An den Hochschulinformationstagen 2026 (28. und 29. Januar 2026) präsentierte sich die Ingenieur-Informatik an der THM mit einem eindrucksvollen Programm.
Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Diethelm Bienhaus im Labor A12.0.11, der den Unterschied zwischen klassischer Informatik, Elektrotechnik und Ingenieur-Informatik anschaulich erklärte, erwartete die Besucherinnen und Besucher im Labor A12.0.12 ein breites Spektrum an praxisnahen Demonstrationen, Versuchen und Projekten.
Unter der Leitung von Jakob Czekansky hatte das Team die Themen Mikrocontroller, Robotik, 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und die Technik von morgen erlebbar gemacht.
Maximilian Djubajlo stellte einen beeindruckenden Versuchsaufbau rund um das autonome Fahrzeug cITIcar vor und zeigte, wie Parameter wie Lenkung, BLDC-Motor oder Inertialsensorik ausgelesen und analysiert werden. Moritz Hollich knüpfte daran an und präsentierte Ergebnisse seiner Masterarbeit zum Einsatz des Analog Discovery von Digilent, mit dem Studierende im MICRO-Projekt Signale und Messwerte virtuell aus der Ferne steuern und auslesen können.
Alexander Gockel zeigte die vollautomatisierte Gravitrax-Kugelbahn, die per Arduino, Sensorik und Aktorik selbstständig den Kugellauf misst und steuert. Zudem demonstrierte er gemeinsam mit Moritz Schauer den UR5-Roboter von Universal Robots sowie den ABB-Industrieroboter, die live Aufgaben aus realen Robotik-Lehrmodulen wie das Zeichnen des THM-Logos oder das Lösen der Türme von Hanoi übernahmen.

Ein Highlight für viele Schülerinnen und Schüler war die Station von Lukas Galinski, der Einblicke in Virtual, Mixed und Extended Reality mit HoloLens und MetaQuest 3 bot. Die Faszination über diese Technologien war überall im Raum zu spüren.

Im Themenbereich Künstliche Intelligenz zeigten Daniel Dumschat und Justine Buß eindrucksvoll, wie neuronale Netze im autonomen Straßenverkehr arbeiten – von Objektklassifikation in CARLA bis zur barrierearmen Navigation für sehbeeinträchtigte Menschen über eine eigens entwickelte App.

Auch der Nachwuchs war stark vertreten: Mia Rücker und Tobias Kindler, beide vom Berufsbildungswerk Südhessen, präsentierten ihr in Python entwickeltes Softwaremodul für das Live-Stream-Feedback in unserem MICRO-Remote-Labor, während Abolfazl Hosseini seinen Display-Service vorstellte, der den Status der MICRO-Stationen nun direkt auf einem E-Ink-Display anzeigt.

Nicolai Eck präsentierte Teile aus der Mission:Me-Initiative mit spielerischen Einstiegsstationen und der eigens entwickelten Programmiersprache MICROScript, mit der Schülerinnen und Schüler das Programmieren über Rätselaufgaben lernen konnten.
Ihre praktischen Kenntnisse aus der Lehre zeigten Noah Springer und Jan Lukas Weiershausen an AVR- und ESP32-Versuchsaufbauten sowie einer Umsetzung des bekannten „Simon Games“ aus dem Informatik-Projekt im 2. Semester.

Marcel Adam führte seine aktuelle Bachelorarbeit vor, die auf automatisierte Tests von Hardware und Software für zukünftige Übungsaufgaben im Bereich der Embedded Systems abzielt.

Lukas Czycholl präsentierte im Rahmen seiner Masterarbeit den sogenannten MACRO-Schrank, ein Portalrobotersystem, das mit ROS2 angesteuert wird. Dieses System kann in unserem Remote-Labor automatisiert Versuchsaufbauten austauschen, sodass Studierenden von zu Hause aus jederzeit die passenden Experimente zum Lernen zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der 3D-Druck: Melik Onur Sen und Maurice Volkening gaben Einblicke in die Arbeit mit der hausinternen Druckfarm – darunter mehrere Prusa MK4S und XL Modelle, ein 3ntr a2v4, raise3D Pro2 Plus sowie zwei Elegoo Saturn SLA-Drucker. Sie sind fester Bestandteil zahlreicher Projekte, von Sensorhalterungen bis zu Gehäusen für Prototypen.
Alexander Roos zeigte schließlich seine Bachelorarbeit MICROLink, eine modulare Lösung zur Verbindung von Mikrocontroller-Stationen über eigens entwickelte Platinen (CubeLink, ProbeLink, PowerLink), die in Zukunft Standard in den MICRO-Versuchsaufbauten werden sollen.

Justin Sauer unterstützte beim Fotografieren und Organisieren des Ablaufs – und sorgte dafür, dass alles reibungslos verlief.
Die Hochschulinformationstage 2026 waren damit nicht nur ein Einblick in die Studienwelt der Ingenieur-Informatik, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für gelebte Teamarbeit. „Nur weil in unserem Team alle gemeinsam an einem Strang ziehen, ist so ein Tag überhaupt möglich“, betonte Czekansky abschließend.
