Nicht als Klassenverband, sondern aus eigenem Interesse an Technischer Informatik machte sich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach auf den Weg an den Campus Friedberg der Technischen Hochschule Mittelhessen. Begleitet wurden sie von zwei Lehrkräften, die sich ebenfalls intensiv für die behandelten Themen interessierten.

Der Kontakt und die Vorbereitung des Besuchs erfolgten gemeinsam mit dem Team der Studienberatung der THM. Zum Auftakt stand für die Gruppe zunächst die Frage im Mittelpunkt, wie aus persönlichen Interessen eine passende Studienentscheidung werden kann. In einem interaktiven Vortrag zum Thema "Studienwahl" gab Kristin Meier den Schülerinnen und Schülern Orientierung und Gelegenheit, sich mit den eigenen Vorstellungen für die Zeit nach der Schule auseinanderzusetzen.

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Anschließend übernahm Prof. Dr. Hartmut Weber und widmete sich mit der Gruppe ausführlich der Künstlichen Intelligenz und der Technischen Informatik. Unter dem Titel "KI: Problemlöser oder Problemschaffer?" ging es dabei nicht nur um die Möglichkeiten aktueller KI-Systeme, sondern auch um ihre Grenzen und die Fragen, die ihr Einsatz mit sich bringt.

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Besonders praktisch wurde es beim Einblick in die Arbeit des Labors Computer Vision. An Beispielen und eigenen Versuchen konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, wie Computer Informationen aus Bildern gewinnen – etwa bei der Gesichtserkennung oder der Bestimmung der Blickrichtung von Augen. Damit erhielten sie einen direkten Eindruck von Themen, die im Labor in Forschung und Lehre bearbeitet werden. Dazu gehören unter anderem neuronale Netze für KI-Anwendungen in der Bildverarbeitung und in der mobilen Robotik, wobei leistungsfähige GPU- und Edge-AI-Systeme zum Einsatz kommen.

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Mindestens ebenso wichtig wie die vorbereiteten Inhalte waren die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Prof. Dr. Weber hatte die Gruppe gleich zu Beginn ausdrücklich dazu eingeladen, jederzeit nachzufragen und eigene Gedanken einzubringen. Diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt, sodass sich neben Vortrag und praktischen Einblicken immer wieder Gespräche rund um KI, Informatik, Studium und aktuelle technische Entwicklungen ergaben.

Nach rund vier Stunden Programm endete ein Vormittag, der deutlich machte, wie vielfältig Technische Informatik sein kann – von grundlegenden Fragen zur Studienwahl bis hin zu konkreten Anwendungen moderner KI.

Ein besonderer Dank gilt Lea-Sophie Fleck und Kristin Meier für die Organisation, Vorbereitung und Durchführung des Besuchs sowie Prof. Dr. Hartmut Weber und Laboringenieur Severin Stahl für ihren Enthusiasmus, jungen Menschen technische Themen anschaulich näherzubringen, ihre Neugier zu fördern und ihnen spannende Wege in Studium und Technik aufzuzeigen.

Wir freuen uns über das große Interesse und sagen: Kommt gerne wieder an die THM nach Friedberg!

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