachbereichs Gesundheit gerne zur Verfügung.
Das Dekanatsbüro GES bietet ab dem 11.10.2021 Sprechstundentermine, nach Terminvereinbarung, für Studierende vor Ort an.
Die Terminvergabe erfolgt über Moodle und wird ab dem 05.10.2021 freigeschaltet (Link).
Sprechzeiten (nur nach vorheriger Anmeldung über Moodle):
Montag: 13:00 - 14:00 Uhr
Dienstag: 13:00 - 14:00 Uhr (Nur für Praxisphasen)
Mittwoch: 13:00 - 14:00 Uhr
Donnerstag: 11:30 - 13:00 Uhr (Nur für Praxisphasen)
Freitag: 12:00 - 13:00 Uhr
Sollten Sie akute Krankheitssymptome (Husten, Erkältungssymptome, Fieber etc.) oder Kontakt zu einer Covid positiv getesteten Person haben, bleiben Sie bitte zuhause und vereinbaren Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Termin.
Beim Aufenthalt vor bzw. nach der Sprechstunde sind die Abstandsregeln zwingend einzuhalten, eine Gruppenbildung ist zu vermeiden. Weiterhin ist auf allen Verkehrsflächen eine medizinische Maske (FFP2-Maske, KN95-Maske oder zertifizierte OP-Maske) zu tragen. Dringend empfohlen wird das Tragen von FFP2-Masken, da diese den besten Schutz bieten.
Das Dekanat GES ist auch weiterhin bei Fragen oder Problemen per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu erreichen.
Bitte verwenden Sie dazu ihre E-Mail Adresse der Hochschule.
Studium mit Vogelperspektive
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Bei Großunfällen oder Katastrophen ist es für die Rettungsdienste oft schwierig, einen Überblick zu bekommen. Welche Rolle dabei der Einsatz von Drohnen spielen kann, untersucht jetzt der Gießener Fachbereich Gesundheit der TH Mittelhessen.
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Neuer Masterstudiengang Public Health ab WiSe 2020/2021
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Liebe Studierende,
ab dem Wintersemester 2020/2021 wird der neue Masterstudiengang Public Health angeboten. Weitere Informationen zu Studienbeginn und -dauer, Aufnahmevoraussetzungen, Studieninhalte und Bewerbung finden Sie auf der Studiengangsseite.
Dekanat GES
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus ist auch das Bewerbungs- und Zulassungsverfahren sowie auch die Immatrikulationsphase für das kommende Wintersemester 2020/21 betroffen.
Der Bewerbungszeitraum für das Wintersemester 2020/2021 wird zwischen 01. Juli und 15. September stattfinden.
Berührungslose Langzeitüberwachung der Atmung bei Kindern
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Die berührungslose Langzeitüberwachung von Säuglingen und Kleinkindern mit Atemwegserkrankungen ist das Ziel eines Forschungsprojekts, bei dem die TH Mittelhessen mit verschiedenen Partnern zusammenarbeitet. Dazu gehören das federführende Ingenieurbüro für Medizintechnik (IfM) in Wettenberg, die Kinder-Universitätsklinik Ostbayern in Regensburg und das Gießener Transmit-Zentrum für Bioakustik und Atemphysiologie. Verantwortlich an der THM ist Prof. Dr. Keywan Sohrabi vom Fachbereich Gesundheit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben, mit 1,1 Millionen Euro.
Erkrankungen der Atemwege gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden bei Kindern. Neben akuten spielen chronisch verlaufende Krankheiten eine große Rolle. So sind etwa zehn Prozent aller Kinder unter 15 Jahren von Asthma betroffen. In der Mehrheit der Fälle bricht die Krankheit vor dem fünften Lebensjahr aus. Sie wird allerdings häufig übersehen oder zu spät behandelt.
Medizintechnische Diagnoseverfahren zur Beurteilung der Atembeeinträchtigung stehen erst für Kinder ab fünf Jahren zur Verfügung. Sie liefern zudem nur Momentaufnahmen während der ärztlichen Untersuchung und lassen deshalb nur bedingt Rückschlüsse auf die Gesamtsituation im Alltag zu. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt darin, dass die Symptome der Erkrankungen wie Atemnot gehäuft in der Nacht auftreten. Sohrabi sieht daher „eine große diagnostische Lücke zur objektiven Erfassung schlafbezogener Atemwegssymptome sowie des Atemverhaltens insgesamt.“
Die Projektpartner wollen deshalb ein berührungsloses Langzeitmonitoring bei Säuglingen und Kleinkindern entwickeln. Dabei werden 3D-Kamera und Mikrofon eingesetzt. So sollen über Körperbewegungen, Körpertemperatur und Atemgeräusche verschiedene krankheitsrelevante Symptome wie zum Beispiel Husten erfasst, mittels künstlicher Intelligenz automatisch erkannt und bewertet werden.
Über einen Monitor erhalten Eltern und Ärzte auf einen Blick eine Darstellung dieser Ereignisse, können so Trends erkennen und Maßnahmen ergreifen. Darüber hinaus informiert eine mobile App, wenn kritische Situationen auftreten. Sie ermöglicht auch die standardisierte Erhebung von diagnostischen Daten durch die Eltern mittels eines elektronischen Fragebogens.
„Das neue System unterstützt und entlastet die Eltern. Mediziner erhalten ein objektives Langzeitmonitoring der Krankheitsaktivität, was die diagnostischen Möglichkeiten und die Therapieüberwachung deutlich verbessert“, so IfM-Geschäftsführer Klaus Brückner. „Das innovative Gesamtkonzept bietet das Potenzial einer nachhaltigen Verbesserung der Situation der kleinen Patienten und ihrer Angehörigen“, resümiert Sohrabi.
Das Vorhaben wird Ende 2021 abgeschlossen sein. Finanziert wird es im Rahmen des BMBF-Programms „Kleine Patienten, großer Bedarf – medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“.