Auf dem 31th DAAAM International Symposium on Intelligent Manufacturing & Automation der THM-Partneruniversität Sveučilište u Mostaru - SUM, Mostar, Bosnien, präsentierten (online) M.Sc. Steffen Theiß vom Fachbereich M zusammen mit Prof. Dr. Claus Breuer und dem Projektpartner Dipl.-Phys. Johannes Ullrich (TCU) die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes. Dabei geht es um den Einsatz eines 2-Takt-Diesel-Fahrzeuges, das mit modernster Technologie eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber herkömmlichen Antriebskonzepten verspricht.

Durch Umbau eines Serienfahrzeuges konnten schon im frühen Projektstadium an einem Prototyp eine Stickoxid-Reduzierung von 77 % gegenüber dem Serienmotor in typischen Betriebsbereichen des Stadtverkehrs nachgewiesen werden. Auch deutliche Vorteile im so genannten NVH-Verhalten (Noise, Vibration, Harshness) des Prototyp-Fahrzeugs wurden nachgewiesen. Geringere Spitzendrücke und ein Verdopplung der Zündfrequenz senken die Vibrationen des Motors erheblich lassen eine „Laufkultur“ vergleichbar mit der eines Viertakt 6-Zylindermotors entstehen. Da dabei der Kraftstoff-Verbrauch nur unwesentlich steigt und durch weitere Optimierung auch noch unter das Niveau des Viertaktes gebracht werden soll, zeigt dieses Konzept ein großes Potential als Brückentechnologie für zukünftige saubere Stadtfahrzeuge. Zusammen mit biologischen Kraftstoffen oder so genannten „E-fuels“ können damit CO2-neutrale Antriebskonzepte dargestellt werden.

grafik

Mit nur geringen Umbauten (Steuergerät, Nockenwellen und Spülluftgebläse) soll die Technologie auch schnell und mit geringen (Investitions-)Kosten für die PKW-Hersteller umsetzbar bleiben.

Aktuell sucht das Forscherteam neue Projektförderung, um das sicher noch hohe Potential dieses Antriebskonzepts vollständig nachweisen und ausschöpfen zu können. 

Die Veröffentlichung zum Vortrag schicken wir Ihnen bei Interesse gerne zu:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!