SEM-11 Fundamentals of sustainability and society

Modulverantwortliche
  • Prof. Dr. Harald Weigand
Lehrende
  • verschiedene Lehrende
Notwendige Voraussetzungen zur Teilnahme

keine

Empfohlene Voraussetzungen zur Teilnahme

keine

Kurzbeschreibung

Das Modul vermittelt ausgehend von der Herkunft des Nachhaltigkeitsbegriffs und den UN-Nachhaltigkeitszielen die Bedeutung und Rolle des Individuums und der Gesellschaft für die Gestaltung des Wandels hin zu einer Lebensweise, die die planetaren Grenzen anerkennt. Dies erfolgt auch unter Berücksichtigung der historischen und aktuellen Ursachen globaler Wohlstandsgefälle.

Inhalte
  • Herkunft des Nachhaltigkeitsbegriffs und UN Nachhaltigkeitsziele
  • Planetare Belastbarkeitsgrenzen und Kipppunkte
  • Grenzen des Wachstums, Wohlstand ohne Wachstum, Postwachstum, Wachstum zur Armutsbekämpfung
  • Historische und aktuelle Nachhaltigkeitspolitik und -anforderungen auf verschiedenen Skalen (von internationalen Ebene bis zum Haushalt)
  • Menschenbild, Psychologie und Barrieren nachhaltigen Handelns, Tragik der Allmende
  • Historische Bedeutung von Kolonialismus und Sklaverei
  • Konflikte, Flucht, Vertreibung und Migration
  • Aktuelle globale Rohstoff-, Waren-, Abfallströme in der Reflexion gesellschaftlichen und individuellen Konsumverhaltens
  • Globalisierung und Regionalisierung
  • Wege aus den Dilemmata: Freiwilligkeit und Selbstverpflichtungen versus Regulatorik
  • Nachhaltige Lebensziele, Unternehmensethik und unternehmerische Nachhaltigkeit
  • Regionale, nationale, supranationale Initiativen und Standards
  • Rolle zivilgesellschaftlicher Gruppen und kritische Reflektion (NGOs, Aktivismus) und Medien/Journalismus
  • Zielkonflikte
Qualifikations- und Lernziele

Die Studierenden haben sich am Ende des Moduls ein breites Spektrum an Grundlagenwissen im Bereich Nachhaltigkeit und Gesellschaft angeeignet. Dies umfasst in diesem Kontext wesentliche Themenfelder unter Berücksichtigung historischer und aktueller Zusammenhänge. Der Betrachtungsrahmen geht dabei von der individuellen bis hin zur regionalen, nationalen, supranationalen und globalen Perspektive. Sie können komplexe Zusammenhänge analysieren und beschreiben sowie Zielkonflikte herausarbeiten und kritisch diskutieren.

Fachkompetenzen

Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls können die Studierenden

  • die o.g. fachlichen Grundlagen des Moduls fundiert und differenziert darstellen, einordnen und erläutern
  • daraus die Motivation für den Wandel ableiten und sich ergebende Transformationsfelder im Kontext des Studiengangs beschreiben
  • Verhalten auf individueller bzw. gesellschaftlicher Ebene hinsichtlich ethischer bzw. nachhaltiger Aspekte analysieren und die einflussnehmenden (sozial-) psychologischen Muster beschreiben
  • den aktuellen zukünftigen Herausforderungen hinsichtlich ihrer angestrebten beruflichen Rolle als Gestalterende des Wandels begreifen und erörtern

Methodenkompetenzen (fachlich & überfachlich)

Die Studierenden können

  • Strategiekonzepte und Instrumente aus Politik und Wirtschaft vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsziele kritisch reflektieren
  • die Theorienvielfalt innerhalb und zwischen verschiedenen Fachdisziplinen (inter- und transdisziplinär) anerkennen und einordnen
  • (globale) Zusammenhänge zwischen planetaren Belastbarkeitsgrenzen, Bedürfnissen und Wertschöpfungsketten erläutern, kritisch hinterfragen und erste Lösungsansätze entwickeln
  • in komplexen Situationen moralische Dilemmata erkennen, ganzheitlich reflektieren, ethisch bewerten und mögliche Handlungsoptionen ableiten

Sozialkompetenzen

Die Studierenden (können)

  • öffnen sich für Fragestellungen in Bezug auf Diversität, Interkulturalität und Gerechtigkeit
  • setzen sich mit den o.g. Inhalten des Moduls individuell und im Team kritisch auseinander
  • gezielt und einfühlsam gruppenintern und zwischen verschiedenen Gruppen (medial) interagieren und kommunizieren
  • durch Perspektivübernahme (inter- und transdisziplinär) die Standpunkte anderer nachvollziehen und bei der Entwicklung von Lösungsansätzen berücksichtigen
  • bringen sich engagiert in den gesellschaftlichen Diskurs zu einer nachhaltigen Lebensweise ein

Selbstkompetenzen

Die Studierenden

  • erleben bewusst das Spannungsfeld zwischen den Nachhaltigkeitszielen und der individuellen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Ist-Situation
  • reflektieren dazu ihr eigenes Wertesystem hinsichtlich Einstellungen, Ideen und Haltungen und sind sich ihrer soziokulturellen Situiertheit bewusst.
  • setzen sich mit ihrer Rolle als Gestaltende des Wandels kritisch auseinander
  • bringen sich in aktiver Fachsprache in Debatten zur Nachhaltigkeitsentwicklung ein.
ECTS-Leistungspunkte (CrP)
  • 5 CrP
  • Arbeitsaufwand 150 Std.
  • Präsenzzeit 60 Std.
  • Selbststudium 90 Std.
Lehr- und Lernformen
  • 4 SWS
  • Seminaristische Vorlesung mit interdisziplinären Dozententeam und Praxisübungen
  • Exkursion
Studiensemester
  • Sustainability Transformation in Engineering and Management (M.Sc. 2024)
Dauer
1 Semester
Häufigkeit des Angebots
Jedes Semester
Unterrichtssprache
Englisch
Prüfungsvorleistungen

keine

Bonuspunkte

Nein

Bonuspunkte werden gemäß § 9 (4) der Allgemeinen Bestimmungen vergeben. Art und Weise der Zusatzleistungen wird den Studierenden zu Veranstaltungsbeginn rechtzeitig und in geeigneter Art und Weise mitgeteilt.

Prüfungsleistungen

Studientagebuch mit Diskussion/Präsentation im Plenum

Benotung
Die Bewertung des Moduls erfolgt gemäß §§ 9, ggf. 12 (Teilleistungen), ggf. 18 (Arbeiten, Kolloquien) der Allgemeinen Bestimmungen (Teil I der Prüfungsordnung).
Verwendbarkeit
Gemäß § 5 der Allgemeinen Bestimmungen (Teil I der Prüfungsordnung) Verwendbarkeit in allen Masterstudiengänge der THM möglich.
Literatur, Medien

siehe Skript und/oder Moodlekurs

Rechtliche Hinweise