Für Dekan Prof. Joaquin Diaz (vorne rechts) und Studiendekan Prof. Nikolaus Zieske (vorne links) ist es ein gewohntes Bild: Ein Großteil der Zeugnisse am Fachbereich Bauwesen geht an Frauen.An der TH Mittelhessen haben im Wintersemester 2013/14 und Sommersemester 2014 insgesamt 2354 Studierende ihr Studium abgeschlossen. Das bedeutet ein Plus von 11 Prozent gegenüber den beiden Vergleichssemestern aus den Vorjahren.

THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin sieht in diesem Anstieg einen Gewinn für die regionale Wirtschaft: „Ein starkes Potenzial an hochwertig ausgebildeten Fachkräften wird nicht nur auf bundesweiter Ebene als ökonomischer Schlüsselfaktor erkannt.

Auch für die hiesige Wirtschaftsentwicklung ist es von zentraler Bedeutung, dass die Produktionsunternehmen und Dienstleister ihre Stellen mit akademischem Nachwuchs besetzen können. Deshalb gehört es zu den Zielen der THM, die sich als Hochschule der Region versteht, möglichst vielen jungen Menschen einen Studienplatz zu bieten und sie praxisnah zu einem berufsqualifizierenden Abschluss zu führen.“

Im Sommersemester 2014 erhielten 1294, im vorherigen Wintersemester 1060 Absolventinnen und Absolventen an der THM ihr Zeugnis. Die in dieser Phase vergebenen akademischen Grade verteilen sich auf den Bachelor mit knapp 60 Prozent (1398), den Master (rund 17 Prozent) und das Diplom (24 Prozent), das als Studienziel inzwischen nicht mehr zur Wahl steht.

Mit insgesamt 207 examinierten Studierenden stellt der Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft des Gießener Fachbereichs Wirtschaft in den beiden Semestern die größte Absolventengruppe. Der duale Studiengang Betriebswirtschaft, den die THM im Rahmen des berufsintegrierten StudiumPlus anbietet, verzeichnet insgesamt 148 Qualifizierte und damit die Höchstzahl am Standort Wetzlar. In Friedberg nutzten 100 Immatrikulierte die sich letztmals im Wintersemester 2013/14 bietende Möglichkeit, das Studium mit dem Diplom im Wirtschaftsingenieurwesen abzuschließen. Ein Bachelorzeugnis erwarben dort in dieser Fachrichtung insgesamt 82 Studierende.

Wegen des starken ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkts der TH Mittelhessen sind dort die Männer unter den Studierenden traditionell deutlich in der Mehrheit. Das bestätigt auch die aktuelle Absolventenstatistik, die für die beiden Semester einen Männeranteil von rund 72 Prozent errechnet. Er liegt in der klassischen Ingenieurwissenschaft Maschinenbau, deren Studiengänge in Gießen und Friedberg im genannten Zeitraum insgesamt 294 Absolventen verzeichnen, sogar bei 94 Prozent. Eine bemerkenswerte Frauenmehrheit von 74 Prozent besteht in der Architektur. In der Betriebswirtschaft und dem biomedizinisch-biotechnologische Fächerkomplex wurden jeweils rund 56 Prozent der Abschlusszeugnisse an Frauen vergeben.

Von den 2354 Absolventinnen und Absolventen der beiden erfassten Semester haben 231 einen ausländischen Pass, was einem Anteil von rund 10 Prozent entspricht. Mit 20,5 Prozent hat der Friedberger Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik – Mechatronik den höchsten Ausländeranteil unter den Absolventen.