Ohne Embedded Systems läuft heute kaum noch etwas: Steuergeräte, IoT‑Knoten und smarte Geräte verbinden Software und reale Welt nahtlos. Genau diese Schnittstelle stand im Zentrum eines Gesprächs bei der programmier.bar.
MICRO: Praxis von überall
MICRO ( https://micro.mni.thm.de/ ) ist eine webbasierte Remote‑Laborplattform, über die Studierende reale Boards aus der Ferne programmieren, steuern und im Livestream testen können. Standardisierte Setups, interaktive UI‑Controls und Sicht auf digitale, analoge und serielle Signale ermöglichen authentische Experimente – unabhängig von Ort und Zeit.
In Modulen wie Mikroprozessortechnik oder Technische Informatik 2 erhalten Studierende stabilen, zeitunabhängigen Zugang zu identischen Hardware‑Setups direkt aus dem Labor – mit weniger Hürden im Tooling und schnelleren Iterationen. Das fördert den Fokus auf Architektur, Debugging und Systemdenken und unterstützt skalierbare Laborformate auch außerhalb klassischer Präsenzzeiten.

Das MICRO User Interface eines Experiments in Mikroprozessortechnik mit Kamera-Stream und emulierter Steuerung von Buttons und anderer Peripherie.
Hören: programmier.bar Deep Dive 195
In der neuen Podcastfolge sprechen Dennis Becker und Jan Gregor mit Jakob Czekansky über Hürden im MCU‑Alltag, den Ansatz hinter MICRO und das Zusammenspiel aus Hardware‑ und Software‑Entwicklung. Die Folge richtet sich an alle, die Embedded pragmatisch und praxisnah denken wollen - jetzt reinhören; hier geht's zur Podcastfolge - Deep Dive 195 - Embedded Development.
Roadmap und neue Features - DELFI25 & ICL25
Für kollaborative Szenarien plant das MICRO Team aktuell Shared Sessions, mit denen mehrere Personen synchron am selben Experiment arbeiten können – mit Rechtemodell und synchronisierten Inputs. Einen ersten Prototyp hierzu konnten Jakob Czekansky und Justin Sauer im September 2025 auf der 23. Fachtagung Bildungstechnologien der Gesellschaft für Informatik e.V. (DELFI25) vorführen.

Justin Sauer und Jakob Czekansky mit Ihrem Demo-Beitrag "Shared Sessions in MICRO: Enabling Collaborative Remote Experimentation in Embedded Systems Education" bei der DELFI25 in Freiberg, Deutschland.
Anfang Oktober konnte anschließend der Creation Assistant durch ein wissenschaftliches Papier (krankheitsbedingt leider nur remote) auf der 28th International Conference on Interactive Collaborative Learning (ICL25) präsentiert werden. Der Creation Assistant automatisiert die Analyse von Fritzing‑Schaltplänen und legt die Basis für skalierbare Setuperstellung und Bewertung.

Jakob Czekansky beim Remote-Vortrag zum Papier "Automated Integration of EDA Circuit Designs for Scalable Remote Labs in Embedded Systems Education" bei der ICL25 in Budapest, Ungarn.
Kontakt und weiterführende Links
Mehr Informationen zu Zielen, Architektur und Einsatz in der Lehre gibt es auf der Projektseite von MICRO sowie in den begleitenden Publikationen. Für Lehrkooperationen und Pilotierungen steht das Team des Projekts gern bereit.
Interesse an einer Abschlussarbeit im MICRO-Kontext?
Wir freuen uns immer über jegliches Interesse an MICRO - besonders für Abschlussarbeiten in den verschiedenen Full-Stack-Bereichen und diversen Technologien (SpringBoot mit Java/Kotlin, vue.js, Python, NGINX, ...) können Sie uns jederzeit gerne per Mail kontaktieren.


