Molekulare Diagnostik

Modulnummer
BI2022
Modulverantwortlicher
  • Jürgen Hemberger
Dozent
  • Jürgen Hemberger
  • Prof. Dr. Harald Lange
Kurzbeschreibung

Grundlagen und Aufbauwissen der Molekularen Diagnostik. Diagnostische Strategien . Träger- und Testsysteme. Biomarker. Immunoassays (ELISA, Immuno PCR, Westernblot). Schnelltests (Dipstick, Lateral flow. Multiplexassays). PCR (real time PCR, digital PCR). Mutationsanalyse (SNP-genotyping, DNA fingerprinting). Microarray-basierte Methoden (CGH arrays, SNP-arrays, Protein und Antikörperarrays). Praktische Anwendungsbeispiele.

Qualifikations- und Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage:

  • die Vor-und Nachteile der verschiedenen Methoden im Bereich der Molekularen Diagnostik zu verstehen und zu begründen
  • die für die jeweilige Fragestellung adäquaten grundlegenden molekularen Techniken auswählen
  • zugehörige Experimente zu planen und durchzuführen und die daraus gewonnenen Ergebnisse auszuwerten, zu validieren als auch zu interpretieren
  • an ausgewählten Beispielen die Grundkenntnisse von Arbeitsmethoden zur Diagnostik von pathologischen Veränderungen anzuwenden und deren diagnostische Relevanz zu beurteilen
  • diagnostische Untersuchungsergebnisse hinsichtlich ihrer Validität zu bewerten (Sensitivität, Spezifität, positiv prädiktiver Wert etc.)
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu diskutieren und umzusetzen
  • ethische Aspekte bei der Anwendung neuer diagnostischer Methoden (z.B. pränatale Diagnostik) zu beurteilen
  • eigenverantwortlich zu erkennen, wann die Diskussion mit Vertretern anderer Disziplinen, wie Medizin zur Beurteilung der eigenen Forschungsarbeiten zwingend notwendig ist.
Lerninhalte

Vorlesung: Grundlagen und Aufbauwissen der Molekularen Diagnostik

  • diagnostische Strategien und Verfahren
  • Träger- und Testsysteme
  • Biomarker
  • Methoden mit Fokus auf deren Anwendung in der Diagnostik:
    • Immunoassays (ELISA, Immuno PCR, Westernblot)
    • Schnelltests (Dipstick, Lateral flow. Multiplexassays)
    • PCR (real time PCR, digital PCR)
    • Mutationsanalyse (SNP-genotyping, DNA fingerprinting)
    • Microarray-basierte Methoden (CGH arrays, SNP-arrays, Protein und Antikörperarrays)
  • Kriterien zur Methodenauswahl
  • praktische Anwendungsbeispiele:
    • Nachweis genetischer Erkrankungen
      • Forensik
      • Detektion von GVOs
      • Viren-Diagnostik
    • Detektion von Pathogenen in Körperflüssigkeiten, Trinkwasser, Futter- und Lebensmittel
  • Qualitätssicherung

Praktikum: Anwendungen Molekularer Diagnostik

  • Entwicklung eines ELISA-Tests
  • Entwicklung eines Schnelltests auf LFA-Basis
  • Detektion von Antibiotika-Resistenzen
Moduldauer (Semester)
1
Unterrichtssprache
Deutsch
Gesamtaufwand
6 CrP; 180 Stunden, davon etwa 60 Stunden Präsenzzeit.
Semesterwochenstunden
4
Lernformen

Vorlesung 2 SWS, Praktikum 2 SWS

Geprüfte Leistung

Prüfungsvorleistung: Praktikumsleistung

Prüfungsleistung: Klausur

Bewertungsstandard

Bewertung der Prüfungsleistung nach § 9 der allgemeinen Bestimmungen für Bachelorprüfungsordnungen

Häufigkeit des Angebots
Einmal im Jahr
Literatur
  • Thiemann, Frank: Molekulare Diagnostik. Wiley-VCH Verlag GmbH
  • Renz, Harald: Praktische Labordiagnostik. De Gruyter Verlag
  • Buckingham, Lela: Molecular Diagnostics: Fundamentals, Methods and Clinical Applications. Davis Company
Vorausgesetzte Module