Crowdsourcing

Das Logo von tinyCampus bildet mittels Negative Space den Buchstaben C und repräsentiert gleichzeitig eine gebäudeartige Struktur, die nach vorne hin geöffnet ist.

tinyCampus hat jetzt eine eigene Website!

 

Aus aktuellem Anlass:

tinyCampus ist für den Innovationspreis für digitale Bildung delina 2020 nominiert worden. Am 29. Januar 2020 findet die Preisverleihung für den Gewinner auf der LEARNTEC-Messe statt.

Über das Projekt

Aktuell existiert keine adäquate Crowdsourcing-Plattform, die an der Hochschule zu Einsatz kommen kann. Aus diesem Grund entwickeln wir mit einem einzigartigen Team aus Studierenden und Mitarbeiter*innen die mobile Plattform tinyCampus für Android- und Apple-Smartphones.

Diese kann zunächst speziell auf die THM zugeschnitten zum Einsatz kommen, soll aber auf jede andere Hochschule übertragbar sein. Die Entwicklung einer Plattform ist mit komplexen Prozessen und einem langen Produktionszeitraum verbunden und es bedarf eines agilen, stabilen und spezialisierten Teams in den unterschiedlichen Disziplinen der Softwareentwicklung um erfolgreich zu sein. Hinzu kommen Anforderungen wie Nachhaltigkeit und modulare Anpassbarkeit. 

tinyCampus bietet viele Module, darunter FAQ, Stundenplan, Visitenkarten und Features wie Timeline und einen anpassbaren Homescreen.

Unsere Ziele

  1. Entwicklung der mobilen Plattform tinyCampus
  2. Aufbau eines agilen Entwicklerteams aus Studierenden und Mitarbeiter*innen
  3. Entwicklung eines Leitfadens für die Zusammenarbeit

 

Was ist Crowdsourcing?

„Crowdsourcing ist die Auslagerung von Teilaufgaben an eine Gruppe freiwilliger User über eine Plattform..."

Was sind Teilaufgaben?

Teilaufgaben sind kleine Aufgaben, die einer bestimmten Personnengruppe gestellt werden, die aufgrund ihres Spezialwissens oder ihrer Zugehörigkeit zu einer Zielgruppe in der Lage ist dem Fragesteller zu helfen oder andere Aufgaben zu lösen. Der Fragesteller wird als Crowdsourcer bezeichnet. Folgende Bereiche werden beim Crowdsourcing abgedeckt:

  • Creation
    Aktive Mitarbeit | Arbeiten an kreativen Lösungsansätzen | Einbringen von Know-How
  • Knowledge
    Zielgruppenspezifisches Wissen | Schwarmwissen
  • Feedback
    Bewertung | Validierung
  • Funding
    Hochschul-Projekte | Gemeinnützige Projekte | Veranstaltungen

Wer sind freiwillige User?

Crowdsourcing basiert immer auf Freiwilligkeit. Damit diese erfolgt, müssen die User motiviert werden und gegebenfalls auch eine angemessene Belohnung für die Zeit erhalten, die sie aufgewendet haben zu helfen. Die User setzen sich immer aus einer klar definierten Zielgruppe auseinander. Das bedeutet, Aufgabe und Zielgruppe müssen immer zusammen passen. An der THM möchten wir alle Gruppen von Studierenden erreichen und gerne auch Lehrende und Mitarbeiter*innen ansprechen.

Was ist eine Plattform?

Die Plattform ist das Medium, über das die Crowdsourcer und User miteinander kommunizieren. Sie funktioniert bidirektional, das bedeutet, Sourcer und User können in beide Richtungen miteinander Kontakt aufnehmen. Die Plattform ist eine mobile Webanwendung oder App, die speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten wurde. Sie muss auf die Zielgruppe maßgeschneidert werden und neben den eigentlichen Aufgabenbereichen weitere Anreize bieten um konkurrenzfähig zu sein. Die besten Plattformen bieten ihren Usern einen Mehrwert, wie Kontakt zu einer Community oder Spezialinformationen, neben den eigentlichen Aufgabenstellungen.

Unsere Crowdsourcing App: tinyCampus - Dein mobiler Campus

tinyCampus ist eine modulare Hochschul-App, die speziell auf Studierende zugeschnitten ist. Sie bietet eine breite Palette an Informationsangeboten - sei es über offizielle Kanäle oder die Community und auf ihr können alle Crowdsourcing Modelle bespielt werden.

Unsere Unique-Selling-Points

tinyCampus bietet eine einzigartige Plattform, die von uns an der THM entwickelt wird. Einzigartig bedeutet:

  • 100% zielgruppenorientierte Entwicklung von Studierenden für Studierende
  • Customization sowohl auf technischer als auch auf User-Ebene
  • Crowdsourcing und Belohnungsmodelle für aktive Mitarbeit
  • Bidirektionale Kommunikation

Wofür steht tinyCampus?

Ein Campus ist mehr als ein Gebäudekomplex für die Lehre und Forschung - hier finden Begegnungen statt, werden Kontakte geknüpft und Informationen ausgetauscht. tinyCampus ist der digitale Campus für die Tasche, modern, locker aufgebaut und auf Studierende zugeschnitten. Die Inhalte sind aktuell, geprüft und du bestimmst welche Informationen dich erreichen.

Wer entwickelt tinyCampus?

100% zielgruppenorientierte Entwicklung von Studierenden für Studierende

Unser Team vereint Bachelor- und Master-Studierende der Fachrichtungen Informatik, Social-Media-Systems, Wirtschaft und Eventmanagement sowie wissenschaftliche Mitarbeiter*innen mit Erfahrung in der industriellen Softwareentwicklung. Die Produktionsbereiche arbeiten nach aktuellen Vorgehensmodellen zusammen (Tailored Scrum/Kanban). Wir verwenden State of the Art-Technologien wie Adobe XD, Google Flutter, Spring Boot und Docker. tinyCampus wird an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Rahmen des Projekts Klasse in der Masse (KiM) von 2017 bis Ende 2020 entwickelt.

Was bedeutet modulare Hochschul-App?

Customization sowohl auf technischer als auch auf User-Ebene

Die mobile Plattform besteht aus einem feststehenden Grundgerüst. Dieses umfasst den Homescreen (Darstellung aller genutzten Module), die Timeline (Chronologische Anzeige aller Aktivitäten), Crowdsourcing (Aktive Mitarbeit) und ein Redaktionssystem (Bereitstellung der Inhalte). Alle anderen Angebote können individuell erstellt und gegebenenfalls zu jeder Zeit an- und abgeschaltet werden. Die Entwicklung dieser Angebote erfolgt nach einem festen Regel- und Entwicklungssystem. So kann nicht nur eine Hochschule die App nach und nach auf ihre Bedürfnisse anpassen, sondern auch die User können zu jeder Zeit wählen, welche der von ihrer Hochschule bereit gestellten Angebote sie nutzen wollen.

Was zeichnet tinyCampus gegenüber Webplattformen aus?

  • Offline Verfügbarkeit
    Pendler im Funkloch können die wichtigsten Funktionen ohne Netz aufrufen
  • Performance
    Kurze Ladezeiten, da alle Assets (Grafiken, Text etc.) im Gerät gespeichert sind
  • Background Services
    Push-Benachrichtigungen und Hintergrund-Synchronisation
  • Individualisierung
    Individuelle Konfigurierbarkeit und Personalisierung ist möglich
  • Informationssicherheit
    Alle Inhalte sind redaktionell geprüft, um falsche Informationen zu vermeiden
  • Vereinheitlichung
    Die wichtigsten Hochschulservices in einer App

Was unterscheidet tinyCampus von anderen Hochschul-Plattformen?

  • Wir entwickeln zu 100% zielgruppenorientiert von Studierenden für Studierende. Keine andere Plattform dieser Art beteiligt Studierende auf Augenhöhe an allen Entwicklungsbereichen.
  • Wir führen regelmäßige Usability-Tests durch. Die positive User-Experience durch intuitive Nutzung, frustfreie Navigation, ansprechende Grafiken, Verfügbarkeit und Aktualität der Inhalte ist unser oberstes Ziel.
  • Unser Team besteht aus allen Departments, die eine moderne Softwareentwicklung umfasst: Programming, Producing, Art, Design und Quality-Assurance.
  • Wir arbeiten modular, jedes Element der App kann ausgetauscht und angepasst und somit eine schnelle Reaktion auf Trends und Feedback garantiert werden.
  • Wir arbeiten transparent in einem offenen Produktionsprozess. Wir suchen keine Insellösung, sondern sind für jede Art der Kooperation innerhalb und außerhalb der Hochschule offen.
  • Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal ist die Implementierung eines Crowdsourcing Systems. Die Masse der Studierenden wird aktiv an der Weiterentwicklung ihrer Hochschule beteiligt.

Warum spielt Zeitersparnis, Informationssicherheit und das Interface eine so wichtige Rolle?

Zeit und deren Ersparnis ist eine der wichtigsten Faktoren der Digitalisierung. Informationen, die vorher nur schwer zugänglich waren, verbreiten sich nun in Kürze über Google, Wikipedia oder WhatsApp. Oft stellt sich jedoch die Frage, wie sicher und wie alt diese Informationen sind. Betrachtet man die Hochschule, stellen sich zudem weitere Fragen: Sind sichere, ganz spezielle, Informationen zum eigenen Campus aufzufinden? Wie lange benötigt man, um diese Informationen zu erhalten? Wie stabil muss dazu die Datenverbindung sein? Gibt es überhaupt zeitnahe Mikroinformationen auf der entsprechenden Website, die Auskunft über die Parksituation oder offene Hilfskraftstellen innerhalb der Hochschule geben? Selbst wenn all diese Informationen auf einer Website der Hochschule vorhanden sind, sind sie nicht auf alle Nutzer individuell zugeschnitten. Zudem sind die Seiten oft nicht für mobile Endgeräte optimiert und die Darstellung ist unvollständig oder viel zu groß, um bei schlechtem Mobilfunkempfang überhaupt geladen zu werden.

Wann wird die Plattform zur Verfügung stehen?

Die Plattform wird zum ersten Mal am 20./21. November 2019 bei der "Think Big, Build Small - App Developer Connference" dem Publikum präsentiert. Danach wird sie Schritt für Schritt in 2020 um die Crowdsourcing-Module erweitert. Ziel ist es, sie zum Ende des KiM-Projekts stabil in die Hochschule integriert zu haben.

Auf welchen Systemen wird tinyCampus zur Verfügung stehen?

tinyCampus wird für Android und Apple iOS entwickelt.

Für wen wird tinyCampus entwickelt?

Die Plattform wird für die THM maßgeschneidert entwickelt, jedoch wird gemäß dem Auftrag der Qualitätspakts-Lehre berücksichtigt, dass die App auf jede andere Hochschule oder Bildungseinrichting übertragen werden kann.

Wie sind wir vernetzt?

Das Projekt-Crowdsourcing ist gut mit der Hochschule vernetzt. Wir arbeiten gemeinsam mit dem Präsidium, dem Campus-Management, der AG Neue-Medien und Zentren wie dem ZQE oder ZekoLL. Über die Studierenden haben wir gute Kontakte in die Fachbereiche und vor allem zu den Fachschaften der THM. Speziell die Fachschaft MNI ist über eine lange Zeit ein dauerhafter und aktiver Partner. Eng arbeiten wir auch mit dem Verbundprojekt digLL (Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen) zusammen um etwa über gemeinsame Schnittstellen und Informationsaustausch von Anfang an zu sprechen.

Nachhaltigkeit

Wir planen 2019 im Rahmen eines Folgeantrags die Finanzierung über Ende 2020 zu sichern.

Qualitätsentwicklung für die THM gemeinsam mit Studierenden auf Augenhöhe

Wir reden nicht über Digitalisierung an der Hochschule, sondern tragen aktiv dazu bei.

Das Studium ist der Hauptjob, die App-Entwicklung der Nebenjob

Wir haben uns im Team für agile Entwicklungsstrukturen wie Scrum und Kanban entschieden und schnell festgestellt, dass die Methoden sich nicht ohne weiteres an ein Hochschulteam wie unserem übertragen lassen. Warum? Bei uns arbeiten Studierende zwischen 20 und 80 Stunden im Monat. Unser Team besteht aus Mitgliedern unterschiedlicher Studiengänge, Semesterzahlen und Standorte und festangestellte Mitarbeiter*innen.
Anders als in vielen anderen Hochschulprojekten sind in dem Crowdsourcing-Team Studierende an allen Entscheidungsprozessen beteiligt und treffen selbstständig Entscheidungen, die die Produktion maßgeblich beeinflussen. Damit eine wirkliche Augenhöhe stattfinden kann, haben wir Mechanismen und Regeln der Zusammenarbeit aufgestellt, klar Kompetenzen und Verantwortung benannt und vergeben. Es geht darum agile Managementstrukturen, höchste Qualitätsansprüche und Zeitmanagement zu berücksichtigen und gleichzeitig die Verpflichtung, Rücksicht auf das Studium und die begrenzte Zeit der Studierenden zu nehmen.

Erfolgskriterien der Zusammenarbeit

 Als wichtigsten Schlüssel für die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit im Team benennen die Studierenden die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und Mitspracherecht in allen Entwicklungsbereichen zu haben. Hinzu kommen folgende Faktoren:

  • Ein „heißes“ und aktuelles Thema (Digitalisierung/App-Entwicklung)
  • Professionelle und erfahrene Projektbegleitung
  • Arbeiten mit cutting-edge Technologien (Flutter/Dart/Docker)
  • Vereinbarkeit von Studium und Projekt (Klausurwochen/Hilfskraftverträge)
  • Arbeit ist relevant für die Hochschule (THM-App/Crowdsourcing)
  • Dedizierte Weiterbildung durch interne- und externe Spezialisten (go.thm.de/projekt-planet)
  • Neustes technisches Equipment
  • Gute und ansprechende Räumlichkeiten

Falls Fragen und Wissenslücken im Team bestehen, ziehen wir über eine Veranstaltungsreihe (go.thm.de/projekt-planet) Lehrende der THM oder externe Spezialisten hinzu.

Woher kommen unsere Studierenden?

Wir fragen nicht aus welchem Studiengang ein potentielles Teammitglied kommt, sondern was sie oder er kann oder können möchte. Es zählt vor allem die Bereitschaft, sich ins Team zu integrieren und seiner vereinbarten Rolle gerecht zu werden. So haben wir ein fach- und auch hochschul-übergreifendes Team geschaffen, das mittlerweile auch in anderen Bereichen wie Gremien und Fachschaften miteinander sich aktiv an der Hochschule einsetzt.

  • Fachbereich MNI (Gi): Informatik | Ingenieur-Informatik | Bioinformatik | Social Media Systems
  • Fachbereich IEM (Fb): Medieninformatik
  • Fachbereich MND (Fb): Wirtschaftinformatik
  • Fachbereich W: Betriebswirtschaft
  • Fachbereich MUK (Gi): Eventmanagement und -technik
  • Fachbereich ME (Gi): Maschinenbau
  • Justus-Liebig Universität: Jura, Erziehungswissenschaften und Ernährungswissenschaften

Welches Semester haben unsere Studierenden?

Ob Erstsemester, mitten im Studium, im Praktikum, in der Bachelor- oder Masterthesis-Phase oder nach dem Studium - im Projekt-Crowdsourcing können wir Studierenden und Absolventen einen Platz in jeder Phase des Studiums anbieten und die Chance geben, innerhalb des Projektes zu wachsen.
Studierende sind als studentische Hilfskräfte zwischen 20-80 Stunden im Monat, als Praktikanten oder im Rahmen ihrer Bachelor- oder Masterthesis bei uns aktiv. Besonders stolz sind wir auf die beiden Abschlussarbeiten, die im Rahmen des Projekts entstanden sind und mit einer sehr gut-Note abgeschlossen wurden.

Wie groß ist unser Team?

Die Maßnahme Crowdsourcing besteht aktuell aus einem Team aus 24 Studierenden und 2 wissenschaftlichen Mitarbeitern. Wir arbeiten im Team in unterschiedlichen Departments mit klarer Rollen- und Verantwortungsverteilung nach agilen Software-Entwicklungsmethoden. Fluktuation haben wir kaum oder kontrolliert. Bei uns ist es üblich, dass man seine Tätigkeit für eine Praxisphase unterbricht oder die Anzahl der Stunden je nach Studiumslast anpassen kann.