Teilnahme an der TFP'24

Zwischen dem 09. Januar und 12. Januar 2024 hatte ich (Björn Lötters), als Doktorand von Prof. Dr. Uwe Meyer und Prof. Dr. Martin Kutrib (JLU), die Gelegenheit, an dem jährlichen Symposium Trends on Functional Programming (TFP) in South Orange (New Jersey, USA) teilzunehmen.

Die Woche war dabei von vielen kleinen Abenteuern gespickt. Mit einem neunstündigen Direktflug von Frankfurt nach Newark und einer sechsstündigen Zeitverschiebung fing so für mich die Woche am 08. Januar an und endete am 13. Januar mit einem kurzen Ausflug nach Manhattan. Die Zeit dazwischen füllte das jährlich stattfindende TFP Symposium und der eintägige Workshop Trends on Functional Programming in Education (TFPiE) vollständig aus. Beide Events wurde hierbei an der Seton Hall Universität in South Orange abgehalten. 

TFP Keynote 1Das TFP Symposium richtet sich hierbei an junge Wissenschaftler:innen und macht sich vor allem durch einen doppelten Review-Prozess beliebt. Aber auch Veteran:innen schätzen den konstruktiven und persönlichen Austausch. So tauchen im Programmkomitee viele bekannte Namen der Programmiersprachenforschung auf und auch Berühmtheiten des Forschungsbereichs wie Benjamin C. Pierce luden zu einer Keynote (Vortrag auf seiner Webseite) ein. Das TFP Symposium versteht sich also auch als ein Tor zur Welt der Programmiersprachenforschung.

TFP Keynote 2Selbstverständlich wollte ich es mir da nicht entgehen lassen, auch selbst etwas beizutragen. Nachdem ich bereits letztes Jahr meine aktuelle Forschung zum Thema Context-Free Subphrase Grammars eingereicht hatte, konnte ich Sie nun dieses Jahr erfolgreich der wissenschaftlichen Gemeinschaft präsentieren. Das sehr konstruktive Feedback und große Interesse, welches über den Vortrag hinausging, hat hierbei die Relevanz des Themas bestätigt und viele weiterführende, spannende Fragestellungen aufgeworfen. Nachzulesen ist meine Arbeit dann zukünftig in den Proceedings beim Springer-Verlag. Student:innen mit dem Wunsch nach einer Abschluss- oder Projektarbeit im Bereich der neuesten Programmiersprachenforschung dürfen sich gerne bei mir melden.

Zu guter Letzt darf natürlich auch die Exkursion am Donnerstag nicht unerwähnt bleiben. Denn was würde sich in Newark für einen wissenschaftlichen Austausch mehr anbieten, als eine exklusive Führung durch das Labor von Thomas Edison? Edison war der Erfinder und Unternehmer hinter vielen wichtigen technologischen Errungenschaften der letzten 150 Jahre. Spannend war hierbei vor allem sein Charakter und seine Arbeitsweise, die auch heute noch als Vorbild für wissenschaftliche Produktivität herangezogen werden kann. Früh hat Edison hierbei erkannt, dass Innovation im Einzelnen immer mit einem hohen Risiko des Scheiterns einhergeht und es daher sinnvoll ist, möglichst viele Ideen gleichzeitig voranzutreiben.

TFP Edison

Das nächste TFP Symposium steht allen Wissenschaftler:innen auch nächstes Jahr wieder offen und wird voraussichtlich an der sehr viel näher gelegenen Universität von Oxford (Oxfordshire, UK) abgehalten.