Prof. Silke Bock, Leiterin der Internen Wissenschaftlichen Weiterbildung an der THM, bei der Eröffnung des ersten "Tags der Labordidaktik" in Gießen. Beim „Tag der Labordidaktik“ trafen rund 80 Mitglieder vorwiegend hessischer Hochschulen an der TH Mittelhessen in Gießen zusammen. Dabei ging es um den „Lernort Labor“, der im praxisbezogenen akademischen Ausbildungskonzept der Hochschulen für angewandte Wissenschaften eine wichtige Funktion hat.

Seit über 30 Jahren veranstaltet die Arbeitsgruppe wissenschaftliche Weiterbildung (AGWW) der hessischen Fachhochschulen labordidaktische Seminare.

Die AGWW sei „eines der ältesten hochschuldidaktischen Netzwerke bundesweit“, hob Prof. Silke Bock vom Organisationsteam der THM bei der Begrüßung hervor. Mit dem Tagungsthema habe man auf den Wunsch vieler wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer Gesamtschau der Konzeptentwicklung in Hessen reagiert.

THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin bewertete die langjährige Tradition labordidaktischer Workshops als Beleg für den hohen Stellenwert der Laborausbildung an den hessischen Fachhochschulen. Mit Blick in die Zukunft bezeichnete er die Weiterbildung auf diesem Gebiet als „Daueraufgabe“ und sagte: „Wenn der Anspruch gilt, dass Lernen sich lebenslang vollzieht, dann gilt das auch für das Weiterlernen, was die Lehre im Labor betrifft.“

Der erste Teil der Tagung widmete sich der „Rückschau auf 33 Jahre“, bei der Aspekte wie „Das Konzept der labordidaktischen Seminare in Hessen“, die „Bedeutung der Laboringenieure“ und „Persönliche Erfahrungen mit dem labordidaktischen Seminar“ in verschiedenen Beiträgen zur Sprache kamen.

Nach dem zentralen Vortrag von Prof. Dr. Gudrun Kammasch (Beuth Hochschule für Technik Berlin) zum Thema „Das Labor – das Herzstück der Ausbildung in Natur- und Ingenieurwissenschaften“ stand eine Reihe von Workshops auf dem Programm. Dabei ging es unter anderem um die „OSCE-Prüfung für Labor-Lernziele“, um „Lernteam-Coaching mit integriertem Labor“ und um die „Praxis in der Studieneingangsphase ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge“. Unter den Referenten waren Mitglieder der THM und Lehrende weiterer Hochschulen aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Das abschließende Plenum gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zum Austausch über den „Tag der Labordidaktik“. Erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen aus diesem Kreis bilanziert Prof. Silke Bock: „Es besteht durchgehend der Wunsch, eine solche Veranstaltung unbedingt zu wiederholen und insbesondere auch die überregionale Vernetzung zum Thema Lernen im Labor weiter auszubauen.“