Bei der „BIONIQ Konferenz 2016“ an der THM trafen unter anderem zusammen (von links): Ali Ali (UoD), Dr. Mohammed Ibrahem (UoD), Prof. Dr. Qasim Abdullah (UoD), Prof. Dr. Thomas Schanze (THM), Prof. Dr. Klemens Zink (THM), Prof. Dr. Martin Fiebich (THM), Abdulhamed Hasan (UoD), Jan-Dirk Janßen (THM) und Walat Al Hamdi (UoD). Beim Projekt „Biomedical Engineering in Northern Iraq“ (BIONIQ) arbeitet die TH Mittelhessen mit der University of Dohuk (UoD) zusammen. Acht Mitglieder der Partnerhochschule, die auf irakischem Terrain in der Autonomen Region Kurdistan liegt, besuchten jetzt die THM in Gießen.

Im Rahmen der „BIONIQ Konferenz 2016“ begrüßte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems die Delegation und hob die gute Kooperation zwischen beiden Hochschulen hervor. Auch Stadträtin Astrid Eibelshäuser und Prof. Dr. Klemens Zink, der Dekan des Fachbereichs Life Science Engineering (LSE), richteten Grußworte ans Plenum. Die Professoren Dr. Thomas Schanze und Dr. Martin Fiebich, Initiatoren und Projektleiter vom Fachbereich LSE, gaben einen Überblick über Historie und Ziele der Partnerschaft.

Bei dem Verbund, der seit 2012 besteht, geht es darum, den Schwerpunkt Medizintechnik in Forschung und Lehre im kurdischen Hochschulsystem zu etablieren. Seit 2014 unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst das Projekt, das unter anderem die Einrichtung eines eigenen Fachbereichs und des Bachelorstudiengangs „Biomedical Technologies“ an der UoD zum Wintersemester 2017 anstrebt. Gemeinsame Fachtagungen, Lehrveranstaltungen und Sommerschulen sollen der Entwicklung des Studienprogramms dienen, akademische Nachwuchskräfte und Studierende gefördert werden. Das Vorhaben umfasst die beiden Schwerpunkte Biomedizinische Signalverarbeitung und Medizinische Physik, in die jeweils rund 250.000 Euro Fördermittel fließen.

Prof. Dr. Qasim Abdullah und Abdulhamed Hasan, Angehörige der Hochschuldelegation aus dem Nordirak, stellten dem Auditorium ihre Hochschule und die Region Kurdistan vor. Im weiteren Verlauf der Konferenz berichteten Wissenschaftler der UoD und der THM über ihre aktuelle Forschung sowie zwei kurdische Gastdoktoranden von ihren laufenden Projekten an der TH Mittelhessen.

Zum mehrtägigen Programm, das die THM für ihre Gäste organisiert hatte, gehörten auch Workshops zu Lehrinhalten des Fachbereichs LSE und ein Besuch am Uniklinikum in Marburg.