DSC2624              Bild: Drohnenstaffel der THM - FB Ges

Der Einsatz von Drohnen nimmt in vielen Bereichen der Wirtschaft eine stetig größere Rolle ein. Auch bei der Polizei, der Bundeswehr und im Rettungsdienst sowie im Katastrophenschutz sind vielfältige Einsatzbereiche für Drohnen bekannt, die es gilt, näher zu erforschen und zu optimieren.

Heute werden bei Behörden und Organisationen mit gemeinsamen Sicherheitsaufgaben (BOS) bei der Suche nach vermissten Personen Drohnen nur gelegentlich eingesetzt. Der Einsatz von Hubschraubern mit hochauflösenden Kameras ist zurzeit der Standard bei der Vermisstensuche. Aber dieser Einsatz ist kostenintensiv. Hier ist der Ansatz, durch geschulte Einsatzkräfte mit optimierter Drohnenausstattung eine Alternative zu bieten.

Bei Schadenlagen in einem großen Einsatzbereich bietet es sich an, mehrere Drohnen zeitgleich einzusetzen, die spezifische Abschnitte abfliegen und dabei die Befunde dokumentieren und über Funk an das Lagezentrum senden. Hier erfolgt dann zeitnah die Auswertung der Aufnahmen und die Ergebnisse fließen in die Befehlsgebung des Einsatzes ein.

Hier setzt die wissenschaftliche Arbeit des Schwerpunktes „Rettungsdienstmanagement“ im Fachbereich Gesundheit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen an. Eine Gruppe von inzwischen etwa 10 Wissenschaftlern beschäftigt sich mit der Optimierung der Nutzungsmöglichkeit von Drohnen, um zum Beispiel eine „Sweeping Triage“ durch Drohnen durchführen zu können. Patientinnen und Patienten werden durch den Drohnenführer in Augenschein genommen, einer ersten Sichtungsgruppe zugewiesen und markiert. Außerdem wird derzeit an der Frage gearbeitet, wie zeitgleich fünf oder mehr Drohnen ein bestimmtes Einsatzgebiet mit Wärmebildkameras nach vorgegebenen Algorithmen befliegen können, um vermisste Personen zu suchen oder ein Schadengebiet besser einschätzen zu können. Ein drittes Forschungsgebiet beschäftigt sich mit der Frage, wie effektiv Drohnen Lasten zu Einsatzstellen transportieren können. Hier sind zum Beispiel automatische externe Defibrillatoren (AED) oder medizinisch-technische Geräte wie zum Beispiel „Videolaryngoskope“ zu nennen.

Die Arbeitsgruppe der Technischen Hochschule Mittelhessen verfügt über unterschiedliche leistungsfähige Drohnen und arbeitet daran, die Effektivität dieser Geräte im Einsatz zu optimieren. Es handelt sich um eine spannende Arbeit, die mithilft, Ressourcen zu schonen und die die Arbeit von Hilfsorganisationen und Feuerwehren vor Ort zu unterstützen.

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Prof. Dr. med. Henning Schneider

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