BRÜB Brückenbau

Modulverantwortliche
  • Prof. Dr.-Ing. Bertram Kühn
Lehrende
  • Prof. Dr.-Ing. Bertram Kühn
Notwendige Voraussetzungen zur Teilnahme

Keine

Empfohlene Voraussetzungen zur Teilnahme

Abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich konstruktiven Ingenieurbau, insbesondere die Belegung des Moduls Einführung in den Brückenbau

Kurzbeschreibung

Tragverhalten von Brückenbauwerken, Erläuterung wesentlicher Begriffe, Zusammenhänge, Voraussetzungen und Randbedingungen für den Entwurf von Brückentragwerken, Vordimensionierung von Brückenbauwerken in Bezug auf Gebrauchstauglichkeit und Tragsicherheit.

Inhalte

- Brückensysteme: Konstruktionsarten, Über- und Unterbauten, Lastansätze, Schnittgrößen, Konstrukti- onsdetails und Ausführungszeichnungen
- Bauverfahren: wie z.B. Traggerüste, Taktschieben, Freivorbau etc. inkl. Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile sowie typische Anwendungsfälle - Besonderheiten verschiedener Brückenbauwerke bei verschiedenen Bauarten und verschiedenem Materialeinsatz (Stahl-, Massiv-, Spannbeton-, Holz- und Stahl-Beton-Verbundbauweise) im Hinblick auf die Bemessung, Konstruktion und Bauausführung
- Alle ingenieurtechnisch notwendigen Leistungsphasen angefangen vom Erhalten der Aufgabenstellung des Bauherrn bis zur Ausarbeitung der Vorzugsvariante des RE-Entwurfs mit Entwurfszeichnungen, Vorstatik, Erläuterungsbericht und Kostenschätzung und Vorstellung beim Bauherrn
- Verfahren und Geräte zur Bauwerksdiagnose von Bestandsbauwerken, Einsatzziele und richtige Anwendung

Qualifikations- und Lernziele

Fachkompetenzen
Abläufe und Prozesse in der Grundlagenermittlung, dem Vorentwurf und dem Entwurf, der Bemessung und Konstruktion im gesamten Brückenbau grundlegend darstellen (z. B. Brückentragwerk, Traggerüste, Gründungen), einordnen und für die jeweilige Bauaufgabe zielgerichtet anwenden.
Die Studierenden können
- Vor- und Nachteile verschiedener Brückenarten und verschiedener Brückenbaumaterialien wiedergeben, im Abgleich mit verschiedensten baulichen Randbedingungen beurteilen und geeignete Lösungen auswählen sowie planerisch umsetzen.
- die typischen Ausstattungselemente von Brücken benennen und anwendungsbezogen auswählen.
- alle zu einem Brückenentwurf notwendigen Grundlagen benennen, kennen die Quellen, wo man sich diese Informationen beschafft und haben bereits selbst Erfahrung gemacht mit der eigenständigen Beschaffung von Grundlagen.
- typische Verfahren und Geräte zur Bauwerksdiagnose benennen und anwenden

Methodenkompetenzen (fachlich & überfachlich)
Die Studierenden können
- Vorgaben der Straßen- bzw. Streckenplanung lesen, selbst bewerten und auf eigene Brückenentwürfe übertragen
- ein Brückentragsystem im Team entwickeln, bemessen und konstruieren.
- spezielle Gründungsverfahren unter Berücksichtigung der Baugrundverhältnisse auswählen.
- das zum eigenen Brückenentwurf passende Bauverfahren benennen und die sich aus dem Bauverfahren ergebenden Rückkopplungen auf den Entwurf und den Bauort zielgerichtet mitberücksichtigen.
- die Brückenkonstruktion zeichnerisch als Werk- und Detailplanung darstellen.
- Vordimensionierungen, Erläuterungsberichte und Kostenschätzungen gem. RAB-ING erstellen.

Sozialkompetenzen
Die Studierenden können
- im Team arbeiten.
- Zeit- und Ressourcenmanagement für sich selbst mit gleichzeitigem Blick auch auf andere betreiben und sich selbst und andere in kollegialer Kooperation dabei auch überwachen.
- Methoden zur Konfliktbeseitigung in der Lerngruppe untereinander aber auch mit beteiligten Dritten anwenden.

Selbstkompetenzen
Die Studierenden können
- Diskussionen selbstständig initiieren und leiten sowie Diskussionsergebnisse in geeigneter Weise festhalten.
- den Zusammenhang und die Wechselwirkung zwischen rein technischer Ingenieurarbeit an einer Lösungsfindung und den Anforderungen einer Verkehrsbehörde sowie der interessierten Politik und Öffentlichkeit erkennen und in der Außendarstellung ihrer Arbeit auf die verschiedenen Adressaten eingehen.

ECTS-Leistungspunkte (CrP)
  • 6 CrP
  • Arbeitsaufwand 180 Std.
  • Präsenzzeit 60 Std.
  • Selbststudium 120 Std.
Lehr- und Lernformen
  • 4 SWS
  • 4 SWS Seminar
Studiensemester
  • Bauingenieurwesen (M.Eng. 2018) - 1. - 2. Semester
Dauer
1 Semester
Häufigkeit des Angebots
Einmal im Jahr
Unterrichtssprache
Deutsch
Prüfungsvorleistungen

Keine

Bonuspunkte

Nein

Bonuspunkte werden gemäß § 9 (4) der Allgemeinen Bestimmungen vergeben. Art und Weise der Zusatzleistungen wird den Studierenden zu Veranstaltungsbeginn rechtzeitig und in geeigneter Art und Weise mitgeteilt.

Prüfungsleistungen

- Projektarbeit mit Fachgespräch (min. 45 min)

Benotung
Die Bewertung des Moduls erfolgt gemäß §§ 9, ggf. 12 (Teilleistungen), ggf. 18 (Arbeiten, Kolloquien) der Allgemeinen Bestimmungen (Teil I der Prüfungsordnung).
Verwendbarkeit
Gemäß § 5 der Allgemeinen Bestimmungen (Teil I der Prüfungsordnung) Verwendbarkeit in allen Masterstudiengänge der THM möglich.
Literatur, Medien

- Fritz Leonhardt: Brücken. Deutsche Verlags-Anstalt DVA 2002, ISBN 3-421-02590-8
- DIN EN 1991-2, DIN EN 1992-2, DIN EN 1993-2, DIN EN 1994-2 und DIN EN 1995-2 inkl. NAs
- Richtzeichnungen des BMV für Brücken und sonstige Ingenieurbauwerke, ZTV-Ing.
- Holst, K.H.; Holst, R.: Brücken aus Stahlbeton und Spannbeton, Ernst&Sohn Verlag, Berlin
- Eugen Brühwiler, Christian Menn: Stahlbetonbrücken, Springer-Verlag Wien
- Gerhard Mehlhorn: Handbuch Brücken: Entwerfen, Konstruieren, Berechnen, Bauen und Erhalten, Springer Verlag

Rechtliche Hinweise