E-Bikes und E-Roller mit Rasenmäher Akku Projekt im Hessischen Rundfunk
Der Zeitungsartikel über das Studienprojekt Elektromobilität, “Nachhaltigkeit und Individualisierung für E-Bikes und E-Roller“ welcher vom Labor für Maschinenelemente des Fachbereichs M an der Technischen Hochschule Mittelhessen in verschiedenen lokalen und überregionalen Zeitungen veröffentlicht wurde, weckt sehr großes Interesse bei den Lesern. Neben vielen E-Mails und Anrufen zu diesem Thema von Lesern des Artikels, hat sich auch der Hessische Rundfunk bei dem Leiter des Projektes, Prof. Dr. Martin Sting gemeldet, um einen entsprechenden Rundfunkartikel darüber zu produzieren.
Nach einem Besuch der HR-Reporterin Anne-Katrin Hochstrat im Labor für Maschinenelemente in Friedberg entstand folgender Radiobetrag und ein begleitender schriftlicher Artikel auf der HR-Hessenschau Seite, den Sie mit einem Klick auf unten stehenden Link erreichen.
Elektromobilität – Umsetzung mit zukunftsfähigem Konzept von Nachhaltigkeit und Individualisierung
Seit mehr als zwei Jahren tüfteln Studierende und Mitarbeiter im Labor für Maschinenelemente der Technischen Hochschule Friedberg, unter Leitung von Prof. Dr. Martin Sting, intensiv an der Umsetzung von alltagsgerechten Projekten zum Einsatz von Elektromobilität in unseren Innenstädten bzw. im urbanen Umfeld.
Schwerpunktthemen dieser Arbeit bilden dabei meist E-Bikes und E-Roller verschiedener Formen, deren unterschiedlichsten Antriebs- und Steuerungsmöglichkeiten, sowie die Individualisierung und Gewährleistung von Nachhaltigkeit bei der Nachrüstung vorhandener Fahrzeuge.
Im Gegensatz zu den zur Zeit vorherrschenden Trends auf dem Markt für E-Bikes und E-Scootern, bei denen man meist integrierten Akku-Systeme verschiedenster Bauart und Leistungen nutzt, was im Nachgang Reparaturen als auch spätere Anpassungen an neuere Entwicklungen kompliziert macht, arbeiten die Friedberger an nachhaltigen Konzepten, die individuelle Anpassungen bei Neu- und/oder Nachrüstungen zu jeder beliebigen Zeit problemlos umsetzbar machen.
Ziel dieser gemeinsamen Anstrengungen ist es, Nachrüstungen an jedem Fahrradtyp, ob Mountainbike, Treckking- oder Citybike, Faltrad oder Tandem sowie an Tretrollern, möglich zu machen.
Praktisch umsetzbar wird dies durch CAD-basierte Konstruktionen für Anbauteile und Halter, die mit Hilfe von 3D-Druckern individuell und mit hoher Komplexität hergestellt werden.
Dadurch wird auch die freie Verwendung verschiedener Akkusysteme aus anderen Anwendungen z.B. von Gartengeräten und Werkzeugen unmittelbar möglich, wodurch die Anwender die Akkus effizient und ressourcenschonend nutzen können.
Prämierte Konstruktionen zum Semesterabschluss
Zum Abschluss des Sommersemesters 2016 im Fach Maschinensystemtechnik des Masterstudiengangs Maschinenbau / Mechatronik an der THM Friedberg, wurden die besten Arbeiten als Ergebnisse einer Semesteraufgabe präsentiert und ausgezeichnet.
Die Aufgabenstellung, als Bestandteil der Projektorientierten Lehre von Prof.-Dr. Martin Sting, umfasste unter Anderem die Auslegung, Konstruktion und Herstellung eines Gebläses, welches mittels 3D-Druckteilen aus dem zum Labor Maschinenelemente gehörenden 3D-Drucklabor, zusammengebaut und getestet werden konnte.
Hierzu organisierten sich die Studierenden in Arbeitsgruppen zu je drei Mitgliedern, entwickelten die unterschiedlichsten Lösungskonzepte und setzten diese bis hin zur funktionsfähig montierten Baugruppe um. Da auch die Steuerelektronik und deren Einbindung in eine SPS Bestandteil der Aufgabenstellung war, mussten innerhalb der Arbeitsgruppen die Aufgaben so verteilt werden, dass in der relativ kurzen Zeit ein möglichst optimales Ergebnis erzielt werden konnte.
Das beste Ergebnis, mit knappem Vorsprung, erzielte die Arbeitsgruppe 1.1
bestehend aus Martin Westphal, Rene Schmerer und Christian Glänzer,
welche sich für ein kompaktes Radialgebläse entschieden hatte, und in Bezug auf Gebläse- Leistung, Betriebsgeräusch und elektrischem Verbrauch sowie der Präsentation der Arbeit beste Bewertungen erzielen konnte.
Weitere Preise gab es auch für die zweiten und dritten Plätze sowie für besonders Innovative Lösungen zur Bauform oder Baugröße.
Die Veranstaltungen fanden im CAD-Labor und Projektlabor Maschinenelement in den Räumlichkeiten der THM in der Raiffeisenstraße statt, wo sich auch das 3D-Drucklabor befindet.