Um den Radonschutz effektiv zu gestalten, werden ab 2021 bundesweit Radonvorsorgegebiete festgelegt.

In diesen Gebieten ist zu erwarten, dass mehr Gebäude als im Bundesdurchschnitt von erhöhten Radonkonzentrationen betroffen sind. Um dies herauszufinden hat das Land Hessen eine mehrjährige Bodenluftmesskampagne aufgelegt. Zusammen mit deutschlandweit durchgeführten Innenraummessungen werden so die Gebiete definiert, in denen ca. 10 % der Gebäude Radonkonzentrationen über 300 Bq/m³ aufweisen.

In diesen Gebieten gelten dann weitreichende Regelungen, um die Radonbelastung der Bevölkerung zu verringern. So muss an allen Arbeitsplätzen und in Aufenthaltsräumen die Radonkonzentration bestimmt werden. Bei Überschreitung der 300 Bq/m³ müssen Maßnahmen zu Senkung ergriffen werden. Für Neubauten und Sanierungen gilt, dass Maßnahmen über den normalen Feuchteschutz hinaus getroffen werden müssen.  Ziel dieser Maßnahmen ist, das Eindringen von Radon in das Gebäude zu hemmen oder ganz zu verhindern.