Forschung Aktuell

  • Beim Laborbesuch informierte Prof. Ulf Theilen (2. von rechts) den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (rechts) über das Gärtrommel-Projekt des Kompetenzzentrums für Energie- und Umweltsystemtechnik.

    Wirtschaftsminister besuchte THM

    „Die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen ist auch ein Förderprogramm für technische Innovationen, die gut vermarktbar sind und damit Arbeitsplätze sichern und schaffen“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Waziram Mittwoch bei einem Besuch der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Al-Wazir informierte sich dort über die Entwicklung einer neuen Gäranlage, die die energetische Verwertung von Bioabfällen deutlich verbessern soll. „Bioabfälle werden derzeit noch zu wenig energetisch genutzt. Die neue Gärtechnik könnte daher einen  Beitrag zur Energiewende liefern, da das erzeugte Biogas speicherfähig ist und somit die fluktuierende Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenkraft  ergänzen kann“, erläuterte der Minister.

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  • Forschergruppe: Jörg Wichmann, Prof. Jens Minnert, Manuel Koob, Markus Blatt, Daniel Wolff (von links) befassen sich mit Fachwerkkonstruktionen für Windenergieanlagen.

    Fachwerk für Windenergieanlagen

    Die „Entwicklung eines innovativen Hybridfachwerks“ für Windenergieanlagen ist Ziel eines Forschungsprojekts an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Projektleiter Prof. Dr. Jens Minnert vom Gießener Fachbereich Bauwesen kooperiert dabei mit dem Oberhessischen Spannbetonwerk in Nidda. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 400.000 Euro.

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  • Prof. Dr. Joachim Breckow wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission bestellt.

    Stellvertretender Vorsitzender der Strahlenschutzkommission

    Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat Prof. Dr. Joachim Breckow von der TH Mittelhessen zum stellvertretenden Vorsitzenden der Strahlenschutzkommission bestellt. Das 14-köpfige Expertengremium berät das Ministerium in allen Fragen des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen. Die Mitgliedschaft ist ein persönliches Ehrenamt.

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  • Markus Meurer vom Kooperationspartner Lautenschläger (links) erläutert Prof. Hans-Martin Seipp die Steuerungsmöglichkeiten für den Prüfstand am Dampfsterilisationsgerät.

    Bessere Reinigung von medizinischen Instrumenten

    Mit der Verbesserung der Hygienestandards medizinischer Instrumente aus dem Operationssaal befasst sich ein Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Land Hessen fördert das Vorhaben mit 420.000 Euro. In 1200 deutschen Krankenhäusern mit einer chirurgischen Abteilung bereiten hochspezialisierte Zentrale Sterilgutversorgungsabteilungen OP-Instrumente auf. Sie werden zunächst in einer weiterentwickelten Haushaltspülmaschine gereinigt und desinfiziert, dann geprüft und verpackt und schließlich mit Dampf sterilisiert. „Dabei treten immer wieder so gravierende Hygienemängel auf, dass sogar einzelne Abteilungen von den Aufsichtsbehörden vorübergehend geschlossen werden“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Hans-Martin Seipp.

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  • Wie Erwachsenenwindeln kostengünstig und ökologisch verwertet werden können, erforscht eine Projektgruppe der THMittelhessen

    Wertschöpfung aus Windeln

    Wie Erwachsenenwindeln kostengünstig und ökologisch verwertet werden können, erforscht eine Projektgruppe der Technischen Hochschule Mittelhessen. Etwa 200.000 Tonnen dieser Inkontinenzabfälle fallen jährlich in Deutschland an. Im Restmüll von Pflegeeinrichtungen beträgt ihr Anteil 70 Prozent.

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  • Die Professoren  Volker Groß (vorn), Rembert Koczulla und Keywan Sohrabi (hinten) mit einem stationären Analysegerät. Im Projekt wollen sie ein portables Testgerät entwickeln, das die COPD-Patienten selbst bedienen können.

    Elektronische Spürnase für die Telemedizin

    Ein portables Testgerät zur Überwachung des Verlaufs der Lungenerkrankung COPD wollen Wissenschaftler der TH Mittelhessen entwickeln. Die Professoren Dr. Keywan Sohrabi (Kompetenzzentrum für Informationstechnik) und Dr. Volker Groß (Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Biomedizinische Physik) leiten das Projekt. Kooperationspartner sind das Ingenieurbüro für Medizintechnik, Wettenberg, und die Professoren Dr. Ulrich Koehler und Dr. Rembert Koczulla von der Klinik für Pneumologie der Philipps-Universität Marburg. Das Projekt wird vom Land Hessen mit 500.000 Euro gefördert.

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  • Für das Loewe-Zentrum "Insektenbiotechnologie und Bioressourcen" nahmen Prof. Peter Czermak und Prof. Andreas Vilcinskas (JLU) den Bewilligungsbescheid entgegen. Daneben die Präsidenten Prof. Günther Grabatin und Prof. Joybrato Mukherjee (JLU) sowie Wissenschaftsminister Boris Rhein (von links)

    Minister übergibt Loewe-Bescheide

    Förderzusagen über fast 28 Millionen Euro hat Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg, der Technischen Hochschule Mittelhessen und vier Unternehmen aus der Region übergeben. Die Fraunhofer-Gesellschaft erhielt rund 6,4 Millionen Euro für einen Neubau in Gießen. Die Mittel stammen aus der „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (Loewe).

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