Bei der Dienstagsreihe am 20.01.2026 zeigte René Kockord (VPLT), wie immersive XR-Technologien die Veranstaltungstechnik verändern. Der Vortrag machte deutlich, wie AR, MR und VR bereits heute Prozesse optimieren, Informationen direkt am Einsatzort sichtbar machen und neue Effizienz sowie Begeisterung schaffen.
Lesen Sie hier das Interwiev mit René Kockord.
René Kockord ist seit mehr als 10 Jahren beruflich in der Veranstaltungstechnik tätig, anfangs schwerpunktmäßig im Konzert- und Tourneegeschäft, später überwiegend auf Corporate und Public Events. René hat Veranstaltungstechnik und -management in Berlin studiert und anschließend an der TU Braunschweig promoviert. In den vergangenen Jahren hat sich René der Entwicklung innovativer Technologien gewidmet. KI wird bereits zur Geschäftsprozessoptimierung in der Veranstaltungstechnik eingesetzt. Andere innovative Technologien wie XR bieten hingegen noch viel Potential. Daher liegt der Fokus seiner aktuellen Forschung und Entwicklung auf Einsatzmöglichkeiten von Mixed Reality speziell für die Veranstaltungstechnik. Seine fachliche Expertise und Lehrerfahrung bringt René zudem als Projektkoordinator VPLT+ im Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik ein.
René Kockord: Innovative Technologien wie KI und XR sind längst in unserer Branche angekommen. Zunächst überwiegend als Exponate eingesetzt, werden zunehmend auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten zur Prozessoptimierung genutzt. XR beschreibt verschiedene immersive Technologien wie Augmented (AR), Mixed (MR) und Virtual Reality (VR), die im aktuellen Entwicklungsstand bereits bei anspruchsvollen Aufgaben unterstützen können – insbesondere durch das Einfügen von Informationen an festgelegten Orten. Benötigte Informationen nicht erst aus Papier-Plänen oder Visualisierungen ablesen zu müssen, sondern direkt am richtigen Ort in realistischer Art angezeigt zu bekommen, sorgt unter anderem für freie Hände bei Techniker:innen, ein schnelleres und tieferes Verständnis bei Kund:innen und aufgrund des Innovationsgrads noch für staunende Augen.
René Kockord: In meiner aktuellen Tätigkeit hat das Zusammenspiel von Theorie und Praxis einen hohen Stellenwert. Als Projektkoordinator des Bildungsprogramms VPLT+ organisiere ich praxisorientierte Schulungen speziell für die Veranstaltungstechnik. Auch hier sind theoretische Grundlagen wichtig, werden aber möglichst in praktischen Übungen verpackt. Die Ausbreitung von Schallwellen lässt sich z.B. hervorragend durch die Anordnung von Basslautsprechern explorieren. Eine solche Handlungsorientierung kann zudem zu tieferem Verständnis führen und Begeisterung bei der Lerngruppe wecken.
René Kockord: Praktische Handlungskompetenzen waren schon immer und sind auch heute enorm wichtig. Einige Studis arbeiten bereits neben dem Studium oder haben praktische Berufserfahrung vorab gesammelt. Diese Erfahrung hilft den jeweiligen Studis in vielen Fällen, weil neue Kompetenzen darauf aufbauen können. Außerdem profitieren meiner Meinung nach auch die anderen Studis, wenn ein entsprechender Austausch gefördert wird. Was allerdings nicht passieren darf, ist eine "Das haben wir aber schon immer so gemacht" - Einstellung. Solange man offen für neue Ansätze ist und reflektiert handelt, gilt aus meiner Sicht: Je mehr praktische Erfahrung, desto besser.
René Kockord: Die benötigten Kompetenzen sind so vielfältig wie unsere Branche. Mir sind neben praktischen Handlungskompetenzen auch Weltoffenheit und insbesondere im internationalen Umfeld Diversitätssensibilität wichtig.