IMPS Stories

Kernkraftwerk Greifswald/LubminBlick auf die Reaktoren des Kernkraftwerks Greifswald/Lubmin In der letzten Septemberwoche 2016 fand die Jubiläumstagung des Fachverbands für Strahlenschutz e.V. in Heringsdorf auf Usedom statt. Motto des Tagung war "Strahlenschutz für Mensch und Umwelt - 50 Jahre Kompetenz im Fachverband". Das IMPS war mit 6 Teilnehmern und 4 Vorträgen vertreten. Joachim Breckow referierte als geladener Vortragender zum Thema "Grenzwerte, Richtwerte, Referenzwerte: Was bedeutet das für den Strahlenschutz?", sowie als Vertretung für Samaneh Emami über die "Untersuchung und Bewertung des Detrimentbegriffs im Strahlenschutz". Kaija Spruck hielt als Vertretung von Thomas Neugebauer, der das IMPS inzwischen verlassen hat, einen Vortrag über die "Methodik zur Bestimmung der Radonquellstärke in Gebäuden" und Jonas Buermeyer trug zum Thema "Regressionsanalysen von Radonmessungen" vor. Die Vorträge stießen auf reges Interesse der Zuhörer.
Das 50 Jährige Jubiläum des Fachverbandes wurde im Rahmen eines Festaktes begangen. Mit musikalischer Untermalung wurden Grußworte und Geschenke anderer Fachverbände überbracht, Ehrungen vorgenommen und ein Blick auf die vergangenen 50 Jahre geworfen.

Blick in der Reaktor von Block 6Blick in der Reaktor von Block 6 Zusätzlich zum Tagungsprogramm wurde vor Ort ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Neben einer Icebreaker-Party, dem Treffen der "Fachverbands-Youngster", sowie einem Tagungsdinner, konnte man an verschiedene Exkursionen teilnehmen. Beispielsweise konnte man den nie genutzten aber vollständig aufgebauten Block 6 des Kernkraftwerkes Greifswald in Lubmin besichtigen, oder dem Zwischenlager Nord, in dem verschiedene Großkomponenten des Rückbaus des Greifswalder Kernkraftwerkes gelagert werden, einen Besuch abstatten. Ein weiterer Highlight war die Führung an der Kernfusions-Anlage "Wendelstein-7X" in Greifswald, der weltweit größte Kernfusions-Versuchsanlage vom Typ Stellarator und damit Repräsentant der Idee der "sauberen Kernenergie" der Zukunft.


Teilnehmer der Summer School

Im Rahmen einer einwöchigen Summer School 25.7. - 29.7.2016 wurde 34 Wissenschaftlern/innen und Medizinphysikern/innen aus Deutschland ermöglicht, einen Einblick in die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation in der Medizinischen Physik in Gießen an der THM zu erhalten.In einem Seminar wurden die theoretischen Grundlagen der Monte-Carlo-Simulation und deren Anwendung in der Medizinischen Physik erläutert. Im Anschluss wurde das Simulationsprogramm EGSnrc, der Gold-Standard in der Photonen-/Elektronentransportberechung vorgestellt und mit Hands-On zu verschiedenen Themen:
  • egs_inprz
  • phase space
  • BEAMnrc
  • egs_chamber
vertieft. Neben dem wissenschaftlichen Aspekt wurde der Get-together Grillabend von den Teilnehmer zahlreich besucht.

Gastgeber der Summer School war das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz mit den Dozenten Prof. Dr. Klemens Zink, Damian Czarnecki und Philip von Voigts-Rhetz.

Teilnehmer des Kongresses

Das IMPS war in diesem Jahr mit sechs Posterbeiträgen aus den eigenen Reihen auf der Jahrestagung der American Association of Physicists in Medicine (AAPM) vertreten. Prof. Dr. Klemens Zink besuchte vom 31. Juli – 4. August 2016 in Begleitung zweier Doktoranden die Tagung im Walter E. Washington Convention Center in Washington. Neben der Präsentation der eigenen Beiträge bot die Tagung gute Möglichkeiten zum Austausch mit dem internationalen Publikum.







DGMP 2016 - Aktuelle in ehemalige Mitglieder des IMPSTraditionell waren wir dieses Jahr wieder mit großer Mannschaft auf der DGMP-Tagung in Würzburg. Bei herrlichem Wetter bot die Tagung ein wunderschönes Ambiente sich fortzubilden, seine eigenen Beiträge (7 Vorträge, 1 Poster) vorzustellen und Freunde der Medizinischen Physik wiederzusehen und kennenzulernen.

 

 

 

 


Kursteilnehmer während der Exkursion zur amtlichen Personendosismessstelle in Berlin
Weiterbildungen für sehr gut ausgebildete Personen sind rar. Daher hat sich eine Gruppe von Europäischen Wissenschaftlern in einem Konsortium zusammengefunden, das für promovierte Medizinphysikexperten mit Berufserfahrung Weiterbildungen anbietet. Dieses Konsortium entwickelte ein Projekt für das „European Training and Education for Medical Physics Experts in Radiology“ (EUTEMP-RX), das von der Europäischen Union im Rahmen des 7. Frameworks gefördert wird. Die Technische Hochschule Mittelhessen (Prof. Dr. Martin Fiebich) und das Klinikum Braunschweig waren die einzigen teilnehmenden Institutionen aus Deutschland.

Das Hauptziel des EUTEMPE-RX-Projekts ist es, ein Ausbildungsprogramm zur Verfügung zu stellen, dass es Medizinphysikexperten (MPE) in der diagnostischen und interventionellen Radiologie in den Ländern der Europäischen Union ermöglicht, in ausgewählten Bereichen von besonderer Bedeutung profunde Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen zu gewinnen
Das Ausbildungsmodul „Dosimetrie des beruflich strahlenexponierten Personals und die Kommunikation von Ergebnissen mit Anwendern” wurde von Prof. Dr. Martin Fiebich von der Technischen Hochschule Mittelhessen und Dr. Markus Borowski vom Klinikum Braunschweig geleitet. Sie erstellten einen 40-stündigen Onlinekurs zu diesem Thema, der von den Modulteilnehmer berufsbegleitend über einen Zeitraum von zwei Monaten bearbeitet worden konnte. Diesem folgte eine einwöchige Anwesenheitsphase, die am Klinikum Braunschweig durchgeführt wurde.
In dieser Woche wurde auch eine amtliche Messstelle, die LPS in Berlin, besucht, bei der ausführlich über die verwendeten Verfahren, Geräte und möglichen Messgenauigkeiten berichtet wurde. Am Ende der Woche gab es noch eine Besichtigung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, bei der eine Bauartzulassung aller Dosimeter erfolgen muss. Die dabei eingesetzten Messverfahren und Messgeräte wurden in eindrucksvoller Weise vorgestellt.

 


Delegation der THM in Duhok (Irak)
Bereits seit einigen Jahren kooperiert die THM im Rahmen zweier vom DAAD geförderten Projekte mit der University of Duhok (UoD) im Nord-Irak. Hauptziel der Kooperation ist der Aufbau eines neuen Fachbereichs für Medizintechnik bzw. Medizinische Physik an der UoD. Zudem profitieren auch Studenten der THM und der UoD durch mehrmonatige Auslandsaufenthalte an der jeweils anderen Hochschule von den Projekten. Zum gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch reiste nun erneut eine Delegation der THM, unter anderem zwei Mitglieder des IMPS, vom 21. bis zum 26. Mai 2016 nach Duhok.




Prof Joachim Breckow (rechts) bei der Übergabe einer Jubiläumstasse an Dr. Christian Greipel vom BUMB
Dieses Jahr feiert das 2006 gegründete IMPS sein 10 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass kamen am 28.06 etwa 120 Gäste, sowohl Institutsmitglieder als auch Externe, zu einem Jubiläumssyposium im Roxy zusammen.

Los ging es am Vorabend mit einem ungezwungenen Coming-together am Grill und Kartoffelofen. Das eigentliche Symposium wurde mit den Grußworten von Prof. Dr. Joachim Breckow (IMPS), Prof. Dr. Matthias Willems (THM), Dr. Christian Greipl (BMUB), sowie Dr. Gerald Kraus (HMUKLV) eröffnet. Nach den Grußworten folgte ein Block mit Fachvorträgen aus den Forschungsgebieten des IMPS.

Nach einem ausführlichen Mittagsessen kamen am Nachmittag in zwei Blöcken ehemalige IMPS-Mitarbeiter zu Wort. In sechs je 20 minütigen Vorträge aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, sowie Industrie, bekamen die Gäste einen Einblick in Werdegang und aktuelle Arbeitsgebiete der IMPS-Absolventen.

Eine Wiederholung der gelungenen Veranstaltung ist in 10 Jahren geplant.


Teilnehmer der NASA SummerSchool Vom 6. bis zum 24. Juni 2016 wurde die dreizehnte NASA Space Radiation Summer School unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. John Norbury am Brookhaven National Laboratory im US-Staat New York ausgerichtet. Durch Kooperation mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt wurde Felix Horst, Doktorand am IMPS und assoziierter Mitarbeiter bei der GSI-Biophysik, die Teilnahme an dieser weltweit einzigartigen Veranstaltung ermöglicht. Neben Vorlesungen zur Physik und Strahlenbiologie, gehalten von internationalen Spitzenforschern, waren auch Schwerionenexperimente im NASA Space Radiation Laboratory Teil des Programms.


Informationsportal des IMPS
www.strahlung-information.de

Das IMPS hat im letzten Jahr einen neuen Internetauftritt entworfen, der die Bevölkerung in Fragen der Radiologie, der Strahlentherapie und des Strahlenschutzes objektiv und umfassend informieren soll. Eine erste Version der Homepage ist jetzt online. Über Kritik und Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen.





Vorführung der NebelkammerAm 05.07.2016 besuchte eine Schülergruppe der Wilhelm-Knapp-Schule aus Weilburg unter Leitung des ehemaligen IMPS-Absolventen Niclas Schmitz-Beuting das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz. Den Oberstufenschülern, die sich im Hinblick auf ein zukünftiges Studium insbesondere für Medizintechnische Studiengängen interessierten, bot sich damit die Gelegenheit die Technische Hochschule Mittelhessen, insbesondere aber die Physik Labore kennen zulernen. Besonderes Interesse weckte der Besuch des Strahlenschutzlabors des IMPS. Hier wurden den Schülern anhand einiger Versuche die Grundlagen der Atomphysik vermittelt. Ein Höhepunkt stellte die Vorführung der Nebelkammer dar: hier konnten die Schüler die natürliche Radioaktivität unsere Umgebung anhand von Kondensationsspuren mit eigenen Augen sehen.