Wenn sich Menschen, die beruflich in der Gebäudeautomation tätig sind, über ihr Berufsfeld äußern, entsteht ein facettenreiches Bild. Wichtige Aspekte der GA‑Branche werden dabei beleuchtet. Diese Ansichten stehen stellvertretend für viele andere. Wenn bei diesen persönlichen Meinungsäußerungen die Faszination deutlich wird, die von der Gebäudeautomation ausgeht, schwingt häufig die Zufriedenheit mit der eigenen Berufstätigkeit mit. Die Möglichkeit, an interessanten und anspruchsvollen Projekten mitarbeiten zu können, führt dazu, dass diese Menschen auch nach vielen Jahren der Berufstätigkeit mit ihrem Herzblut dabei sind.

"Intelligente, vernetzte Automationssysteme sind heute aus modernen Bürogebäuden, Hotels, Einkaufszentren, Produktions- und Lagerhallen nicht mehr wegzudenken. Im Gegenteil: Hard- und Software dieser Systeme entwickeln sich rasend schnell weiter, ständig werden neue Technologien integriert. Ein Studium der Gebäudeautomation legt die solide Basis, um diesen spannenden, innovativen und zukunftssicheren Bereich der Automatisierungstechnik erfolgreich mitgestalten zu können" (Jens Uhlemann, SBC Deutschland GmbH).

"Die architektonische Ästhetik, die ein Gebäude ausstrahlt, ist nur ein Teilaspekt. Genauso wichtig und unverzichtbar sind eine sichere Gebäudestatik sowie eine große Anzahl an vielfältigen Funktionen und Prozessen, die das Gebäude beleben und es überhaupt erst nutzbar machen.
Vergleichen wir ein Haus mit einem Lebewesen, wird uns bewusst, dass es durchdrungen ist von Versorgungssträngen, die den Adern gleich kommen. Ähnlich den inneren Organen regeln und halten Aggregate, wie z. B. Pumpen und Ventile, den Energietransport in Bewegung. Es gibt Aggregate, die Energie erzeugen und wandeln oder die Versorgung mit sauberer, sauerstoffreicher Frischluft sicherstellen.
Feine Sensoren detektieren Zustände wie Bewegung, Temperatur, Feuchte, Energiegehalt und Verbrauch oder Luftqualität und Verunreinigung. Kommt diese Sensorik den fünf Sinnen gleich, so bildet die Aktorik alle notwendigen Bewegungsapparate ab. Die energetische Versorgung eines Gebäudes wiederum ähnelt den bekannten Ernährungsprinzipien.
Damit das Zusammenwirken aller Funktionen zur Nutzung und Lenkung der Energie optimal erfolgt, ist ein Gehirn, die Gebäudeintelligenz, zwingend notwendig. Deshalb ist die Gebäudeautomation unbestritten eine der Königsdisziplinen am Bau – sie hat stets alle Gewerke wie Heizung-, Lüftungs-, Kälte- und Elektrotechnik ganzheitlich im Blick" (Stephan Müller-Gerwers, WSCAD electronic).

"Zuverlässige Mess- und Regeltechnik ist für ein effizientes Energiemanagement unerlässlich. Bei zunehmender Gebäudeautomatisierung und Fernüberwachung gewinnt außerdem die Vernetzbarkeit von Reglern und Sensoren immer mehr an Bedeutung. Busfähigkeit wird zum Muss" (Tino Schulze, S+S Regeltechnik).

"Für die gesamte Technische Hochschule Mittelhessen stellt das Studienangebot Gebäudeautomation einen Gewinn dar, weil es das Hochschulprofil der THM-Säule ‚Gebäude’ abrundet. Auf diese Weise werden die THM-Studiengänge Bauingenieurwesen, Architektur, Energiesysteme und Facility Management hervorragend ergänzt" (Klaus Behler, THM).

"Die Steuerung und Regelung der kompletten Infrastruktur Frankfurter Hochhäuser begeistert mich immer wieder. Dazu müssen zehntausende Datenpunkte erfasst und verarbeitet werden. Die hierfür erforderliche reibungslose Zusammenarbeit zahlreicher Prozessoren innerhalb eines Rechnerverbunds stellt GA‑Ingenieurinnen und GA‑Ingenieure vor große Herausforderungen. Derartig komplexe Aufgabenstellungen erfolgreich gelöst zu haben, lässt jeden Arbeitnehmer mit ein wenig Stolz auf die eigene berufliche Leistung blicken. Hinzu kommt, dass durch solche berufliche Aufgaben eine aktive Beteiligung am langfristig angelegten gesellschaftlichen Projekt ‚Energiewende’ möglich ist" (Thomas Petrasch, THM).