Bei der Dienstagsreihe am 17.06.2025 durften wir Manuel Meloh, Managing Director bei CAPE CROSS, an der THM in Gießen begrüßen.
Mit dem Thema „TV-Produktionen – Behind the Scenes“ gab er persönliche und emotionale Einblicke in die Welt großer TV-Formate – und zeigte, wie viel Inszenierung, Teamarbeit und Emotion hinter der Kamera steckt.
Lesen Sie hier das Interview mit Manuel Meloh.
Manuel Meloh: Ich bin seit fast 20 Jahren in der Veranstaltungs,- und Produktionsbranche tätig – mit Stationen in Deutschland und international. Nach meiner Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik bei PROCON startete ich 2009 bei PRG als Account Manager im Automotive-Bereich. 2015 führte mich mein Weg in die Niederlassung nach Dubai, wo ich als Sales Manager tätig war. Zurück in Deutschland übernahm ich bei PRG die Leitung des Bereichs Production Management und wurde später zum Director befördert. Seit 2021 bin ich Managing Director bei CAPE CROSS. Parallel zu meiner beruflichen Laufbahn habe ich zwei Bachelorabschlüsse in Management und Marketing sowie einen Masterabschluss in Wirtschaftspsychologie erworben – alle berufsbegleitend. Diese Kombination aus praktischer Erfahrung und fundierter akademischer Ausbildung ermöglicht es mir, komplexe Projekte strategisch zu steuern, Teams gezielt zu führen und kreative Prozesse mit wirtschaftlichem Denken zu verbinden.
Manuel Meloh: TV- Produktionen behind the scences! Was unterscheidet eine Studioproduktion von einer Arenaproduktion? Ein kurzer Einblick in eine Branche, die sich rasant verändert. Dabei liegt der Fokus auf den unterschieden von klassischen Studio-Formaten im Vergleich zu Arena-Produktionen, insbesondere zu Zeiten, in denen jeder mit dem Handy filmen kann.
Manuel Meloh: Die Entertainmentbranche, egal ob TV-Shows oder Live-Events, geben einem das große Privileg unmittelbar und hautnah das Ergebnis seiner Arbeit zu erleben. Für mich gibt es nichts wichtigeres, als direkt zu spüren, wie ich anderen Menschen im Resultat meiner Arbeit eine Freude bereiten kann. Bei TV-Shows – insbesondere bei Comedy-Shows – aber auch anderen Events erleben Menschen eine positive Emotion und Freude, die insbesondere in gesellschaftlich schwierigen Zeiten umso wichtiger sind. Wenn man dann noch berücksichtigt, wie groß die Reichwiete ist und so ziemlich jeder die Formate kennt, die wir betreuen, macht es noch viel mehr Spaß!
Manuel Meloh: Beide Studiengänge sind sehr generalistisch ausgelegt. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig zu überlegen, auf welche berufliche Ausrichtung der spätere Schwerpunkt gelegt werden soll. Gerade im Event-Management und insbesondere in der technischen Umsetzung ist es sehr schwierig in allen Themengebieten "Spezialist" zu sein, da die unterschiedlichen Bereiche zu komplex und zu vielfältig sind. Nichtsdestotrotz soll ein Studium natürlich immer die theoretische Grundlage für die spätere Praxis sein, daher sind neben den Fachkenntnissen vor allem auch die Sozial- und Methodenkompetenz für die weitere Entwicklung von großer Bedeutung.
Manuel Meloh: Es kommt immer ein wenig auf das Berufsfeld an. Natürlich hilft es uns, als Arbeitgeber, wenn ein Berufseinsteiger bereits über praktische Erfahrungen verfügt. Ich bin der Ansicht, dass man seinen Beruf anhand seiner Interessen und seiner Stärken auswählen sollte. Meistens führt dies automatisch dazu, dass Berufseinsteiger, insbesondere in der Event-Branche, schon eine gewisse Vorerfahrung mitbringen, welche deutlich hilft. Andersherum wollen wir natürlich auch diejenigen bei ihrem Berufseinstieg unterstützen, die über weniger Erfahrung verfügen und es ist kein absolutes Muss.
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