• Für die Festlegung der Radonvorsorgegebiete wird repräsentativ die Radonkonzentration im Erdreich und in Innenräumen gemessen.
  • In Hessen gibt es nach derzeitigem Stand keine festgelegten Radonvorsorgegebiete.
  • Dies wird 2023 erneut überprüft, da die verschiedenen Messkampagnen noch laufen.

Das Land Hessen lässt im Rahmen einer groß angelegten Messkampagne statistisch repräsentativ über das gesamte Bundesland die Radonkonzentration in der Bodenluft messen. So soll die Datenlage für die Festlegung der Radonvorsorgegebiete optimiert werden. Diese umfassende Messkampagne wird von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) durchgeführt. Die geologische Betreuung übernimmt das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).

Die so gewonnenen Daten werden mit geologischen Informationen und Messwerten zu Radonkonzentrationen in Innenräumen verrechnet. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) errechnet daraus eine Vorhersagekarte für das Radonpotenzial. Dies ist ein Maß für die aus dem Boden austretende Menge an Radon. Darüber hinaus bestimmt das BfS einen Schwellenwert für das Radonpotenzial. In Radonvorsorgegebieten wird dieser Schwellenwert auf einem Großteil der Fläche überschritten. Das Ergebnis dieser Berechnungen des BfS, die Radonpotentialkarte für Deutschland, findet sich hier.

Um Radonvorsorgegebiet zu werden, muss das Radonpotenzial auf mehr als 75 % der Fläche eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt über dem Schwellenwert des BfS liegen. Aus der Radonprognosekarte des BfS können Sie ablesen, dass zurzeit kein hessischer Landkreis und keine kreisfreie Stadt in Hessen Radonvorsorgegebiet ist. Für eine exakte Erläuterung des Vorgehens bei der Festlegung der Radonvorsorgegebiete für Hessen verweisen wir auf die Homepage des hessischen Umweltministeriums:

https://umwelt.hessen.de/umwelt/kernenergie-strahlenschutz/strahlenschutz/festlegung-von-radonvorsorgegebieten-fuer-hessen

In Hessen hat kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Festlegung eines Radonvorsorgegebiets erfüllt. Somit wurden in Hessen im ersten Durchlauf keine Radonvorsorgegebiete festgelegt.

Die hessische Messkampagne zur flächendeckenden Bestimmung der Radonkonzentration in der Bodenluft läuft noch. Ziel ist es, mit deren Ende ausreichend Daten zu haben, um voraussichtlich Mitte 2023 mit dann verfeinerten Prognosen die Festlegung der Radonvorsorgegebiete für Hessen zu überprüfen.