Am 30. Juni 2017 wurde der, von Prof. Dr.-Ing. Arndt gestellte, Förderantrag für Forschungen an vernetzten Mediensensoren und deren Anwendung in Wohngebäuden genehmigt. Die Laufzeit des Vorhabens beträgt 12 Monate und der Start wird zum Wintersemester 2017/18 erfolgen.

Unter Mediensensoren werden hierbei Sensoren verstanden, die für die Bestimmung und Überwachung von Gasen oder Flüssigkeiten herangezogen werden können. Für den Gebäudebereich sind hierbei insbesondere Luftqualitätssensoren, Partikelsensoren für Stäube oder Pollen, VOC-Sensoren (VOC = Volatile Organic Compounds), Schadgassensoren (z.B. für Ozon) und Wasserqualitätssensoren relevant.
Mit Hilfe solcher Sensoren lässt sich der Zustand lebenswichtiger Medien bestimmen. Über eine Integration in Gebäudemanagementsysteme kann sich das System Haus an den Zustand dieser Medien anpassen. So können zum Beispiel Filter, oder Reinigungsvorrichtungen zugeschaltet werden, die Regelung der Lüftungsanlage angepasst werden, oder eine Warnung an die Bewohner gesendet werden.
Solche Lösungen sind insbesondere in Gegenden von Interesse, in denen eine hohe Umweltverschmutzung und/oder eine schwankende Luft- oder Trinkwasserqualität vorherrscht.

Ziel der Forschungsaktivitäten ist es, erste vernetzte Sensorsysteme über das Internet der Dinge (IoT) aufzubauen und Messungen sowohl im Labor, als auch im Feld durchzuführen. Hierfür soll auf kommerziell verfügbare Sensoren zurückgegriffen werden, um nach Abschluss der Arbeiten einen kurzfristigen Transfer in kommerzielle Produkte ermöglichen zu können. Die Datenauswertung wird sowohl mit lokalen Werkzeugen, als auch mit cloud basierten Anwendungen erfolgen. Hier können beispielsweise Plattformen aus dem Bereich des maschinellen Lernens zur Anwendung kommen.

Aufbauend auf den Forschungsaktivitäten werden von Prof. Arndt weiterführende Kooperationen mit industriellen Partnern oder Forschungsinstituten angestrebt.

Um einen engen Bezug zur Lehre am Fachbereich IEM zu gewährleisten, werden Ergebnisse der Forschungen in die Vorlesungen von Prof. Arndt einfliessen, als auch Themen für praktische Arbeiten von Studierenden angeboten werden. Darüber hinaus wird es mehrere Stellen für studentische Hilfskräfte im Forschungsvorhaben geben.