Radon ist für den Menschen nicht wahrnehmbar. Es ist farblos und geruchslos.

Radon zerfällt in kurzlebige, radioaktive Zerfallsprodukte.  Diese Zerfallsprodukte lagern sich an Partikel in der Luft an und bilden ein Aerosol. Atmet man das Aerosol ein, verbleiben die Zerfallsprodukte in der Lunge und lagern sich dort ab. Das Radon selbst wird größtenteils wieder ausgeatmet.

Da die Zerfallsprodukte radioaktiv sind, kann ein Teil der entstehenden Strahlung in der Lunge biologisch wirksam werden und das Lungengewebe schädigen. Hohe Konzentrationen von Radon können somit das Lungenkrebsrisiko erhöhen.DNA

Studien haben gezeigt, dass sich das Lungenkrebsrisiko mit zunehmender Radonkonzentration in der Raumluft erhöht. Es steigt um etwa zehn Prozent je 100 Bequerel pro Kubikmeter Luft. In Deutschland liegt die Konzentration im Mittel bei etwa 50 Bq/m³ in Gebäuden und 10 Bq/m³ an der Aussenluft.

Es gilt zu beachten, dass sich die Eröhung des Lungenkrebsrisikos auf längere Zeiträume der Exposition bezieht.

Da sich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, zu anderen Risiken addiert, sind Raucher stärker betroffen als Nichtraucher.