IMPS Stories

.Der Preisträger der Glocker-Medaille Prof. Dr. Klemens Zink (links) und der DGMP-Präsident Prof. Dr. Mark E. Ladd (rechts)Mit der Glocker-Medaille als der höchsten Auszeichnung der DGMP wurde dieses Jahr Prof. Dr. Klemens Zink für seine langjährigen Verdienste um die Medizinische Physik geehrt. In seiner Festrede ließ er dabei unter dem Titel "Die Wunderbare Welt der Monte Carlo" eigene Projekte und Erfahrungen aus seiner Forschungsgruppe Revue passieren.
Die Glocker-Medaille wird seit 2002 jährlich, in Erinnerung an das erste Ehrenmitglied der DGMP, Prof. Dr. Richard Glocker, an ein Mitglied der DGMP für langjährige Verdienste um das Fachgebiet der Medizinischen Physik in Wissenschaft und Praxis verliehen.







.Preisverleihung des Dietrich-Harder-Masterarbeitspreises der DGMP. Von Links: Mark Ladd, Yuri Simeonov (Preisträger), Brigitte Harder, Ute Behrend, Björn Poppe, Dominik CeskaAuf der 50. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für medizinische Physik (DGMP) ist die Masterarbeit von Yuri Simeonov: 3D-Reichweitenmodulator in der Partikeltherapie: Entwicklung, Monte-Carlo Simulationen und Dosismessungen mit dem Dietrich-Harder Preis der DGMP ausgezeichnet worden. Die Arbeit ist im Rahmen einer kooperation der THM und der medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg Universität Marburg entstanden. Kooperationspartner waren neben der THM und der Philipps-Universität Marburg das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt (Dr. U. Weber). In seiner Arbeit hat sich Herr Simeonov um die Verbesserung der Partikeltherapie mit sogenannten 3D-Reichweitenmodulatoren beschäftigt. Der Einsatz dieser modulierenden Strahlelemente führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Strahlapplikation, was insbesondere bei bewegten Tumoren von großem klinischen Interesse ist. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr. Klemens Zink (IMPS, THM).
Dietrich-Harder-Masterarbeitspreis der DGMP, gefördert von PTW-Freiburg Seit 2016 verleiht die DGMP jährlich den von der Firma PTW-Freiburg gestifteten Preis der DGMP für eine hervorragende Masterarbeit auf dem Gebiet der Medizinischen Physik. Im Jahr 2019 wurde der Preis in Dietrich-Harder-Masterarbeitspreis umbenannt, um den Anfang 2019 verstorbenen Medizinphysiker Prof. Dr. Dietrich Harder zu ehren.“.


GruppenfotoVom 18.09 bis zum 21.09.2019 fand die 50. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für medizinische Physik statt. Die Tagung wurde von fast allen Mitarbeitern und Studierenden der Arbeitsgruppen Zink und Fiebich besucht. Während der Tagung hat das IMPS 11 Poster und 7 Vorträge präsentiert und drei Vorsitzende gestellt. Am 19. und am 20.09 wurden außerdem verschiedene Preise verliehen. Dabei gratulieren wir ganz besonders Herrn Prof. Dr. Zink zum Erhalt der Glocker-Medaille, für langjährige Verdienste im Gebiet der medizinischen Physik. Die Glocker-Medaille ist die höchste von der DGMP zu vergebene Auszeichnung. Ebenso gratulieren wir unserem Mitarbeiter Yuri Simeonov zum Erhalt des Dietrich-Harder Preises, ausgezeichnet für seine hervorragende Masterarbeit mit dem Titel: „3D-Reichweitenmodulator in der Partikeltherapie: Entwicklung, Monte-Carlo Simulationen und Dosismessungen“. Während der Tagung fand nicht nur ein wissenschaftlicher Austausuch statt, sondern auch eine Auffrischung der Kontakte mit ehemaligen IMPS-Absolventen. Zusammengefasst war die DGMP auch dieses Jahr ein großer Erfolg für das Institut.


GruppenfotoDieses Jahr war das IMPS mit einem Vortrag sowie zwei Postern auf der ESTRO Jahrestagung vom 26. bis 30.04.2019 in Mailand vertreten. Das umfangreiche, wissenschaftliche Programm bestand u.a. aus Vorträgen zum Thema der Onkologie, Strahlentherapie und Medizinischen Physik. Insbesondere das für unsere Arbeitsgruppe relevante Thema der Reichweitenunsicherheiten in der Partikeltherapie wurde diskutiert.








GruppenfotoDieses Jahr war das IMPS mit einem Vortrag sowie drei Postern auf der PTCOG Jahrestagung vom 10. bis 15.06.2019 in Manchester vertreten. Die Particle Therapy Co-Operative Group (PTCOG) ist eine weltweite Organisation von Wissenschaftlern und Fachleuten, die sich mit der Strahlentherapie mit Protonen und schwer geladenen Ionen beschäftigen.








Gruppenbild vor dem Modell einer Magnetspule für den W7-X Ganz in Zeichen der Kernkraft stand eine Exkursion im Rahmen der Physik III - Veranstaltung bei Prof. Joachim Breckow. Für 42 Studierende der Biomedizinischen Technik (BMT) und der Medizinischen Physik und Strahlenschutz (MPS) ging es Anfang April für eine zweitägigen Exkursion nach Greifswald. Auf dem Programm stand neben dem Besuch des Teilinstitut des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik und dessen Fusionsreaktor Wendelstein 7-X (W7-X) auch die Besichtigung der Kernkrafttechnische Anlage Lubmin, die sich seit Juni 1995 durch die Entsorgungswerke für Nuklearanlagen GmbH (EWN) im Rückbau befindet.

Als saubere Alternative zur bislang genutzten Kernspaltung als Energiequelle wird schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts an der Energiegewinnung aus Kernfusion geforscht. Es existieren zwei Kraftwerkstypen. Der seit 2015 in Betrieb befindliche Wendelstein 7-X (W7-X) in Greifswald ist die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator. Der W7-X soll die Kraftwerkstauglichkeit dieses Bautyps demonstrieren. Das technische Kernstück der Anlage bildet ein System aus 50 speziell geformten, supraleitenden Magnetspulen, die das Magnetfeld erzeugen. Qualität von Plasmagleichgewicht und -einschluss soll vergleichbar sein mit der in einem Tokamak gleicher Größe. Während Fusionsanlagen vom Typ Tokamak momentan noch leistungsfähiger sind als Kraftwerke vom Typ Stellarator, ist Letzerer durch seine Bauart für den Dauerbetrieb geeignet, während Tokamaks nur gepulst betrieben werden können.

Die Studierenden erhielten im Rahmen einer Führung einen Einblick in die Herausforderungen, die die hohen Temperaturunterschiede an die Konstruktion und die Baustoffe eines Fusionsreaktors stellt. Insbesondere die Konstruktion der fünf Spulensegmente nach millimetergenauer Vorgabe gilt als ingenieurstechnisches Meisterwerk und konnte an einem Modell bewundert werden.
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Zum Abschluss der Exkursion besuchten alle Studenten das ehemalige Kernkraftwerk Lubmin. Vor Ort wurden die Studenten nach einem kurzen Vortrag über das Kraftwerk und insbesondere den Rückbau, durch den Block 6 des Kraftwerks geführt. Dieser stand 1990 kurz vor der Fertigstellung, als der Beschluss gefasst wurde, die gesamte Anlage stillzulegen. Er enthielt nie Kernbrennstoff und gab den Studenten die Gelegenheit, ein Kraftwerk russischer Bauart zu besichtigen sowie Informationen zur Demontage eines Kernkraftwerksblock zu erhalten. Darüber hinaus gab das Informationszentrum anhand von Modellen und Originalbauteilen zusätzliche Einblicke zu Themen wie Kernenergie, Rückbau, Endlagerung und Strahlenschutz. Der Rückbau der Anlage und der Abriss bis 2028 ist allerdings beschlossen und entsprechend wird es auch nicht mehr lange möglich sein, die Anlage zu besichtigen.

Nach diesem Ausflug in die Zukunft und in die Vergangenheit der Nutzung der Kernkraft ging es für die Studierende nach zwei Tagen voller Eindrücke zurück nach Gießen.


GruppenfotoGruppenfotoVom 19.09. bis zum 22.09. fand die 49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik zusammen mit der 21. Jahrestagung der Deutschen Sektion der ISMRM in Nürnberg statt.
Aus den Arbeitsgruppen Fiebich, Keil und Zink des IMPS haben insgesamt 26 Studierende, Mitarbeiter und Professoren die Tagung besucht. Dabei hat das IMPS 20 wissenschaftliche Vorträge und Poster präsentiert und zwei Vorsitzende für Fachsitzungen gestellt.
Neben dem wissenschaftlichen Austausch konnten auch diese Jahr wieder die Kontakte zu den vielen ehemaligen Absolventen des IMPS, die die Tagung ebenfalls besuchten, aufgefrischt werden.
Unterm Strich war es somit wieder ein toller Erfolg für unser Institut.


Prof. Joachim Breckow trifft Umweltministerin Schulze. Bildnachweis: A. BöttgerProf Joachim Breckow mit Umweltministerin Svenja Schulze Ende dieses Jahres tritt in Deutschland das neue Strahlenschutzgesetz, welches den Schutz vor Strahlung auf Bereiche ausgeweitet, für die es bisher noch gar keine oder weit geringere gesetzliche Regelungen gab. Dies betrifft vor allem den Schutz vor Strahlung natürlichen Ursprungs, aber auch so genannte „kosmetische“ Strahlenanwendungen in nicht-medizinischen Bereichen, wie z.B. die Entfernung von Tätowierungen durch Laser.

Um Probleme bei der praktischen Umsetzung zu diskutieren, traff sich Prof. Dr. Joachim Breckow vom IMPS in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze in Berlin.


 


PreisträgerPreisträger 2018 der Dissertationspreise der DEGRO. Von Links: Prof. Dr. Kortmann (Tagungspräsident), Dr. Toke Printz Ringbæk (Medizinische Physik, THM/Universität Marburg), Dr. Christina Schröder (Strahlentherapie, Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Marburg), Dr. Simone de Leve (Strahlenbiologie, Universitätsklinikum, Essen), Prof. Dr. W. Budach (Präsident DEGRO)Auf der 24. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ist die Dissertationsschrift von Dr. Toke Pritz Ringbæk:
Passive ion beam modulation techniques for particle therapy facilities utilizing active pencil beam scanning delivery systems
mit dem Dissertationspreis der DEGRO ausgezeichnet worden. Die Arbeit ist im Rahmen einer kooperativen Promotion (THM / Universität Marburg) an der medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg entstanden. Kooperationspartner waren neben der THM und der Philipps-Universität Marburg das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt (Dr. U. Weber). In seiner Arbeit hat sich Herr Ringbæk um die Verbesserung der Partikeltherapie mit sogenannten 2D-Ripplefilter beschäftigt. Der Einsatz dieser modulierenden Strahlelemente führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Strahlapplikation, was insbesondere bei bewegten Tumoren von großem klinischen Interesse ist. Betreuer der Arbeit waren Prof. Dr. Klemens Zink (IMPS, THM) und Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic (Fachbereich Medizin, Philipps-Universität Marburg)



GruppenfotoGruppenfotoDie International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) ist die wichtigste internationale Fachgesellschaft im Wissenschaftsgebiet der Magnetresonanztomographie (MRT). Die diesjährige 26. Jahrestagung der ISMRM fand vom 16. bis 21. Juni 2018 in Paris, Frankreich statt. Im Rahmen zahlreicher Fach- und Lehrvorträge sowie einer begleitenden Industrieausstellung trafen sich rund 7000 Wissenschaftler aus allen Teilen der Erde hier für einen Erfahrungsaustauch. Die IMPS-Arbeitsgruppe von Prof. Boris Keil, die sich vor allem mit dem Forschungs- und Lehrgebiet der MRT beschäftigt, nahm an dieser Tagung mit insgesamt 8 Personen, darunter 5 Masterstudierende, teil. Robin Etzel, Doktorand am IMPS, und Prof. Keil waren als Dozenten für einen Lehrvortrag zur Tagung eingeladen.