BMBF-Förderung sorgt für gute Laune: Prof. Henning Schneider, Vizepräsident Prof. Frank Runkel und Prof. Keywan Sohrabi (von links) Justus-Liebig-Universität und TH Mittelhessen erhalten im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 3,8 Millionen Euro. Damit wollen die beiden Hochschulen unter anderem einen gemeinsamen Masterstudiengang „Biomedical Informatics and Medical Data Science“ aufbauen. Die Marburger Philipps-Universität erhält 3,3 Millionen Euro. In Marburg und Gießen sollen Datenintegrationszentren entstehen, in denen die auf viele spezialisierte Einzelsysteme verteilten Patienteninformationen sicher und in hoher Qualität zusammengeführt werden.

Prof. Dr. Frank Runkel, Vizepräsident für Forschung an der THM, sieht die zunächst vier Jahre laufende Förderung als großen Erfolg des im vergangenen Herbst gegründeten Forschungscampus Mittelhessen. Die THM mache im Rahmen des Projekts „einen wichtigen Schritt beim Aufbau des Schwerpunkts E-Health in Forschung und Lehre.“

„Wir werden unsere Vorerfahrungen aus dem Aufbau von Studiengängen im Umfeld der Medizinischen Informatik bei der Entwicklung des neuen Masterprogramms Biomedizinische Informatik einbringen. Dabei arbeiten wir mit den Kolleginnen und Kollegen der Hochschule Mannheim zusammen“, so Prof. Dr. Keywan Sohrabi vom Fachbereich Gesundheit. Sein Kollege Prof. Dr. Henning Schneider betont die Bedeutung der ärztlichen Weiterbildung auf dem Gebiet der Medizinischen Informatik.

Die drei mittelhessischen Hochschulen erhalten die Förderung als Mitglieder des Konsortiums „Medical Informatics in Research and Care in University Medicine“, dem deutschlandweit acht Universitäten mit ihren Kliniken und drei weitere Partner angehören. Das BMBF fördert insgesamt vier Konsortien. Ziel der Initiative ist es – so das Ministerium „die wachsenden Datenschätze – von Röntgenbildern bis hin zu Erbgut-Analysen – in einer nationalen Infrastruktur zu verknüpfen, um daraus neues Wissen für eine bessere Gesundheitsforschung und Versorgung zu gewinnen“.