Nachtleben in Gießen - Dienstagsreihe am 13.06.2023

Die Dienstagsreihe am 13.06.2023 hatte das Thema "Nachtleben & Soziale Aktion in Gießen".

Die Gäste Stephanie Jackson, Maximilian Schüller & Alexander Vasil stellten in diesem Rahmen die Ergebnisse einer großen Umfrage vor, die im vergangenen Jahr zum Gießener Nachtleben durchgeführt wurde. Denn seit Sommer 2022 machen sich verschiedene Gießener Gastronomen, Konzert- und PartyveranstalterInnen, VertreterInnen der Stadt und PolitikerInnen darüber Gedanken, ob dieses einen "Boost" vertragen könne. Anschließend traten die ReferentInnen mit den Studierenden in den Austausch.

Stephanie Jackson (1.v.r.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Musik- und Kunstförderung beim Kulturamt in Gießen. Sie fasste die Ergebnisse der Studie sehr anschaulich zusammen.

Alexander Vasil (1.v.l.) schließ 1999 sein Studium der Philosophie (Altphilologie) und Politikwissenschaft an der JLU in Giessen ab. Es folgten Auslandsaufenthalte in Spanien und Frankreich. Seit 2005 ist er als politischer Aktivist unterwegs und gründete 2008 die Genossenschaft für Solidarität und freie Bildung e.G. Im gleichen Jahr fand die erste Nachttanzdemo in Gießen statt. Alexander Vasil veranstaltete über 1400 Konzerte, hunderte Partys und insgesamt 70 Demonstrationen mit mehr als 1000 TeilnehmerInnen.

Maximilian Schüller (2.v.l.) studierte Jura und BWL. Er ist hauptsächlich Veranstalter und Unternehmer und kann sich besonders für Musik begeistern. 

Die Ergebnisse der Umfrage sind online verfügbar und können über den folgenden Link eingesehen werden: https://giessen-direkt.de/giessen/de/survey/58349/statistic

Lesen Sie hier die Interviews.

EMT:  Wie lautet die Kernaussage des Vortrags?
 
Alexander VasilJede Versammlung und damit auch jede Veranstaltung ist grundsätzlich auch politisch. Das bedeutet zwingend: gesellschaftliche Verantwortung!
 
Maximilian Schüller: Nachtleben gehört zur Kultur unseres Lebens.

 
EMT:  Was begeistert Sie am meisten an Ihrer Tätigkeit?
 
Alexander Vasil: Menschen
 
Maximilian Schüller: Der Umgang mit jungen enthusiastischen, kreativeb Menschen.
 
EMT:  Welche Kompetenzen sollten Berufseinsteiger (EMT/SLK-Studierende) heutzutage aufweisen?
 
Alexander Vasil: Ohne soziale Kompetenz wird man es in der Veranstaltungswirtschaft enorm schwer haben, genauso ohne kulturelle Vorbildung und ganz allgemein ein breit gefächertes Interesse an kulturellen aber auch gesellschaftlichen Themen. Das sind zusätzliche Dinge, Technikinteresse und schnelle Anpassungsfähigkeit an technische Umwälzungen, juristische Grundbildung und kaufmännische Fähigkeiten werden aber wahrscheinlich immer genannt.
 
Maximilian Schüller: Kreative Auslegung von Verwaltungshürden.
 
EMT:  Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht praktische (Vor-)Erfahrungen für den Berufseinstieg?
 
Alexander VasilEs geht auch ohne, dann allerdings für Jahre subaltern. Besser ist es, vorher für wenigstens eine Sache einmal die Gesamtverantwortung getragen zu haben, muss nicht Rock am Ring sein :-)
Erst dadurch gewinnen einige Studieninhalte an Auflösung und Realitätsbezug.
 
Maximilian Schüller: Unerlässlich.
 

IMPRESSIONEN

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