Der Gastwissenschaftler Dr. Krzysztof Dudzik, Karolina Sojka, Prof. Burkhard Ziegler, Doktorandin Sabine Krüger, Nicola Hanßmann und Prof. Hans-Joachim Schwalbe (von rechts) folgen im Labor einer Demonstration von Prof. Jörg Subke.Die Schallemissionsanalyse (SEA) stand im Mittelpunkt eines internationalen Kolloquiums an der TH Mittelhessen in Gießen. Auf Einladung von Prof. Dr. Burkhard Ziegler vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik (ME) kamen dabei Professoren und Studierende zusammen, um sich über dieses zerstörungsfreie Verfahren der Bauteil- und Materialprüfung auszutauschen.

Mittels SEA können die von einem Objekt ausgesandten Ultraschallsignale abgehört und Erkenntnisse über dessen Zustand gewonnen werden. An der THM wird diese Methode schon seit geraumer Zeit auch als Möglichkeit erforscht, biologische Materialen und Körperteile, zum Beispiel das menschliche Kniegelenk, schonend zu untersuchen.

Bei dem Kolloquium referierte Dr. Krzysztof Dudzik von der Schifffahrtsuniversität Gdingen (Polen), seit rund zehn Jahren Kooperationspartner des Fachbereichs ME, über den Einsatz der SEA zur Qualitätskontrolle beim Schweißen dickwandiger Aluminiumlegierungen. Er hielt sich im Rahmen des europäischen Förderprogramms Erasmus+ als Gastwissenschaftler an der Partnerhochschule in Gießen auf.  

Über Anwendungen in der Biomechanik berichtete Prof. Dr. Jörg Subke vom Fachbereich Life Science Engineering der THM. Ergebnisse seiner langjährigen Forschungsarbeiten zum SEA-Einsatz in der medizinischen Diagnostik präsentierte Dr. Hans-Joachim Schwalbe, inzwischen pensionierter Professor der THM. Im Labor für Tribologie erläuterte Gastgeber Prof. Ziegler aktuelle Entwicklungen spezieller Sensoren für die Schallemissionsanalyse. An dem Wissensaustausch nahmen auch eine Gruppe von Studierenden der Biomechanik und die Doktorandin Sabine Krüger teil, die an der Hochschule Fulda über die Tauglichkeit der SEA zur Diagnose von Arthrose im Kniegelenk promoviert.