Exkursionen
Exkursion zur Continental Engineering Services im Januar 2023
Nach mehr als zweijähriger Corona-Pause wurde es Studierenden aus dem Fachbereich Maschinenbau im Wintersemester 2022/2023 wieder ermöglicht eine Exkursion durchzuführen. Am 05.01.2023 hatte eine kleine Gruppe, im Rahmen der Projektwoche, die Gelegenheit interessante Einblicke in den Bereich „additive Fertigung“ der Continental Engineering Services (CES) in Karben zu erhalten. Dabei wurde explizit der Bereich „ADaM“ (Additive Design and Manufacturing) vorgestellt.
Nach Begrüßung durch die Herren M. Schnell und S. Wörner und Vorstellung der Aufgaben des Unternehmens, wurde die Besuchergruppe in die Räumlichkeiten des „ADaM“ geführt, wo die speziellen Aufgaben dieses Bereiches erläutert wurden.
Als ein unabhängiger Anbieter der CES bietet „ADaM“ die Entwicklung, Simulation, Produktion und Validierung von Bauteilen mit komplexen und/oder bionischen Strukturen an, wobei additive Verfahren im Fokus stehen. Im Rahmen der Exkursion konnten die Studierenden dabei zunächst Einblicke im Bereich der Produktion erhalten. Hierbei wurden folgende Verfahren vorgestellt und an der jeweiligen Anlage erklärt:
3D-Druck von Bauteilen aus Kunststoffen im FDM-Verfahren („Fused Deposition Modeling“)
Stereolithografie-Verfahren mit synthetischen Harzen
SLS-Verfahren („Selective Laser Sintering“) mit Kunststoffgranulat
SLM-Verfahren („Selective Laser Melting“) mit Metallpulver
Vacuum Casting von Halbzeugen aus Kunststoffen
Zudem wurde den Studierenden die Nachbearbeitung einiger Werkstücke aufgezeigt.
Nachdem die Besucher die Möglichkeit hatten einige Bauteile aus der Produktion von „ADaM“ haptisch und optisch zu begutachten, wurde die Gruppe einen Stock höher zur Radarmesskammer geführt. An dieser Messstation werden nicht nur interne Produkte getestet, sondern auch Produkte von externen Unternehmen geprüft. An Messkammern dieser Art werden hohe Ansprüche gestellt, um die Genauigkeit der Messungen gewährleisten zu können, weshalb diese innerhalb der CES eine kleine „Besonderheit“ darstellt.
Nächste Station war das Messlabor, welches sich auf taktile und visuelle Vermessungen von Bauteilen spezialisiert hat. Dabei kommen im Bereich der taktilen Messungen 3D-Koorodinaten-Messgeräte zum Einsatz und bei der optischen Vermessung wird auf Anlagen mit optischen Sensoren zurückgegriffen.
Zum Abschluss der Exkursion konnten die Studierenden die Produktion mittels nicht additiver Fertigungsverfahren am Standort Karben besichtigen. Dabei wurden computergesteuerte sowie konventionelle Maschinen gezeigt und der Gruppe über die Zukunft des Unternehmens berichtet.
Zusammenfassend hat die Exkursion einen vielfältigen Einblick in die CES und die additive Fertigung gewährt und war eine bereichernde Erfahrung. Vielen Dank an die Herren M. Schnell und S. Wörner sowie Herrn Prof. Dr. Jung, die diese Impressionen ermöglicht haben.
Autoren: Sophia Schulz, Florian Jung

Exkursion zur FKM Sintertechnik GmbH im Januar 2020
– Additive Fertigung –
In der Projektwoche im Wintersemester 2019/2020 konnten die Studenten des Fachbereichs Maschinenbau aus Friedberg am 07.01.2020 an einer Exkursion zu der Firma FKM Sintertechnik GmbH in Biedenkopf teilnehmen und Einblicke in die additive Fertigung (3D-Druck) von Bauteilen aus Kunststoff und Metall erhalten.
Die Exkursion begann mit einer Präsentation von Herrn Nico Schmidt, in der das Unternehmen und die Fertigungsverfahren vorgestellt wurden, mit anschließender Führung durch die Fertigung. Die FKM Sintertechnik als Fertigungsdienstleister steht Ihren Kunden mit technischem Know-how für möglichst effizient gestaltete, additiv gefertigte Bauteile zur Seite. Zu beachten sind hierbei unter anderem Wärmeverzug, eine optimale Positionierung im Bauraum und Support (Stützstrukturen für Überhänge und Wärmeableitung)
Auch werden in Forschungsprojekten mit Hochschulen neue Belichtungsstrategien entwickelt, um die Werkstoffeigenschaften gezielt einzustellen oder Fertigungszeiten zu verringern. Im Pulverbettverfahren lässt sich eine Vielzahl von Kunststoffen, Elastomeren und Hightech-Polymeren verarbeiten, die metallischen Legierungen reichen von Leichtmetallen (z.B. Aluminium) über diverse Stahllegierungen bis hin zu Titan. Zum aktuellen Zeitpunkt ist neben den Druckvorbereitungen in den meisten Fällen auch eine Nachbearbeitung erforderlich.
Durch diese Exkursion konnten wir hautnah Eindrücke sammeln, welche Möglichkeiten und Grenzen es aktuell im Bereich der Additiven Fertigung gibt.
„Besonders Eindrucksvoll waren die Blicke in die 3D-Drucker, während diese Bauteile mittels Laser Schicht für Schicht aufbauten. Bei diesem phänomenalen Prozess hätte man den ganzen Tag lang zuschauen können.“, sagte Tobias Ballreich – Student der Technischen Hochschule Mittelhessen im Fachbereich Maschinenbau.
Autor: Léonard Moufang

Exkursion zur Linde + Wiemann GmbH im Juni 2016
In der Projektwoche im Sommersemester 2016 konnten die Studenten mit der Vertiefungsrichtung „Konstruktion und Leichtbau“ am 01.06.2016 an einer Exkursion zu der Firma Linde + Wiemann GmbH in Dillenburg teilnehmen und Einblicke in Fertigung und Entwicklung von Umformteilen für die Automobilindustrie erhalten.
Die Exkursion begann mit einer Präsentation, in der das Unternehmen und die Fertigungsverfahren vorgestellt wurden. Erstaunlich ist, dass Linde + Wiemann nicht nur die Fertigung und die Entwicklung von Fertigungsstraßen übernimmt, sondern auch in direkter Zusammenarbeit mit deren Kunden die Produktentwicklung mit modernen CAE-Systemen durchführt und testet. Die Fertigungsverfahren sind Stanzen, Rollprofilieren und das von Linde + Wiemann patentierte Accra-Verfahren. Accra ist eine Warmformtechnologie, die es erlaubt, gehärtete, profilartige Komponenten mit beliebigem Querschnitts- und Konturverlauf in einem Schritt mittels Innenhochdruck herzustellen. Im Anschluss an die Präsentation besichtigten wir in der Fertigung das Accra-Verfahren, Rollprofilieranlagen, Stanzautomaten und die Herstellung der Stanzformen, sowie die Montage, in der die produzierten Einzelprofile zusammengefügt wurden.
Durch diese Exkursion konnten wir Eindrücke sammeln, wie wichtig neben der Konstruktion verschiedener Bauteile auch die Berücksichtigung der Fertigung ist, um effizient und wirtschaftlich zu entwickeln.
Autor: Leonard Moufang

Auf dem Foto: Dipl.-Ing. D. Fuß, Leiter Warmformtechnologie (ganz rechts), und Dipl.-Ing. W. Schmidt, Leiter Entwicklung (dritter von rechts).
Exkursion zur Adam Opel AG im Januar 2016
Die Studierenden an der THM Friedberg aus dem Fachbereich Maschinenbau konnten am 08.01.2016 an einer Exkursion zur Adam Opel AG in Rüsselsheim teilnehmen.
Eine besondere und seltene Möglichkeit wurde durch die Besichtigungen des 26-KanalGanzfahrzeugprüfstandes und des Achsenprüfstandes ermöglicht.
Die Prüfstände wurden durch Herrn K. Osterhage und Herrn O. Hemmelmann präsentiert. Während der Präsentation wurden die Fragen der Studenten ausführlich beantwortet und direkt am Prüfstand erklärt. Durch die Kombination der zuvor vermittelten Kenntnisse durch Herrn Prof. Dr.-Ing. U. Jung in den verschiedensten Vorlesungsmodulen an der THM Campus Friedberg und die Besichtigung der Adam Opel AG ist das Verständnis für das Themengebiet der Betriebsfestigkeit und des Leichtbaus vertieft und gefestigt worden.
Besonders imposant sind die Nachfahrversuche auf dem Ganzfahrzeugprüfstand oder dem Achsenprüfstand, bei denen unter anderem Fahrprofile von der Teststrecke in Dudenhofen genutzt werden. Die Belastungen, die bei solchen Nachfahrversuchen auftreten können, sind enorm und besonders am Achsenprüfstand ersichtlich.
Im Anschluss an die Besichtigung vermittelten Herr Dr. H. Holzmann mit
„Der Produktentstehungsprozess bei Opel – eine Synthese aus Simulation und Test“
und Herr Dr. A. Schick mit
„Virtuelle Betriebsfestigkeits-Auslegung von Karosserien“
einen Einblick in die Entwicklung und die Bedeutung von Computer-Aided Engineering (CAE) im Fahrzeugbau.
Alle Teilnehmer erhielten wichtige Einblicke in die aktuelle virtuelle Entwicklung im Fahrzeugbau. Die Studenten waren erstaunt über die praxisnahen Vorlesungen an der THM Friedberg und konnten mit positiven Eindrücken zurückkehren.
Autor: Christoph Ketter

Exkursion zur Adam Opel AG im Juni 2014
Am 2.6.2014 bot sich für die Studenten der Vertiefungsrichtung „Konstruktion und Leichtbau“ die spannende Möglichkeit, einen hautnahen Einblick in die virtuelle Entwicklung der General Motors Europe am Standort Rüsselsheim zu bekommen.Der Tag begann mit einer Einführung, in der die Teilnehmer der Exkursion im Rahmen einer Unternehmenspräsentation einen Überblick über Opel als Unternehmen sowie das Internationale Technische Entwicklungszentrum erhielten. Im Anschluss daran wurde anhand konkreter aktueller Beispiele verdeutlicht, wie bei Opel mit computer-aided engineering (rechnergestützte Entwicklung, kurz CAE) gearbeitet wird. Zu guter Letzt erhielten die Studierenden einen Überblick über die Entwicklung des neuen Opel Adams. Insgesamt konnten alle Teilnehmer wichtige Einblicke in die aktuelle virtuelle Entwicklung erlangen. Nicht wenige waren am Ende des Tages erstaunt, wie nah das in der Vorlesung Erlernte direkt in der Praxis angewandt wird und konnten so mit vielen neuen Eindrücken an die Hochschule zurückkehren.
Autor: Christian Glänzer