Forschungspreis für Alexander KlösProf. Dr. Alexander Klös von der Technischen Hochschule Mittelhessen hat beim Wettbewerb um den „Forschungspreis der Hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ den zweiten Platz belegt. Der ausgezeichnete Wissenschaftler, der im Kompetenzzentrum Nanotechnik und Photonik arbeitet, hatte sich mit dem Projekt „Simulation und Modellierung von Nanostrukturbauelementen der Elektronik“ beworben. Weitere Preise verlieh die Jury an Prof. Dr. Leander Bathon und Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort (beide Hochschule RheinMain).

Der zweite Preis ist mit 8.750 Euro dotiert. Kooperationspartner des Projekts, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde, war die Braun GmbH, Kronberg.

Die Leistung neuer Computerchips wächst rasant. Immer mehr Transistoren finden auf einem Mikroprozessor Platz. Waren es auf dem ersten 1971 auf den Markt gebrachten Prozessor gut 2000, so sind es heute mehr als eine Milliarde. Im Laufe dieser Entwicklung stoßen die bekannten Herstellungsverfahren irgendwann an ihre technischen Grenzen.

Neue Verfahren, die im Wesentlichen die Miniaturisierung der Bauteile zum Ziel haben, werden in weltweiten Verbünden von Hochschulen und Industrie entwickelt. Bis zur Produktion einer neuen Generation von Prozessoren sind umfangreiche Vorarbeiten nötig. Dazu gehört die Simulation der Funktionsweise des Chips. Für eine realistische Simulation liefert Klös zusammen mit seiner Arbeitsgruppe am Gießener Fachbereich Elektro- und Informationstechnik die notwendigen mathematischen Beschreibungen der Bauelemente, die die besonderen physikalischen Effekte im Nanobereich erfassen müssen. Die zukünftigen Transistoren, um die es in dem Projekt geht, sind weniger als 30 Nanometer groß. Das ist etwa ein Dreitausendstel der Dicke eines menschlichen Haares.

Der Forschungspreis wurde von der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien im Rahmen der Kampagne „Forschung für die Praxis“ in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben.

Gießen, 21. November 2012