Nachdem im Mai letzten Jahres eine Delegation der Universität Mostar (SuM) die THM in Friedberg besuchte, um feierlich einen Kooperationsvertrag zu unterzeichneten, reisten Herr Ulm und Herr Breuer vom Fachbereich M nun für drei Tage zur dortigen Fakultät für Maschinenbau und Elektrotechnik. Anlass war unter anderem der gemeinsam erstellte Erasmus+-Antrag zur Förderung der studentischen Mobilität und dem Austausch von Dozenten.

Gespräche mit Kollegen und Kolleginnen der Fakultät zeigten große Gemeinsamkeiten in den Lehr- und Forschungsbereichen. Entsprechend interessiert zeigten sich die Dozenten und Dozentinnen an einem fachlichen Austausch mit der THM, insbesondere auf den Gebieten der Fahrzeugmechatronik, der Mechanik und Betriebsfestigkeit sowie der Schwingungstechnik. Darüber hinaus plant die Universität Mostar den Aufbau von dualen Studienangeboten gemeinsam mit regionalen Unternehmen. Aus diesem Grund wurde der Besuch ebenso genutzt um zwei weltweit agierende Maschinenbau-Unternehmen zu besichtigen und über die dualen Studienmodelle des Fachbereichs M zu diskutieren. Die Firma FEAL (www.feal.ba), die sich auf die Entwicklung und Produktion von Aluminiumsystemen und Produkten spezialisiert hat, sowie die Firma SIK (www.sik.ba) aus dem Bereich des Sondermaschinenbaus ermöglichten anschließend eine ausführliche Führung durch deren Produktion.

Mostar Bilder

Ziel der Reise war es aber auch den weiteren Aufbau eines neu eingerichteten Motorenprüfstandes zu unterstützten. Gefördert vom Hyundai Motor Europe Technical Center in Rüsselsheim und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ soll durch diesen modernen Antriebsprüfstand die Lehr – und Forschungskompetenz im Bereich der Fahrzeugmechatronik gestärkt werden.

Trotz des strammen Besuchsprogramms blieb aber auch etwas Zeit, um in die Historie und die Kultur der Stadt einzutauchen. Mostar – knapp 100 km östlich der Adriaküste und im Kessel zwischen jetzt noch schneebedeckten Bergmassiven gelegen ist als sonnenscheinreichste Stadt in Bosnien und Herzegowina geführt und gehört zu den wärmsten Städten in Europa. Die wunderschöne und gleichzeitig sehr geschichtsträchtige Altstadt mit ihrer symbolträchtigen Brücke zeigte sich bei strahlender Sonne von seiner besten Seite, erinnerte aber auch gleichzeitig überall an die Narben des Krieges.