IMPS Stories

Beim gemeinsamen Treffen der Arbeitskreise "Physik und Technik in der Stereotaxie" und "Computer in der Radioonkologie" der DGMP in Köln war das IMPS dieses Jahr mit fünf Teilnehmern vertreten. Themenschwerpunkte waren unter anderem Algorithmen in der Bestrahlungsplanung, Qualitätssicherung in der Stereotaxie sowie neue Planungsstudien in der Stereotaxie. Ebenfalls wurde neues aus der Industrie vorgestellt. Ein Vortag von Seiten des IMPS wurde von Kilian Baumann gehalten. Das Abendprogramm beinhaltete einen Besuch im Museum Kolumba und schloss mit einem gemeinsamen Abendessen.

 


WP 20170104 16 35 29 ProVom 15. - 18. Oktober 2017 fand die International Conference on Monte Carlo Techniques for Medical Applications (MCMA2017) in Neapel statt. Für den Kongress sind vier Vertreter des IMPS nach Italien gereist und haben ihre Forschungsergebnisse präsentiert. Die Beiträge (drei Poster und ein Vortrag) stießen auf reges Interesse beim Publikum.

 

 

 

 


Posterpreis Alain MirsadDie beiden BMT-Studenten Alain Niba Ngwa und Mirsad Mahmutovic haben in Hannover den Posterpreis 2017 des Fachverbands für Strahlenschutz erhalten. Die beiden Studenten nahmen mit ihrem Poster “Schichtdickenbestimmung mittels Röntgenfluoreszenzanalysen“ an der Ausstellung teil und erhielten von den Teilnehmern der Tagung die höchste Punktzahl aller Posterpräsentationen.

 

 

 


WP 20170104 16 35 29 ProAm Mittwoch den 04.01.2017 hatten 19 interessierte Studierenden der Physik III Veranstaltung im WS 2016/2017 von Prof. Breckow die Möglichkeit, an einer Ein-Tages-Exkursion nach Heidelberg teilzunehmen. Auf dem Programm stand Vormittags ein Besuch beim Heidelberger Ionienstrahl-Therapiezentrum (HIT) und nachmittags, nach einer Mittagspause in der Heidelberger Altstadt, eine Tour zum Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK).
Am HIT konnte im Rahmen einer 2-stündigen Besichtigungstour die gesamte Beschleunigeranlage sowie die Bestrahlungsräume für Patienten besichtigt werden. Auf Grund von regelmäßig stattfindenden Wartungsarbeiten war an diesem Tag kein Patientenbetrieb vorgesehen und die Anlage deswegen nicht in Betrieb. Sonst hätte man den Beschleunigerbereich auf Grund der hohen Strahlenbelastung nicht betreten dürfen. Ein Highlight der Tour war die Besichtigung der Gantry, einer um 360° um den Patienten drehbaren Bestrahlungsquelle, die es ermöglicht, schwer erreichbare Tumore aus den verschiedensten Richtungen zu bestrahlen ohne den Patienten umzulagern, was zu einer Bewegung des Tumors führen könnte. Das HIT ist die weltweit einzige Schwerionienanlage, die über eine solche Gantry verfügt. Die 600 Tonnen drehbarer Stahl lassen sich so präsize drehen, dass die Abweichung des Ionenstrahles maximal einen Millimeter beträgt. Die technischen dun physikalischen Fragen der Studenten wurden von Christian, einem der am HIT beschäftigten Beschleunigerphysiker beantwortet. Medizinphysiker Julian, ein ehemaliger Student des IMPS, ergänzte die medizintechnischen Fragestellungen und konnte den Studierenden zudem aus eigener Erfahrung vom Werdegang eines Medizinphysikers erzählen.
Nachmittags schloss sich der Besuch des ebenfalls in Heidelberg angesiedelten Max-Planck-Institut für Kernphysik an. Zunächst gab es einen Vortrag über die verschiedenen Forschungsgebiete, theoretischer und experimenteller Natur, die an dem Institut bearbeitet werden. Im Anschluss folgte ein Vortrag des hauseigenen Strahlenschützers, welche besonderen Maßnahmen der Betrieb und auch Rückbau der vorhandenen Experimente und Labore erfoldert. Die Besuchsgruppe wurde danach geteilt und man erhielt die Gelegenheit, nacheinander, zwei Labore des MPIK zu besichtigen.
Das "Low-Level-Labor" befindet sich unter einem Schutzpanzer von über 20 Metern Gestein. In diesem Labor werden besonders empfindliche Messungen durchgeführt. Dazu muss der Beitrag der natürlichen Radioaktivität, Radon, Höhenstrahlung etc., auf ein Minimum reduziert werden. Dass das nicht so einfach geht und man viele Tricks anwenden muss, um diese Zeil zu erreichen, wurde den Besuchern an der Anlage erklärt. Viele Messungen werden deswegen am Laboratori Nazionali del Gran Sasso in Italien durchgeführt und die entsprechenden Experimente dorthin gebracht.
Das zweite Labor, das besichtigt werden konnte, war der Kryogene Speicherring CSR. Am diesem Ring werden Reaktionen von besonders "kalten" Atomen und Molekülen untersucht, wie sie im interstellaren Medium, also z.B. Nebeln, im Weltraum stattfinden. Um eine Anregung und damit Erwärmung der gespeicherten Teilchen zu verhindern, besteht der Ring aus zwei verschachtelten Vakuumkammer, wobei die innere Kammer mit flüssigen Helium auf eine Temperatur von weniger als 10 K abgekühlt werden kann. Experimentell gesehen ist der CSR, der seit 2015 im Betrieb ist, weltweit einmalig und technisch gesehen eine Meisterleistung.


WP 20170104 16 35 29 ProDas IMPS war in diesem Jahr mit vier wissenschaftlichen Vorträgen auf der Jahrestagung der International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) aktiv vertreten. Die Tagung, an der ca. 6000 Wissenschaftler teilnahmen, fand vom vom 22. bis 27. April 2017 in Honolulu, Hawaii statt. Prof. Boris Keil, Leiter der IMPS-Arbeitsgruppe Magnetresonanz-Bildgebung, war unter anderem als Dozent für einen Lehrvortrag zur Tagung eingeladen. Er wurde von Robin Etzel, Doktorand am IMPS, begleitet. Neben der Präsentation der eigenen Beiträge bot die internationale Tagung gute Möglichkeiten zum Austausch mit den Kollegen anderer Arbeitsgruppen.

 


WP 20170104 16 35 29 ProIm Rahmen des Projektes „BIONIQ MedPhys“ unter der Leitung des IMPS-Professors Martin Fiebich kooperiert die THM mit der nordirakischen University of Duhok (UoD). Das Projekt wird gefördert und finanziert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Zusammen mit dem Schwesterprojekt „BIONIQ Bios“ (Projektleiter Prof. Thomas Schanze, Fachbereich LSE) wurde in diesem Jahr erstmals eine gemeinsame Sommerschule der beiden Universitäten organisiert. Die Sommerschule mit dem Thema „Signal and Image Processing in Medicine“ fand vom 27.08.17 bis 07.09.17 in Nord-Zypern statt. Insgesamt konnte 14 irakischen Studierenden der UoD und 16 THM-Studierenden eine Teilnahme an der Sommerschule ermöglicht werden. Zu den Teilnehmern gehörten auch mehrere Studierende des IMPS. Neben der Vermittlung von Fachwissen stand vor allem auch der interkulturelle Austausch und die Zusammenarbeit der Studierenden verschiedener Nationen im Fokus der Sommerschule.

 


Mirsad Mahmutovic (links) bei der Verleihung des Förderpreises zusammen mit dem Preisstifter Prof. Reza MehranMirsad Mahmutovic (links) bei der Verleihung des Förderpreises zusammen mit dem Preisstifter Prof. Reza MehranMirsad Mahmutovic wurde aufgrund seiner Studienleistungen mit dem Reza-Mehran-Förderpreis 2016 ausgezeichnet. Den Preis, der 2005 erstmals verliehen wurde, vergibt die TH Mittelhessen alljährlich an ausländische Studierende, die durch besondere Studienleistungen in einer frühen Studienphase in einem technisch-naturwissenschaftlichen Studiengang hervorgetreten sind. Die Urkunde und das Preisgeld von 800 Euro überreichte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems während des Hochschulballs in der Gießener Kongresshalle.

Mirsad Mahmutovic, der in Bijelo Polje in Montenegro geboren wurde, studiert seit Herbst 2014 Biomedizinische Technik am Fachbereich Life Science Engineering in Gießen. Seit Anfang 2016 ist er fester Bestandteil der Arbeitsgruppe Strahlenschutz um Prof. Dr. Joachim Breckow am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS).

Ein ausführlicher Bericht findet sich auf der Hauptseite der THM.


Teilnehmer des Semester-Opening-TreffenTeilnehmer des Semester-Opening-TreffenAuch dieses Semester fand wieder ein geselliges Treffen statt, um die Neuanfänger des Masters Medizinische Physik kennenzulernen und sich untereinander austauschen zu können.










Teilnehmer des Semester-Opening-TreffenBesucher des Marburger Ionenstrahl-TherapiezentrumsAm Freitag den 11.11.2016 haben Masterstudierende des Fachbereichs LSE das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) besichtigt. Dort werden schwer zugängliche Tumore mit Protonen oder auch mit Schwerionen bestrahlt.
Aufgrund technischer Wartungen war es möglich, alle Bereiche des MIT zu besichtigen. Dabei wurde die Erzeugung des Therapiestrahls in den Ionenquellen, die Beschleunigung durch den Linearbeschleuniger und im Synchrotron weiter erklärt. Hier wurde auch auf die magnetfeldbeeinflusste Strahlführung eingegangen. Zuletzt wurden die Patientenbehandlungsräume sowie das hauseigene Planungs-CT besichtigt.

 


GruppenfotoGruppenfotoIm Rahmen der „BIONIQ Konferenz 2016“ vom 03. bis 08.12.2016 besuchte eine aus acht Wissenschaftler bestehende Delegation der UoD (University of Dohuk, Kurdistan, Irak) ihre Partnerhochschule, die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen. Als Highlight des Besuchs fand am Mittwoch, den 07. Dezember ein Festakt an der THM statt, an dem neben den Projektbeteiligten auch weitere Vertreter der THM, der Stadt Gießen und weiterer Organisationen teilnahmen.

Seit 2012 besteht eine Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen in Deutschland und im Irak, um nachhaltig den Schwerpunkt der Medizintechnik in Forschung und Lehre in Kurdistan zu etablieren. Seit 2014 gefördert vom DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdienst), soll zum Wintersemester 2017 ein neuer Fachbereich und Bachelorstudiengang „Biomedical Technologies“ an der UoD gestartet werden. Des Weiteren soll der Auf- und Ausbau des Studiengangs durch gemeinsame Fachtagungen, Konferenzen, Lehrveranstaltungen und Sommerschulen gezielt akademische Nachwuchskräfte und Studierende fördern und begleiten. Das Projekt „Biomedical Engineering in Northern Iraq“ (BIONIQ) besteht aus den beiden Schwerpunkten Biomedizinische Signalverarbeitung und Medizinische Physik mit den Projektleitern Prof. Dr. Thomas Schanze und Prof. Dr. Martin Fiebich des Fachbereichs „Life Science Engineering“ (LSE) der THM. Seit Oktober 2016 sind auch zwei Gastdoktoranden der UoD für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der THM, einer davon in der IMPS-Arbeitsgruppe „Röntgenbildgebung“ von Prof. Fiebich. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2016 waren zwei Doktoranden der UoD für sechs Monate zu Gast an der THM und im April 2017 werden zwei weitere folgen.