Prof. Nietert (links) erhält in Berlin die Beuth-Denkmünze von Albert Hövel (Deutsches Institut für Normung).Das Deutsche Institut für Normung hat Prof. Dr. Manfred Nietert die Beuth-Denkmünze verliehen. Damit werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Normung verdient gemacht haben. Sie ist nach Christian Peter Wilhelm Beuth benannt, der als Ministerialbeamter im 19. Jahrhundert die Industrialisierung Preußens vorantrieb.

Nietert war von 1979 bis 2006 Professor am Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie der damaligen FH Gießen-Friedberg. In Lehre und Forschung konzentrierte sich seine Arbeit auf die Orthopädie- und Rehatechnik. Nietert ist es zu verdanken, dass die deutschlandweit erste akademische Ausbildung in der Orthopädie- und Rehatechnik an der Fachhochschule in Gießen angeboten wurde. Der Ingenieurwissenschaftler ist noch heute als Lehrbeauftragter an der TH aktiv.

Mehr als 40 Jahre war Manfred Nietert in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien aktiv, die sich mit Fragen der Normung befassen. Er war unter anderem Mitglied im Beirat des Normenausschusses Feinmechanik und Optik und im Arbeitsausschuss Orthopädietechnik. „In seiner Funktion als Obmann des Arbeitsausschusses Orthopädietechnik und als Chairman des ISO/TC 68 genoss er großes Ansehen in den Fachkreisen“, heißt es in der Laudatio zur Verleihung der Auszeichnung.