Die Technische Hochschule Mittelhessen wächst beständig

Drei Standorte, sechs Außenstellen, rund 60 Studiengänge

Bad Wildungen, Bad Hersfeld, Biedenkopf, Frankenberg, Bad Vilbel und Limburg

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Zum Projektstart trafen an der THM zusammen (von links): Prof. Wolf-Rainer Novender, der Initiator der Hochschulpartnerschaft, Dominik Denfeld, Prof. Tania Carbonell Morales, Michaela Zalucki, Prof. Yosvany Díaz Domínguez, Prof. Rubén Borrajo Pérez, Prof. Ramón Piloto Rodríguez, Prof. Gerald Kunz, THM-Präsident Prof. Matthias Willems, Prof. Sven Pohl, Julian Höhl, Marcel Pfeil und Prof. Thomas Stetz. Die Technische Hochschule Mittelhessen und die Technische Universität Havanna (CUJAE) verbindet eine über 20-jährige Zusammenarbeit. Sie wird jetzt durch eine Förderung aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gestärkt. Das partnerschaftliche Projekt „BioReSCu - Potentiale biogener Ressourcen für eine nachhaltige und umweltverträgliche Nutzung in Kuba“ unterstützt das Ministerium mit rund 100.000 Euro.

Dieses Vorhaben, das Prof. Dr. Sven Pohl vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik der TH Mittelhessen leitet, soll eine langfristige internationale Kooperation auf dem Gebiet der Biomasseforschung in die Wege leiten. Beteiligte Partner sind das Zentrum für Energietechnik und Energiemanagement (etem.THM) und das Forschungszentrum CETER der kubanischen Universität. 

Bei einem Treffen zum Projektstart in Gießen, zu dem eine Delegation der CUJAE angereist war, einigte sich das Team der THM mit den kubanischen Partnern auf die Organisationsstruktur und eine Reihe von Arbeitspaketen. Zunächst soll die Vielfalt der Biomassen in Kuba systematisch untersucht und erfasst werden. Im Mittelpunkt des Interesses stehen biogene Ressourcen, die nicht für die Produktion von Nahrungsmitteln gebraucht werden. Dabei wird die invasive Pflanze Dichrostachys cinerea (Farbkätzchenstrauch), die sich in Kuba stark ausgebreitet hat, besondere Beachtung finden.   

Folgeschritte sind unter anderem die Entwicklung einer elektronischen Datenbank und experimentelle Analysen in den Laboren der THM und des CETER, die Aufschluss über thermo-chemische Eigenschaften und das Potential der untersuchten Biomassen geben sollen. Als vorläufiger Abschluss soll eine gemeinsame Studie technologische Lösungen für eine nachhaltige energetische Nutzung der analysierten Biomassen aufzeigen. Das Vorhaben, das den beteiligten Wissenschaftlern und Studierenden auch ermöglicht, Erfahrungen in der internationalen Forschungskooperation zu machen, hat zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. Die Verantwortlichen verstehen BioReSCu aber als Initiative mit langfristiger Wirkung. Sie soll den Anstoß für nachfolgende Projekte auf dem Feld der Bioökonomie geben, die durch Drittmittel gefördert werden.       

Das Initialtreffen an der THM war auch mit einem Workshop zur energetischen Nutzung von Biomasse verbunden. Außerdem unternahm man gemeinsame  Exkursionen zu mehreren Biomasseverwertungsanlagen.