Ernst Steiner, Norbert Müller und Wilfried Schmied (von links) sind neue Ehrensenatoren der TH Mittelhessen.Die TH Mittelhessen hat Wilfried Schmied, Norbert Müller und Ernst Steiner zu ihren Ehrensenatoren ernannt. Während einer Feierstunde mit mehr als 100 Gästen aus Politik und Verwaltung, aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem jeweiligen Umfeld des Trios überreichte Prof. Dr. Matthias Willems die Urkunden. „Nachhaltige Unterstützung der Hochschule, Loyalität und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ habe das Verhalten der drei Geehrten ausgezeichnet, so der Präsident.

Außerordentliches Engagement habe Wilfried Schmied während der15-jährigen Mitgliedschaft im Hochschulrat bewiesen, heißt es in seiner Ernennungsurkunde. „Die Hochschule profitierte dabei von seinen Kompetenzen als Ingenieur, als ausgewiesener Kenner der regionalen Wirtschaft und als Politik- und Verwaltungsprofi.“

Laudator Prof. Dr. Günther Grabatin, Präsident der Hochschule von 2006 bis 2016, erinnerte an die langjährige Verbundenheit des ehemaligen Regierungspräsidenten mit der THM. Schmied, der in den 60er Jahren sein Maschinenbaustudium an der Ingenieurschule Friedberg abgeschlossen hat, sei während seiner Amtszeit „ein Querdenker und verlässlicher Partner“ gewesen. „Sie haben sehr geholfen, Lösungen für die THM zu suchen, einen Konsens zu finden und die Hochschulleitung unterstützt, Entscheidungen umzusetzen.“ In seiner Zeit als Regierungspräsident und auch danach habe Schmied einen Schwerpunkt darauf gelegt, das Leistungspotential der THM in eine zukunftsorientierte Gestaltung des heimischen Wirtschafts- und Lebensraums einfließen zu lassen. "Sie waren als Netzwerker für die THM unterwegs, und die Synergien, die daraus entstanden sind, wirken bis heute nach“, sagte Grabatin.

Norbert Müller ist seit 2012 Vorsitzender des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien. Darin haben sich die Partnerunternehmen und -einrichtungen von StudiumPlus, dem dualen akademischen Ausbildungsangebot der THM, zusammengeschlossen. Müller habe sich „mit außerordentlichem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz für den Auf- und Ausbau von StudiumPlus eingesetzt“, heißt im Text der Ehrenurkunde. In seiner Funktion „hat er entscheidend dazu beigetragen, das Studienangebot auch weit über die Region Mittelhessen hinaus zu verankern.“ Laudatorin Prof. Dr. Anita Röhm berichtete, dass die Zahl der CCD-Mitglieder in Müllers Amtszeit von gut 500 auf fast 800 gestiegen ist. Die Kooperationsbereitschaft der heimischen Wirtschaft begründe sich in hohem Maß durch den unermüdlichen Einsatz Müllers.

Saxofonist Manfred Klein sorgte bei der Feier für Musik... Nicht nur was Müller für StudiumPlus leiste, sei bemerkenswert, sondern auch wie er es tue. „Er setzt sich für Werte ein, Werte der Gesellschaft, aber auch Werte des Einzelnen. Und er übernimmt Verantwortung – Verantwortung für das große ganze, Verantwortung für das Ziel, aber auch für den Weg, es zu erreichen“, so Röhm.

Wie Wilfried Schmied war Ernst Steiner der Hochschule schon verbunden, bevor es sie im heutigen Zuschnitt überhaupt gab: an der Ingenieurschule Gießen hat er 1967 sein Studium des Allgemeinen Maschinenbaus abgeschlossen. Sein Berufsleben war eng mit der Firma Schunk verknüpft, bei der er es bis zum Geschäftsführer verschiedener Unternehmen, zum Vorstandvorsitzenden der Schunk-Stiftung und zum Aufsichtsrat der Schunk GmbH brachte.

... und Prof. Jürgen Koch für Experimente, die die Gäste staunen ließen. „Ernst Steiner ist derjenige, der die langjährige Partnerschaft zwischen der Unternehmensgruppe und der THM repräsentiert, ja ihr ein Gesicht gegeben hat“, so Laudator Prof. Dr. Hubert Jung. „Auf seine Initiative geht ein Großteil der gemeinsamen Aktivitäten zurück.“ Als sichtbarstes Zeichen nannte Jung die Ludwig-Schunk-Preise, die dem Engagement Ernst Steiners zu verdanken sind. Nicht nur als Repräsentant seines Unternehmens habe er sich um die Hochschule verdient gemacht, sondern auch als Privatmann: als Stifter eines Deutschlandstipendiums und und vor allem als Hochschulratsmitglied. „Besonders geschätzt wurde dort seine reiche Erfahrung, die gewachsene Verbindung von Ingenieur- und Managementkompetenz und sein dauerhaftes Bestreben, für die TH Mittelhessen wie für die Region das Beste zu erreichen“, so Jung.

Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgte Manfred Klein am Saxofon. Prof. Dr. Jürgen Koch verblüffte die Gäste mit spektakulären chemischen Experimenten.