Neue VR-Forschung des Fachbereichs MNI auf der ACM DIS 2026 präsentiert.
Was wäre, wenn man nicht nur einen, sondern mehrere Orte gleichzeitig erleben könnte? Genau dieser Frage widmet sich die jüngste Virtual-Reality-Arbeit am Fachbereich MNI: „CheckerVision: Grid-Based Interleaving of Concurrent 3D Environments in VR“.
Die Arbeit von Kevin Linne, Amir Hossein Ebrahimi, Prof. Dr. Jan Gugenheimer und Prof. Dr. Martin Weigel untersucht, wie zwei virtuelle 3D-Umgebungen gleichzeitig sichtbar gemacht werden können, ohne zwischen ihnen wechseln oder den Blick aufteilen zu müssen. Der Ansatz „CheckerVision“ nutzt dafür ein schachbrettartiges Muster: Einzelne Bereiche des Sichtfelds werden abwechselnd den beiden Umgebungen zugeordnet. So bleiben beide Welten gleichzeitig präsent und können auch räumlich wahrgenommen werden.
In einer ersten Nutzerstudie wurde geprüft, wie verschiedene Auflösungen dieses Musters die Wahrnehmung beeinflussen. Die Teilnehmenden konnten alle Varianten gut nutzen. Zwar zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede, deskriptiv sprach jedoch einiges für die feinere Auflösung.
Präsentiert wurde die Arbeit auf der ACM Designing Interactive Systems Conference (DIS 2026) in Singapur. Der Beitrag zeigt, wie der Fachbereich MNI an neuen Ansätzen arbeitet, um Multitasking und parallele Erlebnisse in Virtual Reality besser zu unterstützen.

