Nach dem gelungenen Einstieg in GettING Started wurden im Verlauf des Wintersemesters 2018/19 weitere grundlegende elektrotechnische Kenntnisse praktisch vermittelt. Unter dem Mentoring von Sören Fröhlich und Johannes May konnten die auf Lochraster-Platinen aufgebauten Schaltungen von den Studierenden eigenständig erfolgreich in Betrieb genommen werden. Dieses Erfolgserlebnis führte zum von der THM erhofften positiven Feedback eines Studierenden: „Es war sehr interessant und hilfreich, die Inhalte, die in der Vorlesung erzählt werden, praktisch zu erleben und damit zu arbeiten“. Gelobt wurde von einem anderen GettING Started-Studierenden die Möglichkeit zum „entspannten Arbeiten" im Elektronik-Labor des Fachbereichs IEM.

socketpanel

An den selbst hergestellten Schaltungen konnten die Studierenden Messungen von Spannungen, Strömen und Widerständen durchführen. Um die gemessenen Spannungs- und Stromwerte verifizieren zu können, wurden die Schaltungen an den Labor-Rechnern mittels der Software LTSpice simuliert. Mentor Sören Fröhlich unterstützte durch seine einführenden Erläuterungen den Einstieg in die leicht zu bedienende Software. Die Studierenden merkten sehr schnell, dass LTSpice als nützliches Werkzeug und Hilfsmittel in höheren Fachsemestern von großem Nutzen sein wird.

Die Simulationssoftware LTSpice der Firma Analog Devices steht allen Elektrotechnik- und Elektronik-Interessierten zum kostenlosen Download zur freien Verfügung.

Die erhaltenen und verifizierten Messergebnisse bestätigten nicht nur das Ohmsche Gesetz, sondern vertieften studierendenseitig auch die Kenntnisse über das erste und zweite Kirchhoffsche Gesetz. Ein Student meinte diesbezüglich: „Durch das praktische Arbeiten im sonst theoretischen Studium mittels praxisnaher Beispiele kann grundlegendes elektrotechnisches Wissen erworben werden“.

In nachfolgenden Übungen beschäftigten sich die GettING-Started-Studierenden mit den Themen Temperaturabhängigkeit von Widerständen, Ladung und elektrische Leistung. Ein weiteres wichtiges Thema stellte der „belastete Spannungsteiler“ dar. Dazu wurde ein Potentiometer nacheinander mit fünf unterschiedlich großen Widerständen belastet und jeweils die Spannung über dem jeweiligen Lastwiderstand bei zehn verschiedenen Potentiometer-Einstellungen gemessen. Die Messwerte wurden in eine Excel-Tabelle überführt und anschließend die Spannungsverläufe der unterschiedlichen Lastwiderstände in Abhängigkeit von der Potentiometer-Einstellung als Kennlinie grafisch dargestellt. Die Studierenden sollten bei der Auswertung dieser Übung erkennen, dass die Belastung eines Spannungsteilers mit kleinen ohmschen Widerständen zu einem nichtlinearen Spannungsverlauf am jeweiligen Lastwiderstand führt.