Prof. Hans-Joachim Schwalbe (vordere Reihe, 3. von rechts) gemeinsam mit den anderen Preisträgern vor dem Biebricher Schloss in Wiesbaden.Im Wettbewerb um den Hessischen Kooperationspreis haben die Herborner Pumpenfabrik J. H. Hoffmann und die TH Mittelhessen den zweiten Platz belegt. Sie erhielten die Auszeichnung, die vom TechnologieTransferNetzwerk Hessen vergeben wird, für die Entwicklung einer von innen beschichteten Pumpe mit neuartiger Hydraulik. Das Preisgeld beträgt 2500 Euro.

Die neue Graugusspumpe mit einer Beschichtung, die Nanopartikel und Kunststoffe kombiniert, ist nicht mehr korrosionsanfällig. Sie arbeitet effizienter als ihre Vorgängermodelle und ist fast wartungsfrei.

Die Entwicklungsabteilung des Herborner Unternehmens konstruierte die Versuchspumpen. Die Wissenschaftler vom Kompetenzzentrum für Werkstoffwissenschaften und Materialprüfung der THM analysierten die verschiedenen Werkstoffe, die für die Beschichtung in Frage kamen, und schufen die Rezeptur für die spezielle „Dickschicht-Beschichtung“. Außerdem überprüften sie das Verhalten der neuen Pumpen in Bezug auf Reibung, Verschleiß und Korrosion. Dafür hatten die Partner eigens vier Prüfstände entwickelt. „Durch die erfolgreiche Kooperation mit der Herborner Pumpenfabrik hat das interdisziplinär arbeitende Kompetenzzentrum einen enormen Schub erhalten“, sagte Prof. Dr. Hans-Joachim Schwalbe. Das gewonnene Know-how fließe in die Lehre ein. Die neuen Prüfstände sollen in Praktika und in der Forschung genutzt werden.

Der Hessische Kooperationspreis war zum sechsten Mal ausgeschrieben. Mit ihm zeichnete das Land herausragende gemeinsame Projekte von Forschungseinrichtungen und Industrie aus. In diesem Jahr waren 21 Bewerbungen eingegangen.