Geschichtlicher Hintergrund 

Willy Robert Pitzer wurde am 23. März 1932 in der mittelhessischen Gemeinde Bad Endbach geboren und verstarb in Folge einer kurzen, schweren Krankheit am 10. Mai 2003 in Bad Nauheim. Seine Ehegattin Frau Erika Pitzer, geboren am 31. Mai 1931, verstarb ebenfalls nach kurzer, schwerer Erkrankung bereits am 04. Oktober 1991. Zu ihren Ehren und mit dem Ziel Menschen zu unterstützen, die von demselben Krankheitsbild betroffen sind, gründete Willy Robert Pitzer im Jahr 1995 die Erika-Pitzer Krebsberatungsstelle in Bad Soden-Salmünster, deren Standort den Ausbau von Beratungs- und Versorgungsangeboten insbesondere im ländlichen Raum stärken sollte. Eine Erweiterung des Angebotes wurde durch die Gründung des in Bad Nauheim ansässigen Erika-Pitzer-Begegnungszentrums erzielt, welches Raum für ein vielfältiges Portfolio an Kursen und Angeboten für die Bevölkerung bietet.

Willy Robert Pitzer selbst war Architekt von Beruf und begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehabilitationsklinik-Konsortiums, dessen Leitung er schließlich übernahm. Sein Nachlassvermögen vermachte er zu einem Großteil der im Jahr 2001 gegründeten gemeinnützigen Willy Robert Pitzer Stiftung, welche heute zu den größten Stiftungen des Landes Hessen gehört. Bezugnehmend auf die Herkunft und Lebensgeschichte des Gründers ist der Förderschwerpunkt der Stiftung stark wissenschaftlich-medizinisch geprägt und adressiert vornehmlich Projekte und Vorhaben mit regionalem Bezug zu dem Bundesland Hessen. Mit der Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Versorgungsforschung und Rehabilitation erfolgte auch die Gründung des Willy Robert Pitzer-Instituts für Versorgungsforschung und Rehabilitation im Jahr 2022 an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen, in welches unter anderem ein Großteil der erwirtschafteten Erträge der Stiftung fließt.

Im jährlichen Wechsel zeichnet die Willy Robert Pitzer Stiftung Projekte, Institutionen und Personen im Rahmen ihrer herausragenden Leistungen und/oder ihres Einsatzes und außergewöhnlichen Engagements im gesundheitlichen, sozialen und gesellschaftspolitischen Bereich mit dem Erika Pitzer Preis sowie dem Willy Pitzer Preis aus. Die Verleihung des Preises erfolgt in Gedenken an Frau und Herrn Pitzer im namentlichen Wechsel.

Der Vorstandsvorsitz der Willy Robert Pitzer Stiftung wird durch Rechtsanwalt und Notar a. D. Dr. Helmut Häuser aus Frankfurt am Main besetzt. Neben seinem Engagement für das Gemeinwohl und der Stiftungsarbeit für die Willy Robert Pitzer Stiftung widmet sich Dr. Häuser weiteren Stiftungen sowie kulturellen, sportiven und wissenschaftlichen Einrichtungen.