MND-Kolloquium
am Donnerstag, 14. Mai 1998, 15.15 Uhr
Fachhochschule in Friedberg, Raum 24


Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Universität Gießen:
Wie funktioniert elektronisches Geld?
Tatsachen, Vermutungen, Visionen

Zum Thema:
Elektronisches Bezahlen spielt eine immer größere Rolle. Wichtige Stichworte sind Geldkarte, Bezahlen im Internet, electronic commerce. Der Vortrag wird die Sicherheit elektronischer Zahlungsmittel erörtern. Kann es überhaupt sicheres elektronisches Geld geben? Es geht nicht so sehr um eine Übersicht über aktuelle Produkte, sondern um einen Eindruck der zugrundeliegenden kryptographischen Mechanismen und Einsicht in das prinzipielle Funktionieren elektronischer Zahlungsmittel. Es werden keine speziellen mathematischen Kenntnisse vorausgesetzt.

Zum Vortragenden:
Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher ist Mathematiker an der Universität Gießen. Vor seiner Berufung war er drei Jahre Mitarbeiter im Forschungsbereich der Firma Siemens und hat dort maßgeblich an der Entwicklung der ersten Chipkarten (Telefonkarte etc.) mitgewirkt. Ebenfalls war er an der Nummernkodierung der ab 1989 in Deutschland eingeführten neuen Geldscheine beteiligt. Prof. Beutelspacher hat sich zum Ziel gesetzt, Mathematik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zumachen. Davon zeugen zahlreiche Bücher (zuletzt “Geheimsprachen”), sowie die sehr erfolgreiche Ausstellung “Mathematik zum Anfassen”. Sie fand zuletzt im März 98 in Gießen statt und soll letztlich in ein Mathematikmuseum münden.