MWI44 Globale Rohstoff- und Produktsysteme
keine
Erfolgreicher Abschluss des Moduls Fundamentals of sustainability and society
Das Modul globale "Rohstoff- und Produktsysteme" greift die Grundlagen des industriellen Metabolismus auf und setzt sie mit dem sozialen Metabolismus in Zusammenhang. Die anthropogen verursachten Energie- und Stoffflüsse und die damit verbundenen Schadstoffemissionen übersteigen die Aufnahmekapazität der natürlichen Senken; dadurch werden die planetaren Grenzen überschritten. Basierend auf der Kenntnis der Systematik der natürlichen Ressourcen und Rohstoffen werden die Systemzusammenhänge und Nexus zwischen Rohstoffen und Umweltwirkungen aufgezeigt. Der "Wert" und die Wertschätzung natürlicher Ressourcen wird ebenso thematisiert wie aktuelle und historische Rohstoffströme und damit verbundene soziale, ökologischen wie ökonomische Konflikte. Das Konzept der Rohstoffkritikalität und deren Bewertung wird aufgegriffen und seine Grenzen aufgezeigt. Ausgewählte globale Rohstoffe und Produktsysteme werden ebenso wie die Konzepte der Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz behandelt und eingeordnet. Dies beinhaltet die systematische Betrachtung von Primär- und Sekundärrohstoffen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Substituierbarkeit in Produktsystemen. Die erworbenen Kompetenzen werden auf die Analyse und Bewertung von ausgewählten Rohstoff- und Produktsysteme praxisorientiert angewandt.
- Industrieller und sozialer Metabolismus
- Systematik der Natürlichen Ressourcen und Rohstoffe
- Nexus natürliche Ressourcen inkl. Umweltwirkung
- Kosten und Wertschätzung natürlicher Ressourcen
- Aktuelle und historische globale Rohstoffströme und -konflikte
- Konzept der Rohstoffkritikalität - was deckt es ab, was nicht?
- Bedeutung und Wege von ausgewählten Rohstoffen in Produktsystemen
- Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz
- Primär- und Sekundärrohstoffe
- Substituierbarkeit, Zirkularität und deren Grenzen
- Analyse und Bewertung ausgewählter Produktsysteme
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über ein vertieftes Verständnis des industriellen und sozialen Metabolismus und dessen Verknüpfung mit globalen Rohstoff- und Produktsystemen (aktuell und historisch). Sie analysieren die Auswirkungen von Energie- und Stoffströmen auf die planetaren Grenzen und bewerten damit den "Wert" natürlicher Ressourcen. Das Konzept der Rohstoffkritikalität wird vermittelt und auf globale Rohstoffe angewendet. Die Studierenden lernen Strategien der Ressourcenschonung bzw. -effizienz sowie der Substituierbarkeit in exemplarischen Produktsystemen kennen, wenden diese lösungs- und praxisorientiert an und reflektieren dabei die Grenzen des Machbaren unter gegebenen systemischen Rahmenbedingungen.
Fachkompetenzen
Die Studierenden können...
- die Systematik der Natürlichen Ressourcen und Rohstoffen beschreiben, deren Nexus einordnen und voneinander abgrenzen
- das Konzept der Rohstoffkritikalität und die Möglichkeiten und Grenzen der Substituierbarkeit auf Produktsysteme übertragen
- ein Verständnis für komplexe Rohstoff- und Produktsysteme entwickelt
- die geopolitischen Dimensionen von Rohstoffen und Warenflüssen erläutern
Methodenkompetenzen (fachlich & überfachlich)
Die Studierenden
- wenden Methoden und Dimensionen zur Bewertung von Rohstoffkritikalität praxisorientiert an,
- berücksichtigen Akzeptanzschwellen beim Einsatz von Sekundärrohstoffen in Produktsystemen,
- sind in der Lagekomplexe Rohstoff- und Produktsysteme zu analysieren und zu bewerten.
- die Anwendung der vermittelten Methoden und Konzepte auf ausgewählte Fallbeispiele transferieren,
- sind in der Lage wissenschaftliche Sachverhalte und Zusammenhänge anhand von Fachliteratur zu erarbeiten
Sozialkompetenzen
Die Studierenden
- können die Modulinhalte in angemessener Fachsprache kommunizieren und diskutieren
- sind sich der geopolitischen Dimension von Rohstoff- und Warenflüssen bewusst und können die Perspektive unterschiedlicher Stakeholer einnehmen
- selbstständig und im Team wissenschaftliche Sachverhalte recherchieren, aufbereiten
- ihre erworbenen Kenntnisse zielgruppengerecht an Dritte weitergeben.
Selbstkompetenzen
Die Studierenden (haben/können)
- haben ein Gespür für die Kosten und Wertschätzung von Rohstoffen entwickelt,
- haben die Systemzusammenhänge und die Nexus zwischen Rohstoffnutzung und Umweltwirkungen verinnerlicht
- können ihre Arbeitsweise und Zeiteinteilung in einer konkreten Projektarbeit so koordinieren, dass sie diese Arbeit eigenverantwortlich und selbstständig zum erfolgreichen Abschluss bringen
- haben gelernt eigene Wissenslücken zu erkennen und zu schließen,
- können ihre Arbeitsergebnisse und Vorgehensweise kritisch reflektieren.
- 5 CrP
- Arbeitsaufwand 150 Std.
- Präsenzzeit 60 Std.
- Selbststudium 90 Std.
- 4 SWS
- Vorlesung mit interdisziplinären Dozententeam und Praxisübungen
- Sustainability Transformation in Engineering and Management (M.Sc. 2024)
keine
Nein
Bonuspunkte werden gemäß § 9 (4) der Allgemeinen Bestimmungen vergeben. Art und Weise der Zusatzleistungen wird den Studierenden zu Veranstaltungsbeginn rechtzeitig und in geeigneter Art und Weise mitgeteilt.
Hausarbeit und Präsentation zu einem ausgewählten Rohstoff-/Produktsystem (100 %)
siehe Skript und/oder Moodlekurs
Rechtliche Hinweise
- Diese Informationen geben den in den Online-Diensten für Studierende erfassten Datenbestand wieder.
- Die rechtskräftigen und damit verbindlichen Fassungen der Modulhandbücher finden Sie im Amtlichen Mitteilungsblatt der THM (AMB).
- Alle gültigen Prüfungsbestimmungen für die THM-Studiengänge können Sie außerdem in komfortabler Leseversion über den Downloadbereich auf der Homepage des Prüfungsamts einsehen.