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Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Im Internet las Ekaterina Seredina, dass es in Deutschland eine Hochschule gibt, die den Studiengang KrankenhausTechnikManagement (KTM) anbietet. Die 24-jährige Russin nahm Kontakt mit dem Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie der FH Gießen-Friedberg auf. Was sie dort erfuhr, bewegte sie zum Wechsel von der Moskwa an die Lahn. Zu Beginn des laufenden Wintersemesters kam sie von der Technischen Universität Moskau an die mittelhessische Hochschule.

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Das Tiefbauamt der Stadt Gießen, eine Arbeitsgruppe der FH Gießen-Friedberg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulf Theilen und das Ingenieurbüro für Abfluss, Kläranlagen, Steuerung (iaks) aus Sonthofen kooperieren bei einem Forschungsprojekt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert die Arbeiten mit über 200.000 Euro. Bei dem in Deutschland einmaligen Forschungsvorhaben geht es darum, die Gießener Abwasserentsorgung zu optimieren.


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So groß war der Andrang noch nie: Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler folgten der Einladung des Gießener Fachbereichs Maschinenbau, Mikrotechnik, Optronik (MMO). Sie nahmen in den Herbstferien an einem kompakten Programm zur Orientierung bei der Studien- und Berufswahl teil. „Wir wollen den Gaststudenten ermöglichen“, so Dekan Prof. Peter Orlowski, „sich selbst ein Bild von der praxisnahen Ingenieur-Ausbildung an der FH zu machen.“ Die Arbeit im Labor bildete deshalb den Schwerpunkt im Stundenplan.

 

Bei den Laborübungen ging es unter anderem um Computer Aided Design, den Betrieb einer NC-Werkzeugmaschine und um Grundlagen der Hydraulik. Kurze Vorlesungen gaben zielgruppengerechte Einführungen in die Theorie. In persönlichen Beratungsgesprächen mit Professoren erhielten die Gäste Antworten auf Fragen ihres Interesse. Eine Exkursion, die zu Leica nach Wetzlar führte, vermittelte zum Abschluss Einblicke in die industrielle Produktion und die Tätigkeitsfelder von Ingenieuren.

Prof. Orlowski organisiert das einwöchige Probestudium für Schüler seit fünf Jahren in den Oster- und Herbstferien. Der Hochschullehrer zieht eine durchweg positive Zwischenbilanz. Aus Befragungen von Studienanfängern wisse er, dass sich etwa ein Drittel der Teilnehmer später für ein Studium am Fachbereich MMO entscheide. Mit dieser Quote sei er sehr zufrieden.


 „Bachelor und Master – Konsequenzen für zukünftige Studierende“ – so lautete das Thema der Fortbildungsveranstaltung, zu der die Fachhochschule Gießen-Friedberg 25 Lehrerinnen und Lehrer begrüßte.

Eingeladen hatte die FH gemeinsam mit der Regionalstelle Friedberg des Hessischen Landesinstituts für Pädagogik (HeLP). Das Arbeitstreffen diente der Vorbereitung der 6. Friedberger Informationstage (FIT), zu denen am 10. und 11. November wieder bis zu 1000 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern auf dem Friedberger Campus erwartet werden.
Dr. Burkhard Kampschulte, Professor für Elektrotechnik und Mitorganisator der FIT, nannte in seiner Begrüßung die langjährige Kooperation zwischen FH und HeLP vorbildlich. Das Besondere daran sei, dass die Lehrerinnen und Lehrer die Exploration der Hochschullandschaft durch die Schüler aktiv begleiteten.
Über „Bachelor und Master – Konzepte, Inhalte, Akkreditierung“ referierte Prof. Dr. Johann Schneider, Mitglied der Akkreditierungsrats, der als oberstes Gremium die nationale und internationale Anerkennung von Studiengängen gewährleistet. Der frühere Rektor der FH Frankfurt erläuterte die Ziele der Einführung neuer Studienabschlüsse. Unter anderem werde die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums und damit die Erhöhung der Mobilität von Studierenden und Arbeitskräften angestrebt. In Deutschland gehe es zudem um eine Verkürzung der Studienzeiten.
Der Bachelor werde zukünftig in allen Studiengängen nach 6 oder 7 Semestern zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen. Anschließend könnten die Absolventen in 3 oder 4 Semestern den Master erwerben. Bereits heute betrage der Anteil von internationalen Bachelor- und Masterstudiengängen 20 Prozent des gesamten Studienangebots in Deutschland. Bis 2010 solle ein Großteil auf die neuen Strukturen umgestellt sein. Da sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen die neuen Abschlüsse anböten, werde sich das Verhältnis zwischen beiden Hochschultypen verändern.
Über das reformierte Studienprogramm des Fachbereichs Wirtschaft berichtete anschließend Prof. Dr. Derk-Hayo Reimers. Die Gießener Betriebswirte hatten bereits im Jahr 2001 drei internationale Studiengänge eingeführt. Der Fachbereich verzeichne hierfür eine rege Nachfrage von Studieninteressierten.

Die Veranstaltung schloss mit einer lebhaften Diskussion. Bernhard Friedrich vom HeLP wies auf Möglichkeiten der Einbindung des Themas „Bachelor und Master“ in aktuelle Unterrichtsprojekte hin.