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Flugzeugküchen sind äußerst funktional gebaut. Eine Flugzeugküche muss in der Lage sein, das Essen für alle Passagiere zu erwärmen. Des Weiteren werden dort Heißgetränke bereitet und Vorräte Gekühlt. Dabei ist eine Flugzeugküche mit ihren Geräten  sowohl kompakt, platzsparend und leicht  gebaut.

All diese Anforderungen zu erfüllen ist nicht einfach und machte in den letzten Jahrzehnten allerhand Entwicklungsarbeit notwendig. Das Thema Energieeffizienz spielte dabei keine große Rolle. FZK 2 Den Stromverbrauch einer Flugzeugküche zu reduzieren würde sich allerdings lohnen, denn die Erzeugung von elektrischem Strom in Flugzeugen ist durch die hohen Kerosinpreise sehr kostspielig.

Eine Energieeinsparung seitens des Strombedarfs der Küche würde eine direkte Kerosineinsparung bedeuten. Treibstoff, der ohnehin nicht verbraucht wird, muss auch nicht in die Tanks gefüllt werden, was eine Gewichtsreduzierung bedeutet. Die Airline könnte mehr Ladung oder Passagiere transportieren, was einen weiteren finanziellen Vorteil bedeutet.

Um das Einsparpotential von Flugzeugküchen zu ermitteln und daraus Maßnahmen abzuleiten wurde das Forschungsprojekt „Energiesparende Flugzeugküche“ bearbeitet. In Zusammenarbeit mit der Firma ZODIAC AEROSPACE (Sell GmbH) nahm das IGE der THM Untersuchungen an Flugzeugküchen und –komponenten vor.

Es wurden sowohl Simulationen durchgeführt, als auch Messungen an einem eigens dafür aufgebauten Prüfstand am IGE der THM vorgenommen.

Ziel war die energetische Vernetzung der einzelnen Komponenten. Dabei soll Abwärme (z.B. von der Kältemaschine) genutzt werden, indem sie in einen zentralen Pufferspeicher eingespeist wird. So kann die im Puffer gespeicherte Abwärme zur teilweisen Deckung des Wärmebedarfs der Komponenten genutzt werden.