Das Strahlenschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung stärken den Schutz der Beschäftigten vor Radon an ihren Arbeitsplätzen. In Radon-Arbeitsfeldern, das sind Wasserversorgungsunternehmen, untertägige Bergwerke, Besucherbergwerke, Schauhöhlen sowie Radonheilbäder und Radonheilstollen, besteht der Radonschutz schon seit 2001. Nun gilt für alle Arbeitsplätze ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3).

Das Strahlenschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, ihre Beschäftigten an bestimmten Arbeitsplätzen vor Radon zu schützen:

  • Arbeitsplätze in Radon-Arbeitsfeldern und
  • Arbeitsplätze in Radon-Vorsorgegebieten.

Auch an allen anderen Arbeitsplätzen sollte Radon ein Thema im Rahmen des Arbeitsschutzes sein. Die Radonkonzentration in Innenräumen und somit an Arbeitsplätzen kann sehr unterschiedlich sein, unabhängig davon wie viel natürliches Radon im Untergrund vorkommt. Denn die Radonkonzentration hängt neben dem geologischen und baulichen Untergrund von vielen Faktoren, wie dem Zustand des Gebäudes oder dem Nutzungsverhalten, ab. Eine Vorhersage der Radonkonzentration in einzelnen Gebäuden ist nicht möglich. Außerhalb der Radon-Vorsorgebiete empfiehlt es sich daher, ebenso zu messen. Nur eine Messung schafft Gewissheit, ob der Referenzwert von 300 Bq/m3 eingehalten wird.

 

Arbeitsplätze in Radon-Arbeitsfeldern

An Arbeitsplätzen in Radon-Arbeitsfeldern muss die Radonsituation neu bewertet werden. Nach Anlage 8 Strahlenschutzgesetz sind dies Arbeitsplätze in:

  • Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung,
  • untertägigen Bergwerken, Besucherbergwerken, Schächten sowie Höhlen und
  • Radonheilbädern oder Radonheilstollen.

Arbeitsplätze in Radon-Vorsorgegebieten

In Radon-Vorsorgegebieten müssen Arbeitgeber die Radonkonzentration an allen Arbeitsplätzen im Erd- und Kellergeschoss messen oder messen lassen.

Radonkonzentration messen

Für Radonmessungen an Arbeitsplätzen müssen Messgeräte von einer anerkannten Stelle verwendet werden. Bewährt haben sich sogenannte Exposimeter. Ein Messzeitraum von zwölf Monaten ist gesetzlich vorgeschrieben. Das Strahlenschutzgesetz gibt Fristen vor:
Bis spätestens 18 Monate nach

  • Inkrafttreten der Festlegung der Radon-Vorsorgegebiete oder
  • Beginn der Arbeit an einem neuen Arbeitsplatz

muss die zwölfmonatige Radonmessung an Arbeitsplätzen erfolgt sein. Deshalb muss die Messung spätestens sechs Monate nach den oben genannten Ereignissen starten. Die Ergebnisse müssen fünf Jahre aufbewahrt werden.